Takara Tomy Beer Hour:
Zapfhahn für die Bierdose

Das japanische Unternehmen Takara Tomy hat eine Art Zapfhahn für die Bierdose entwickelt. Der Aufsatz reichert das Getränk beim Einschenken mit Luft an und bildet so einen schönen standfesten Schaum wie frisch gezapft.

Der Sinn des des Bierdosenaufsatzes Takara Tomy Beer Hour will sich mir auch beim intensiven Suchen nach echten Vorteilen nicht erschließen, aber das mag daran liegen, dass ich erstens einen standfesten Schaum im Glas für überschätzt halte und darum zweitens ein Bier am liebsten aus der Flasche trinke, wenn es sich denn nicht um ein Weizenbier handelt, was ich drittens sowieso bevorzuge. Aber der dazugehörige Film ist so nett, dass ich das kuriose Gadget trotzdem poste. Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten.

Dosenbier ist ja in Deutschland seit Einführung des Dosenpfands 2003 gar nicht mehr so leicht zu finden, wenn nicht gerade eine WM läuft. In den Nachbarländern sieht das schon anders aus. Und in Japan scheint ein großes Problem für die japanischen Dosenbiertrinker zu sein, dass sich der Schaum aus einer Dose in seiner Stabilität und Höhe nicht mit dem aus einem Zapfhahn vergleichen lässt. Takara Tomy hilft diesem Problem mit seinem Zapfhahn für die Bierdose ab.

Der Aufsatz soll auf alle Bierdosen mit einem Inhalt von 350 ml bis 550 ml Inhalt passen. Als bessere Bezugsgröße wird auch noch ein Durchmesser von 5,6 bis 5,9 cm genannt. Der Hochgeschwindigkeitsquirl, der das Bier zum feinporigen Schaum aufschlägt, wird mit einem Schalter beim Einschenken aktiviert. Die Energie zieht er aus einer AAA-Batterie. Das typisch japanische Werbevideo zeigt die Vorteile des Bierdosenaufsatzes:

Auf der Website des Herstellers gibt es mehr Infos auf japanisch. 2390 Yen, also rund 21 Euro, kostet Takara Tomy Beer Hour, wenn man es online schon mal vorbestellt. Im Mai 2011 soll der Bierdosen-Zapfhahn in Japan auf den Markt kommen. Ob es sich allerdings lohnt, das Gadget nach Europa zu importieren? Ich hege so meine Zweifel.

via Technabob

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3 Kommentare

  1. AS
    schrieb am 13. März 2011 um 19:17 Uhr (#)

    derzeit eher low-interest in Japan

    1. Schreibt hier auf dem Blog Frank Müller
      schrieb am 13. März 2011 um 20:34 Uhr (#)

      Stimmt, ist nicht gerade der Zeitpunkt für launige Artikel, ob Japan oder nicht. Der war allerdings schon geschrieben, bevor sich die Ereignisse in Japan überschlugen und stand jetzt in der Warteschleife zur Veröffentlichung. Ist im Moment angesichts der Entwicklungen sowieso etwas schwierig, über das neueste Gadget zu schreiben, auch wenn natürlich zu allen Zeiten irgendwo auf der Welt wichtigere Dinge passieren.

  2. Franklin D.
    schrieb am 15. März 2011 um 11:54 Uhr (#)

    @ AS: Prinzipiell sicherlich richtig was das Timing anbelangt, nur ist Japan mit Artikeln und Postings der Kategorie “Hachwieschlimm” auch nicht gedient.

    Die japanische Wirtschaft braucht nach wie vor stabile Exporte und die von uns so geliebten Gadgets können – wenngleich minimal – dazu beitragen dort Arbeitsplätze zu erhalten.

    Nebenbei bemerkt: Die Japanische Kultur kontrastiert zudem von jeher Lebensbejahendes (Penis Festivals) mit für uns Unverständlichem wie dem kollektiven Selbstmord von ganzen Familien. Konzepte wie Wabi-Sabi sind so Ausdruck einer Auffassung in der der Tod und Vergänglichkeit ein natürlicher Bestandteil des Lebens sind.

    Neben den aktuellen Ängten und Sorgen haben von Katastrophen Betroffene aber auch den berechtigten Wunsch nach Rückkehr zur Normalität. Dank flächendeckender real-time Berichterstattung haben die Ereignisse in Japan aber auch eine traumatisierende Wirkung auf viele Menschen hier. Berichte über Triviales spielen somit für Viele eine wichtige Rolle, selbst wenn man das blöd finden mag.

    Wenn Nachrichtensender jetzt also nachts Tchernobyl-Dokus non-stop bringen ist das also weitaus pietätloser als der Bericht über den Mug – genauso wie “kontext-sensitive” Ads von Google, die mir aktuell Urlaub in Japan verkaufen wollen (!).

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