Point Locus:
GPS als Sehhilfe
Das Point Locus führt Blinde per GPS punktgenau an ihren Zielort.
Seit der Einführung von GPS (und der Abschaltung der künstlichen Verschlechterung der Genauigkeit) hat es seinen Siegeszug in der zivilen Navigation angetreten. Kaum ein Smartphone, das kein GPS verbaut hat; Google Maps oder Ovi Maps führen uns kostenlos ans Ziel. Manch böse Zungen behaupten, wir wären nicht mehr in der Lage, mit einer simplen Karte umzugehen und würden uns verlaufen, wenn die Satelliten abgeschaltet würden. Eine Gruppe von Studenten hat das GPS-System für Blinde nutzbar gemacht, damit auch sie sich nicht verlaufen können: Mit dem Point Locus.
Point Locus ist eine Weste, die mit Klettverschlüssen angelegt wird und dadurch für fast jede Körperform passt. In der Weste befinden sich ein GPS-Sensor, ein Spracherkennungssystem und Vibrationsmotoren. Über die Spracherkennung soll das Routenziel angegeben werden können, die Strecke wird über die GPS-Koordinaten berechnet. Über die Schulterpolster wird ein Vibrationssignal an den Träger gesendet, für eine Drehung vibriert die jeweilige Seite, ist man auf Kurs, vibrieren beide Seiten in regelmäßigen Abständen.
Es wurde ganz bewußt eine große Weste statt eines kleinen Kästchens gewählt, denn so ist sie viel leichter auffindbar – ein Detail, das wir als Sehende wahrscheinlich gar nicht berücksichtigt hätten. Es ist bisher ein Protoyp, der von David Barter, Stephanie Wiriahardja, Karen Truong, Emily Chen und Kennett Kwok entwickelt und bereits an mehreren Personen ausprobiert wurde, deren Urteil durchweg positiv ausfiel. Vor allem die neugewonnene Selbstständigkeit, durch die Möglichkeit unbekannte Stadtteile alleine erkunden zu können, wurde hervorgehoben.
Point Locus from Stephanie Wiriahardja on Vimeo.



















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Tolle Idee, sinnvolle Nutzung der GPS Technik. Als Sehender kann man sich gar nicht vorstellen wie schwierig es ist, sich “draussen” ohne Sehkraft zu orientieren…
Nicht schlecht! gute Idee :-)