SHL Smartheart:
EKGs mit dem Smartphone

Wer wenig Zeit hat oder Wartezimmer nicht ausstehen kann, wird am Smartheart gefallen finden. SHL erlaubt damit EKGs, die nach eigenen Aussagen so gut wie die in einem Krankenhaus sein sollen.


Mit der starken Verbreitung von Smartphones, werden manche Geräte obsolet. Wer benötigt heute noch eine Spielkonsole, wenn er ein SE Xperia Play in der Tasche mit sich herum trägt. Und wer kauft sich noch einen MP3-Player, wenn er mit dem Klang seines Nokias zufrieden ist? Aber auch völlig neue Möglichkeiten erschließen sich damit, zum Beispiel Herzfrequenzmesser dank ANT+ und mit dem Smartheart-Gerät können jetzt auch hochwertige EKGs aufgezeichnet werden, wenn man SHL glauben darf.

Man schlingt sich einen Brustgurt nebst schwarzem Kästchen um den Oberkörper, wartet 30 Sekunden lang stillsitzend und sieht dann das Ergebnis auf dem Display seines Smartphones. Im Prinzip nichts anderes als ein Pulsgurt von Polar oder Garmin. Doch laut SHl soll das EKG genauso gut sein, wie das, welches der Arzt im Krankenhaus anfertigt.

Daraufhin soll man seine persönlichen Kurven direkt zum Doktor hochladen können – anscheinend in den Vereinigten Staaten gang und gäbe. Durch die einfache Nutzung sollen gerade die älteren Personen angesprochen werden, also diejenigen, die vorallem ein erhöhtes Herzinfarkrisiko haben – aber ob diese Gruppe auch Vertrauen in diesen “neumodischen Kram” entwickelt? Im Zweifelsfall müssen eben wieder die Manager herhalten, die wenig Zeit und viel Stress aushalten müssen. Denen wird Smartheart sicherlich Zeit einsparen, und die ist bekanntlich Geld wert.

Apropos, wieviel Smartheart kosten soll ist noch nicht raus. Erstmal will man sich auf den Verkaufstermin im Herbst diesen Jahres konzentrieren. Eine Applikation für Android, BlackberryOS und iOS soll dann kostenlos verfügbar sein.

Unter Media & Press kann das Presse-Kit mit Fotos und Präsentation zu Smartheart heruntergeladen werden.

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2 Kommentare

  1. Tuok
    schrieb am 20. Juli 2011 um 13:03 Uhr (#)

    “Genauso gut wie im Krankenhaus” ist natürlich ein dämliches Werbeversprechen. Die Elektroden müssen bei jedem Menschen individuell angebracht werden, da jeder etwas anders geformt und groß ist.
    Somit ist das EKG in der Darstellung “unsauber” und man kann eventuelle Dinge übersehen oder falsch postiv diagnostizieren… nette Spielerei ist es aber allemal =)

    1. Schreibt hier auf dem Blog Kai Zantke
      schrieb am 20. Juli 2011 um 13:38 Uhr (#)

      Exakt, einen Eindruck, wie man die Elektroden anbringen muss, vermittelt das Bild bei Wikipedia. Es ist klar zu erkennen, dass nicht eindimensional auf einer Linie die Impulse erfasst werden. Durch die zunehmende Verbreitung von Wissen aus unsicheren Quellen und dem Erwachen von angeblichen Experten mit zweifelhaftem Halbwissen, werden solche “Spielereien” erst möglich.

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