Symbian Anna:
Auch mit Update nicht aktuell
Symbian “Anna” soll das Zugpferd neuer Nokia-Geräte werden, zeigt aber nur mäßige Aktualität und benötigt neue Hardware für das volle Potential.
Obwohl Symbian immer noch die meisten Nutzer weltweit vorweisen kann, laufen iOS und Android ihm schon lange den Rang ab. Laut Schätzungen wird in Kürze jedes 2. Smartphone mit Android ausgeliefert werden. Und obwohl Nokia auch bereits angekündigt hat, sich von Symbian zu verabschieden und Windows 7 als Hauptsystem zu verteilen, müssen die angepeilten Zahlen von 140 Millionen verkauften Symbian-Smartphones erreicht werden – das geht am einfachsten, indem man die eigene Plattform weiterhin “aktuell” hält – Symbian Anna (aka PR2) ist da.
“Aktuell” ist etwas übertrieben, wenn man sich das veraltete System darunter ansieht, zudem sind die meisten Änderungen am betagten Symbian eher kosmetischer Natur. So wurden die Icons erneuert, die Texteingabe ist nun endlich in einem zweigeteilten Aufbau möglich, so dass man mehr als nur zwei Zeilen Text sieht, wenn man tippt. Zudem wurde der Browser überarbeitet, er soll nun schneller als zuvor surfen – keine hohe Kunst, wenn man bedenkt, dass es der Langsamste von allen Mobilbrowsern war/ist. Auch Ovi Maps wurden einem refresh unterzogen und soll auch falsch geschriebene Adressen erkennen, sowie das öffentliche Verkehrsnetz als Overlay darstellen können.
Geschäftskunden könnten Interesse an dem Update für den Instant Messaging Dienst Microsoft Communicator Mobile finden, der Emailerweiterung zum Akzeptieren von Kalenderanfragen und der hardware-beschleunigten System-Verschlüsselung. Ihr Debüt feiert Anna mit den beiden Nokia-Geräten E6 und X7 (letzteres stellen wir heute noch separat vor). Symbian³-Geräte sollen in naher Zukunft Updates dafür erhalten – damit halten dann auch Flashlite 4 und QT4.7 Einzug in Symbian.
Die Ankündigung eines späteren Update-Zeitplans für bereits verkaufte Symbian³-Smartphones sorgte teilweise für heftigen Zorn der Nutzer. Viele Kommentatoren im Nokia-Blog (Link siehe unten) beschweren sich mit teils heftiger Wortwahl über die langsame Arbeitsweise des Konzerns und dass Nokia seinen Konkurrenten ewig hinterherhinkt. Diese Einschätzung teile ich nicht ganz, Symbian sieht zwar wie ein Dinosaurier neben den neuesten Androids aus, arbeitet dafür allerdings grundsolide und stabil. In welchem anderen Gerät findet man einen USB-Host für externen Speicher, kostenlose Sprachnavigation, offline Synchronisation mit dem heimischen PC, problemloses Tethering über Bluetooth, Kabel und WLAN oder einen Wecker, der auch bei ausgeschaltetem Gerät funktioniert? Wir sehen, wie so oft ist es ein zweischneidiges Schwert, Annas Schönheit liegt nunmal im Auge des Betrachters.
Infos, Bilder und Youtube-Video via Nokia Conversations.
































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14. April 2011 um 12:40
ich kann dir nur zustimmen, mein altes 6310 konnte schon tethering, und das mit dem wecker ist auch nicht zu unterschätzen, bei heutiger akkulaufzeit.
14. April 2011 um 23:56
Also Handy mit ein bisschen spielen im Netz finde ich symbian immer noch klasse. Wer aber vor allem online ist und dazu halt ein bisschen Telefon dran braucht dann ist es Mist.
Aber wenn jedes 2te smart phone mit android verkauft wird kann man davon aus gehen das bestimmt über 30% der Käufer mit einem soliden Symbian besser zurecht kommen würden.
19. April 2011 um 15:35
Hey,
also ich bin total zufrieden mit meinem Nokia Smartphone. Zum surfen habe ich mir opera runtergeladen, klappt alles wunderbar. Vielleicht ist das System nicht so stark, was ich aber nicht einschätzen kann, jedenfalls gibt es nicht viele Sachen die ich vermisse…
28. Juli 2011 um 9:32
Hallo, ich habe ein N97, mein erstes Smartphone. Ich bin total unzufrieden, weil das Ding eine miese Speicherverwaltung hat. Programme werden ungefragt in den knappen Speicher c: installiert, vor allem vom Ovistore. Ich weiß, man kann dort angeben “nimm lieber Massenspeicher e:”, aber das wird leider allzu häufig ignoriert. Emails werden z.Bsp. auf C: gespeichert und müllen den langsam zu. Wenn man ein Kartenupdate aufspielen will, muss man erst das emailprogramm deinstallieren, Kartenupdate aufspielen und danach das emailprogramm wieder neu installieren. Ich habe gehofft, das Nokia irgendwann mal ein Update bringt, das die Speicherverwaltung optimiert, vielleicht anna?
28. Juli 2011 um 10:08
Tut mir leid Rolf, nein – Anna wird nicht auf dem N97 verfügbar sein. Dafür ist die Hardware nicht ausgelegt.
Wenn Du bereits in den Ovi Einstellungen E: als Speicherort angegeben hast und trotzdem nach C: installiert wird, kann ich Dir leider nicht helfen. Du hast sicherlich das neueste OVi Store Update eingespielt, nehme ich an. Wenn Du ein gebrandetes Handy von einem Anbieter gekauft hast, ist die Firmware sicherlich nicht die neueste. Auf eigene Gefahr kannst Du mit Navifirm und JAF den Produktcode ändern und bist dann in der Lage die allerneueste Firmware einzuspielen – das sollte Dir weiterhelfen.
Du kannst, ebenfalls auf eigene Gefahr, den Speicherort der Emails auf E: ändern, das bringt nochmals Platz, kann aber dazu führen, dass aus unerfindlichen Gründen Deine Emailkonten irgendwann verschwinden und Du alles neueinrichten musst. Da gibt es eventuell einen Zusammenhang zwischen “Massenspeicher-Modus” und verlorenen Emailkonten. Am einfachsten ist es die maximale Größe der Emails auf 25kb zu verringern und alte aus dem Telefon zu löschen.
02. Oktober 2011 um 11:16
bei meinem n8 läuft die anna super, vor dem download habe ich mir schon überlegt das natel zu wecheseln, doch mit anna ist dies nicht mehr nötig.
danke für die anna
02. Oktober 2011 um 12:54
Das freut mich für Dich. Hoffe das bleibt auch so.
Auf dem E7, was bei mir im Einsatz ist, bin ich etwas zweigeteilter Meinung. Einerseits sind die Neuerungen zum Beispiel bei Emails gut gelungen und begeistern mich sehr, andererseits empfinde ich das System als langsamer und ich erlebe ab und an Abstürze.
Bin gespannt, wie sich Belle schlägt.
07. Oktober 2011 um 11:56
Sie sind unsere kleinen Helfer im Alltag, und es werden ständig mehr. Apps, die Programme, die den Funktionsumfang des Handys erweitern, vereinfachen vieles.
Eingebaute Bewegungssensoren, Mikrofone, Lampen oder Videokameras sorgen für beste Unterhaltung. Dabei ist ein Ende der kreativen App-Entwicklung noch lange nicht abzusehen, sagen Entwickler des Fraunhofer-Instituts.