Sony HDR-PJ50:
Festplatten-Camcorder-Beamer

Der Sony HDR-PJ50 tritt im Kampf Camcorder gegen Smartphone an. Mit einem eingebauten Beamer versucht man neue Kunden zu gewinnen.


Das Smartphone ändert die Lebensweise für viele Menschen. Man kann es als Statussymbol einsetzen, als Immer-Online-Erreichbar-Maschine, als Briefbeschwerer nach einem missglückten Firmwareupdate – und als Camcorder. Wenn ich von Camcorder spreche, sehe ich vor meinem geistigen Auge sofort Kassetten, Floppy-Disks und andere Antiquitäten. Seit dem Smartphone hat der Camcorder ausgedient, zumindest für viele Privathaushalte. Die schlauen Telefone sind leicht, immer dabei und sogar ihre Bildschirme sind häufig größer als jene der Camcorder. Aber der Sony HDR-PJ50 ist trotzdem ein Strahlemann: Er kann nämlich beamen!

Von dieser Ausstattungsliste kann ein Smartphone nur träumen: Interner Speicher? 220GB. Optischer Zoom? 12-fach. Aufnahmeformate? Dolby Digital 5.1. Dazu noch ein 7,1-Megapixel Exmor-Sensor (der ist rückseitig belichtet, das heisst lichtempfindlicher), ein Zoom-Mikrofon, dass angeblich mit dem optischen Zoom auch das anvisierte Ziel besser hörbar werden läßt und für alle Zitterwillies gibt es einen optischer Bildstabilisator.

Dafür trägt man allerdings auch 400 Gramm mit sich herum und zahlt an die 1000 EUR dafür. Für den Preis bekommt man ja ein Smartphone und einen Beamer zusammen!, könnte man entrüstet rufen. Nicht so eilig. Sony bundelt in diesem Fall den Camcorder mit einem Projektor. Der in die Displayrückseite eingebaute Beamer soll ein Bild bis zu 60 Zoll groß an die Wand werfen und mit zwei eingebauten Stereolautsprechern die Bude zum rocken bringen.

Der Sony HDR-PJ50 mag ein gutes Gerät sein. Bild und Ton sind sicher besser als bei meinem Smartphone. Hinsichtlich Komfort, Portabilität und Preis kann er eine Smartphone aber nicht das Wasser reichen…

Der Sony HDR-PJ50wird vorerst nur in Indien vertrieben.

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4 Kommentare

  1. Rainer
    schrieb am 12. Juli 2011 um 15:50 Uhr (#)

    So, so . Als ob ich so ein Schmachmat wäre und meine Verwandtschaft mit Filmen “right out of the Box” langweilen wollte. Es ist doch wohl so, dass man Szenen aufnimmt, auf dem Rechner schneidet, und dann soll man sie wieder auf die Kamera fummeln, damit man den (vorausgesetzt das geht überhaupt) den Projektor in der Kamera nutzen kann? Nicht zu vergessen bei diesen Minibeamern. Verdunkelungsgefahr die Vorhänge schön dicht machen!

    Wenn man natürlich seine Verwandtschaft nicht leiden kann, dann macht es allerdings Sinn Filme , aufgenommen und direkt über die Kamera zu spielen, ohne Schnitt (und eben ohne rockige Musik – wo soll die denn herkommen ? – ordentlich zu foltern und zu quälen…

    1. Andi
      schrieb am 13. Juli 2011 um 16:55 Uhr (#)

      Hi

      Wenn Du tagsüber mit den Kumpels Snowboarden warst und Dir abends in der Hütte die Videos anschaun kannst, is das schon nett.

      Wer nen Beamer will, kauft sich nen Beamer.

      Die wenigsten, die Videos aufnehmen, schneiden die auch. Dafür haben sie meistens nich den richtigen Rechner (für HD-Cut). Die sind froh, wenns am PC ruckelfrei läuft!!!

      So long…

  2. Andi
    schrieb am 13. Juli 2011 um 17:13 Uhr (#)

    Die PJ10 und die PJ30 sind ab ca 600€ im Handel erhältlich.

  3. Andi
    schrieb am 13. Juli 2011 um 18:46 Uhr (#)

    Die PJ10 und PJ30 sind in D ab 600€ im Handel erhältlich.

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