Samsung NC215S:
Mit Solaranlage auf dem Deckel

Das Samsung NC215S bringt seine eigene Stromversorgung in Form eines Solarpanels mit und sorgt so für Unabhängigkeit.

Netbooks haben schon eine beachtliche Laufzeit. Mein bereits etwas älteres MSI Wind U160 kommt im Stromsparmodus, in dem sich trotzdem gut arbeiten lässt, auf knapp neun Stunden. Aber irgendwann muss der Rechner dann doch wieder an eine Steckdose. Samsung hat eine Lösung gesucht, wie man das Aufladen etwas hinauszögern kann. Herausgekommen ist ein Netbook mit einem Solarpanel, das die Laufzeit durchaus verlängern kann.

Das Solarpanel soll laut Samsung mit zwei Stunden in der Sonne Strom für rund eine Stunde Arbeit liefern. Das bedeutet zwar, dass man nicht parallel arbeiten kann, aber auf der anderen Seite kann man das Netbook auch dann aufladen, wenn man es nicht benötigt, ohne auf eine Steckdose angewiesen zu sein.

Das Netbook hat einen Intel Atom N455 (1.66 GHz, Single-Core) im Gepäck, dessen maximale Leistungsaufnahme mit 6.5 Watt TDP auch ziemlich gering ist. Da man auch auf eine Extra-Grafikkarte verzichtet und die übliche Intel GMA 3150 ihre Arbeit verrichten lässt, hat man auch an dieser Stelle keine Probleme mit dem Verbrauch. Dafür liefert das 10-Zoll-Display aber auch nur die bekannt nervigen 1024 x 600 Pixel.

Der eingebauten Akku soll für 14 Stunden gut sein, was vermutlich 11 oder 12 Stunden unter realen Bedingungen entspricht. Das NC215S hat drei USB-Anschlüsse, WLAN, Bluetooth und einen Kartenleser. In den USA soll der Rechner 399 Dollar kosten, einen Preis für Europa gibt es noch nicht.

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2 Kommentare

  1. Musenrössle
    schrieb am 22. Juni 2011 um 16:16 Uhr (#)

    An sich eine gute Idee.
    Die große Frage ist bei Solarladegeräten halt immer:
    Sind die in der Praxis auch wirklich brauchbar?
    Die für Handys kann man in der Regel ja gleich wieder als fabrikneuen Schrott entsorgen. :-(
    Selbst wenn die Herstellerangabe – 2 Stunden landen entspricht 1 Stunde Laufzeit – stimmt, ist immer noch die große Frage:
    Unter welchen Bedingungen?
    Wenn das 2:1 Stunden-Verhältnis meinte:
    Nur wenn man das Gerät zur Mittagszeit am Äquator in die pralle Sonne legt, dann dürfte die Ausbeute in der Praxis erheblich dürftiger sein.
    Und selbst wenn als Maßstab ‘nur’ die durchschnittliche Sonneneinstrahlung tagsüber in den USA genommen wurde, bekommen wir im weitaus nördlicher gelegenen Mitteleuropa davon nur einen Bruchteil ab, selbst im Sommer, vom Winter ganz zu schweigen.
    Und wenn mal wieder den ganzen Tag nur Wolken aber keine Sonne am Himmel zu sehen sind, bringt die beste Solarzelle sowieso nichts.

    Also, so sympathisch mir die Idee auch ist, ich fürchte hierzulande dürfte das eher wenig nützen, leider. :-(

    Für südlichere und sonnenreicheres Länder dagegen könnte das eine echte Alternative sein, gerade dort wo ein Stromanschluss nicht überall verfügbar ist.

    1. SCORPiON
      schrieb am 23. Juni 2011 um 12:02 Uhr (#)

      Ich füge an: Viele Geräte halten einen Einfluss der prallen Sonne nicht lange aus. So entstehen Verwerfungen im Material und auch die Leitfähigkeit leidet minimal unter großer Hitze. Insbesondere würde ich mir Gedanken um die Klebestellen machen, sofern das Gerät welche besitzt.

      Anzuraten wäre hier ein weißes Gehäuse, da dieses viel schlechter wärme absorbiert, als schwarze. Aber was rede ich da: Die Hersteller sollten das doch auch so wissen. Oder etwa nicht? Wir werden sehen.

      mfg SCORPiON

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