Dell Vostro V130 im Test (1/4):
Ein Kerl zum Verlieben

Der Dell Vostro V130 richtet sich an Geschäftsleute und Selbständige, die einen robusten, preisgünstigen und leistungsfähigen Partner für unterwegs suchen. Das Gehäuse ist vollständig aus Metall, die Geräuschkulisse zu keinem Zeitpunkt unangenehm.

Mit Dell verbinden mich ganz besondere Erinnerungen: mein erster PC stammte vom texanischen Versender und weil ich wirklich überhaupt keine Ahnung hatte, kaufte ich mir einen NBD-Service hinzu – Austausch vor Ort am nächsten Geschäftstag. Drei Tage später hatte ich das 56k-Modem kaputt gekriegt und war heilfroh über den Serviceaufpreis, seither gab es nie wieder technische Schwierigkeiten damit. Genauso positiv schlug sich auch ein sündhaft teurer Centrino-Laptop aus der Dell Latitude-Reihe: robust, haltbar, durchdacht. Vor diesem Hintergrund erwarte ich vom bereits vorgestellten Dell Vostro V130 nichts weniger als kompromisslose Leistung bei hoher Zuverlässigkeit. Hält der Vostro, was er verspricht?

Dell Vostro V130
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Aussehen ist alles
Rein äußerlich kann man ihm dies nicht absprechen: Sein eloxiertes Aluminiumgehäuse wirkt wie aus einem Guss, widersteht meinen Bemühungen es einzudellen oder zu verbiegen und vermittelt nicht den Eindruck, als bedürfe es noch einer gepolsterten Tasche oder Schutzhülle. Ich habe das Gefühl, ich könnte damit einen Nagel in die Wand schlagen. Das weckt Vertrauen und erzeugt ein gewisses Understatement. Vor allem aber sieht es superschick aus und ich habe Mühe, gerade Frauen vom Gerät fernzuhalten. Mit einer Gehäusehöhe von 16mm vorn und 20mm hinten ist es flach genug, um überall hineinzupassen und nur unwesentlich breiter und länger als ein DIN A4-Blatt (330mm x 230mm).

Liebe zum Detail

Das Scharnier ist nach vorne versetzt und erlaubt einen Öffnungswinkel von 140°, damit läßt es sich für jeden Wunsch und jede Situation ausrichten. Die zwei riesigen, strammen Scharniere halten das Display in Stellung. Liebe zum Detail: Dell stoppt allzueifrige Nutzer beim Aufklappen mit einer weichen Gummifederung bei voller Öffnung. Mehr Aufmerksamkeit fürs Grobe ließ man der Kühlung zukommen, sie funktioniert super. Bis auf die Leiste hinter dem Display bleibt das Gerät stets kühl, egal wie sehr man die CPU belastet – es spricht nichts gegen eine Nutzung auf dem Schoß. Der Lüfter surrt nur in Ausnahmefällen und bleibt stets unhörbar. Die 500GB Festplatte dagegen dreht unbeirrbar mit ihren 7200rpm, und übertönt damit sogar den Lüfter – den Aufpreis für eine SSD muss man abwägen. Er macht das Gerät zwar fast völlig stumm, doch die verbaute HDD zeigt sich gleichzeitig zu keinem Moment überfordert, liefert gute Zugriffswerte und vor allem weitaus mehr Speicher. Geschützt werden die Daten durch einen “Freefall-Sensor”, der die Festplatte bei einem Sturz vor Datenverlust schützen soll.

Aussehen ist nicht alles

Der gesamte Innenraum ist angerauht, nichts reflektiert, auch das 13.3 Zoll LED-Display ist mattiert. Die Entscheidung für das 16:9-Format bringt Vor- und Nachteile, so wurden die Tasten mit 19mm großzügig bemessen, während es noch Platz gab, die Steuerungstasten wie Bild Auf/Ab nach rechts an die Seite zu verlagern. Nachteilig bei diesem Seitenverhältnis ist die geringe Pixelhöhe von 768 x 1366. Zwar kann man zwei Dokumente nebeneinander anordnen, doch nach oben schrumpft der Platz merklich, weil die verschwenderischen Bearbeitungsleisten in Microsoft und Open Office den Bildausschnitt stark einschränken. Das Ergebnis ist ein unbefriedigendes Layout, das erst nach vertikaler Anordnung der Bearbeitungsleisten und der Taskbar übersichtlicher wird. Dell ist hier zwar kein Einzelfall, bei der jahrelangen Tradition hätte ich aber mehr erwartet.

Die Auflösung ist angenehm und nicht zu klein, trotzdem musste ich die Augen zukneifen: Bei maximaler Helligkeit werde ich “verstrahlt”. Alleine aus diesem Grund nutze ich auch draußen meistens nie mehr als 30-50% Helligkeit. Die Bildqualität bei spitzen Blickwinkeln in der Horizontalen ist sehr stabil und passt nicht zum engen Bereich in der Vertikalen – Farben verfälschen schon bei geringem Vor-/Zurückrutschten, Texte bleiben glücklicherweise weiterhin lesbar.

Wichtig für jeden “Roadwarrior” sind viele Anschlussmöglichkeiten, eine gute Tastatur und lange Akkulaufzeit. Wie es darum bestellt ist, erfährst Du im zweiten Teil des Tests.

Technische Daten und eine Auswahl verfügbarer Konfigurationen gibt es bei Dell.

Die vorliegende Ausstattung umfasst:

  • Inte Core i5-470 CPU mit 1,33GHz und Turboboost auf 1,87GHz
  • Integrierte Intel GMA5700MHD
  • Windows 7 Professional 64-bit
  • 13,3 Zoll LED-Display mit 1366 x 768 Pixel
  • 500GB HDD, 7200rpm
  • 4GB DDR3 RAM
  • DELL n-WLAN und HSDPA-Modem
  • 2MP-Webcam
  • Gewicht: <1,6kg

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