Nokia E6:
Touchscreen, QWERTZ
und jede Menge Technik

Das Nokia E6 ist ein würdiger Nachfolger des E72 und macht ein gutes Smartphone noch besser.

Nokia E6

Nokia E6

Nokia setzt zukünftig auf Windows 7 Smartphones, doch bis dahin ist es noch ein paar Monate hin. Elop kündigte zeitgleich an, man wolle noch 140 Millionen von Symbian Geräten verkaufen. Das Nokia E6 könnte die Verkaufszahlen tatsächlich anheben und bricht mit den klassischen Daten.

Es sieht aus wie ein E72 Nachfolger, schlank gebaut, Display im Querformat und eine QWERTZ-Tastatur darunter. Allerdings ist die Display-Diagonale mit 2,46 Zoll ein klein wenig größer, um die erhöhte Auflösung von 640×480 zu kompensieren – das sind vier mal so viele Pixel wie zuvor und recht ungewöhnlich für Symbian.

Entweder sah man bisher die QVGA-Auflösung, oder aber das bei Touchscreens zu findende nHD-16:9-Format (640×360). Das Nokia E6 kann sich nicht so recht entscheiden, wo es sich einordnen will, deshalb gibt es einen Touchscreen noch dazu. In gewisser Weise ein Rückschritt, weil man in der E-Serie den Versuch unternahm, alle Systeme und Auflösungen auf einen Nenner zu bringen, doch mehr Pixel heißt auch mehr Inhalt.

In der restlichen Ausstattung erleben wir keine Überraschungen: Die grundsolide Metall-Glas-Konstruktion wurde beibehalten, genauso wie alle Verbindungsmöglichkeiten die man zur Zeit erwarten würde – inklusive Bluetooth 3.0. Die 8GB Speicher können wie gewohnt per microSDHC-Karte aufgestockt werden, sie werden von 256MB RAM befeuert, in der Symbian-Welt mehr als großzügig bemessen. Bei den Multimediafähigkeiten muss man Abstriche in kauf nehmen: DivX-Support und der HDMI-Ausgang fehlen, immerhin lassen sich 720p-Videos aufnehmen. Kenner wissen, dass Nokia seine Smartphones mit Technik vollstopft, das E6 macht hier keine Ausnahme: Extra Grafikeinheit, Pentaband-Modem, GPS, Lage-, Umgebungslicht, Näherungssensor, Kompass, 8MP-Kamera, Radio – kurzum Nokia packt alles Verfügbare in ein ansprechendes Paket.

Ein herausragendes Feature der Nokia-Geräte ist USB-To-Go: Damit lassen sich USB-Sticks, Festplatten und manche Smartphones im Massenspeichermodus direkt am E6 anschließen und deren Daten verarbeiten. Die kostenlose Navigation Ovi Maps führt mit Sprachsteuerung auch den größten Chaoten ans Ziel und ist für sich genommen schon ein Kaufgrund für ein Nokia Handy. Auch wenn es kein direkter Nachfolger des E7 sein soll, so wurden viele Beschwerden gehört, so können sowohl der 2mm-Ladeport als auch der microUSB-Anschluss zum Laden genutzt werden und die Akkulaufzeit wurde erhöht. Das Nokia E6 soll fast 15 Stunden für ein Telefonat herhalten und 9 Stunden lang Videos abspielen können, das läßt auf eine enorm gute Standby Zeit schließen.

Ganz in der Tradition der Symbian-Geräte sind Tethering über Bluetooth, WLAN und Kabel selbstverständlich, genauso wie ausgefeilte Sicherheitssperren, Office-Unterstützung mit Editor, lokale Outlook-Synchronisation ohne Umweg über die Cloud oder Zwangsregistrierung für einen Online-Dienst.

Das neue Symbian Anna Gerät soll für ungefähr 350 Euro im zweiten Quartal in den Handel gelangen.
Via Nokia.

 

Mehr lesen

Nokia Lumia 925: Das neue High-End Windows Phone der Finnen

14.5.2013, 10 KommentareNokia Lumia 925:
Das neue High-End Windows Phone der Finnen

Heute Vormittag hat Nokia in London das neue Lumia 925 vorgestellt. Das Windows Phone der Finnen ist das neue Aushängeschild des Portfolios.

Smartphones für Einsteiger und Schwellenmärkte: Es muss immer noch billiger gehen

13.4.2013, 3 KommentareSmartphones für Einsteiger und Schwellenmärkte:
Es muss immer noch billiger gehen

Nokia hat eins, Samsung wechselt seins gerade aus und auch Blackberry wird den Teufel tun, seins den Geiern zu überlassen: Betriebssysteme für Smartphone-Einsteiger, abseits der Hochglanzplattformen Windows Phone, Android und BB10. Es geht um Marktanteile in Schwellenländern. Denn auch dort will man zunehmend Smartphones nutzen. Ein Milliardenmarkt, vorübergehend.

Premiumlösung für Schwellenmärkte: Blackberry plant neue Phones mit dem alten Blackberry 7

4.4.2013, 2 KommentarePremiumlösung für Schwellenmärkte:
Blackberry plant neue Phones mit dem alten Blackberry 7

Wohl dem, der gleich zwei Betriebssysteme hat? Blackberry macht es ähnlich wie Nokia und will neue Einsteiger-Smartphones für Schwellenmärkte herausbringen. Die sollen nicht mit der neuen Hoffnung Blackberry 10 vorinstalliert sein, sondern mit dem Vorgänger Blackberry 7. Eine elegante Lösung, mit der man Nokia einige Kunden abspenstig machen könnte.

FairPhone: Warum das fairer gehandelte Smartphone uns künftig in Entscheidungsnot bringen wird

15.5.2013, 2 KommentareFairPhone:
Warum das fairer gehandelte Smartphone uns künftig in Entscheidungsnot bringen wird

Die Initiatoren des FairPhones haben die Spezifikationen ihres fair(er) gehandelten Smartphones vorgestellt. Ganz bis zu Spitze reichen die Werte nicht, doch was die Niederländer vorstellen, ist gehobene Mittelklasse für ein gutes Gewissen zum erwartet günstigen Preis. Wird es uns zum Umdenken bringen?

Snapzoom Fernglasadapter: Smartphone + Fernglas = Telefoto

7.5.2013, 1 KommentareSnapzoom Fernglasadapter:
Smartphone + Fernglas = Telefoto

Snapzoom beruht auf der ganz simplen Idee, dass man doch sein Smartphone an ein bestehendes Fernglas halten könnte, um damit Telefotos zu schießen. Allerdings ist es nicht ganz leicht, beide Geräte in optimaler Position zu halten und damit zu fotografieren. Der Snapzoom Fernglasadapter soll das einfacher machen.

Smart-Thermometer und Tweet-Tracking: So verändern neue Technologien die Gesundheitsforschung

24.4.2013, 1 KommentareSmart-Thermometer und Tweet-Tracking:
So verändern neue Technologien die Gesundheitsforschung

Auch wenn es den Anschein hat, dass Smartphones und Tablets nur als Kommunikations- und Unterhaltungstool eingesetzt werden, gibt es auch noch weitere Einsatzmöglichkeiten. Sogar die Medizin kann davon profitieren. Zwei Ideen könnten dabei helfen, Krankheiten vorherzusagen und Epidemien frühzeitig zu erkennen.

Smartphonemarkt Deutschland: Android stürmt an die Spitze

29.5.2012, 2 KommentareSmartphonemarkt Deutschland:
Android stürmt an die Spitze

Bei Smartphones hat Android in Deutschland innerhalb eines Jahres alle Konkurrenten in Windeseile überholt. Das geht aus einer Untersuchung hervor, die comScore im Auftrag des Verbandes Bitkom vorgenommen hat.

Nokia Blogger-Event (2/2): Das Nokia 808 PureView im ersten Kurztest

17.3.2012, 11 KommentareNokia Blogger-Event (2/2):
Das Nokia 808 PureView im ersten Kurztest

Auf Nokias Blogger-Event in Düsseldorf konnte ich das viel diskutierte Nokia 808 PureView einem ersten Kurztest unterziehen. Es überzeugt trotz Megapixel-Marketing mit einer überragenden Bildqualität.

Nokia 808: 41 Megapixel sind nicht das Limit

28.2.2012, 16 KommentareNokia 808:
41 Megapixel sind nicht das Limit

Das Nokia 808 zieht am MWC alle Aufmerksamkeit auf sich, denn mit 41 MP scheint die Grenze des bisher Möglichen und Denkbaren erreicht.

3 Kommentare

  1. Kein Multitouch? Ich habe an anderer Stelle gelesen das Pinch2Zoom funktionieren soll.

    • Oops, Du hast Recht. In der Kategorie “Image Capture” hat Nokia “Pinch zoom in Photos image viewer” versteckt – das wird dann wohl auch für den Browser dann gelten. Bin gespannt wie praktikabel das auf 2,4 Zoll Bildfläche ist.

  2. Ich bin mit meinem Nokia C6-00 zwar zufrieden, aber wenn das E6 tatsächlich so günstig sein wird, bin ich interessiert.

    Ich bin nach wie vor Nokia-Fan, denn solide, funktionierende Technik ist mir wichtiger als das neueste Technik-Spielzeug. Ganz besonders die lokale Outlook-Synchronisation ist etwas, auf das ich nicht verzichten möchte. Mir ist ein Rätsel, dass dies allgemein keinen höheren Stellenwert hat.

    Die vielen Anschlussmöglichkeiten und die gute Ausstattung zu vergleichsweise niedrigen Preisen sprechen aus meiner Sicht ebenfalls für Nokia.

Ein Pingback

  1. [...] Zantke hat die Eckdaten des Nokia E6 (Affiliate-Link) im März 2011 schon ausführlich verbloggt und zwar ziemlich begeistert. Nachdem ich das neue Nokia gut zwei Wochen mit mir rumgetragen habe, [...]

Kommentar schreiben

Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen. Mehr dazu in unseren Kommentarregeln.

* Pflichtfelder