Toshiba Write Once SD-Card:
Schreiben für die Ewigkeit
Mit der Toshiba Write Once bleiben Daten nach dem Speichern unveränderbar.
Nikon ereilte vor ein paar Tagen das gleiche Schicksal, Elcomsoft (der Arbeitgeber des vorgenannten Hackers) hebelte auch Nikons System aus. Was also tun? Einen vielleicht wirkungsvolleren Ansatz verfolgen Sandisk Worm und jetzt auch Toshiba mit der Write Once Speicherkarte.
Nomen es omen, “einmal schreiben” lautet die Devise für die SD-Karte und schließt somit formatieren, löschen oder verändern vollständig aus. Zwar folgt sie mit ihren Abmessungen und technischen Spezifikationen dem SD-Standard und 1GB-Karten werden auch von älteren Kameras akzeptiert, doch einen lapidaren Hinweis wie “passt in jeden SD-Slot” sucht man vergebens. Stattdessen weist Toshiba in einer Fußnote darauf hin, welche Modelle man bisher getestet habe. Darunter befinden sich Canon, Nikon und Pentax. Praktischerweise spendiert Toshiba der Karte auch einen Lock-Slider, um versehentliches Schreiben zu verhindern – das erspart manch schusseligem Nutzer Erklärungen zu privaten Aufnahmen.
Toshiba plant, die Write Once in größeren Stückzahlen an den Mann zu bringen, weshalb man keine Angaben zu Preisen machen will. Doch um auf den eingangs erwähnten Anwalt zurück zu kommen: “Es geht um Beweissicherheit, Geld spielt keine Rolle”.
Die übersetzte Pressemeldung Toshibas.
Via Crunchgear.

















Artikel per Feed
Artikel per E-Mail
Artikel bei Twitter
Facebook-Seite
Foursquare
Flickr-Profil






Auf den ersten Blick läuchten Sinn und Zweck einer solchen Karte zwar ein und es gibt sicherlich einige Anwendungen abseits von Fotos und Videoaufnahmen … auf den zweiten Blick stellt sich mir aber folgende Frage: Was hält jemanden mit genügend krimineller Energie davon ab, die Daten auszulesen, zu verändern und einfach auf einer anderen Write Once Karte zu sichern, ggf. mit manipuliertem Timestamp? Dann wird einfach die zweite Karte als Beweis hervorgezogen und auf die Unveränderlichkeit der Daten gepocht…
Gegen derartige Manipulationen hilft also keine Write Once Technologie, da müsste wieder irgend eine Form von Signatur dazu.
Jain. Mit Sicherheitstechnologien und deren Statements ist es natürlich so eine Sache. Jedes Speichermedium verfügt über eine (U)UID, unique ID. Wird konsistent dokumentiert, welche Karte mit welcher ID genutzt wurde, kann damit recht zuverlässig gearbeitet werden. In diesem Fall geht es dann mehr um den Inhalt der Karte, als die Echtheit der Daten darauf! Denn das darauf gespeicherte Foto könnte, wie Du richtig geschrieben hast, manipuliert worden sein. Ein denkbares Szenario wäre: Partei A schickt Partei B eine Reihe von Dokumenten zur Prüfung mittels Karte X. B bestätigt die Echtheit und reicht X weiter. Ab diesem Moment referenziert jeder auf X und dessen authentischem Inhalt.
Im Falle des Anwalts aus meinem Artikels war die Sache recht einfach – er selbst hatte die Beweisfotos geknippst und im Zusammenhang mit seinem Berufsstand konnte sogar auf eine digitale Signatur verzichtet werden. Wo kämen wir denn hin, wenn selbst Anwälte betrügen.. ;)