Plustek S400 und S420:
Scannen to go

Wer unterwegs Dokumente einscannen muss, ist mit den Plustek-Scannern S420 und S400 mit USB-Anschluss und -Stromversorgung gut bedient.

Der portable Plustek S420 an zwei Notebooks

Der portable Plustek S420 an zwei Notebooks

Es soll noch Menschen geben, die Dokumente auf Papier ausdrucken und verteilen. Das macht das Leben für alle anderen, welche den alten Wunschtraum des papierlosen Büros für sich realisiert haben, etwas schwerer.

Die beiden mobilen Plustek-Scanner S420 und S400 eilen ihnen zu Hilfe. Wenn auch mit Kompromissen.

Plustek portable Scanner S420 und S400
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Plustek Scanbalken S400

Plustek Scanbalken S400

Unmittelbar nach meiner Ankunft in San Francisco habe ich mir 2004 meine IT-Ausrüstung zusammengekauft. Kernstück war nicht der Rechner, sondern ein Multifunktions-Drucker von HP: Damals waren Faxe noch an der Tagesordnung, Drucken ist sporadisch auch angesagt – aber vor allem der Scanner war mir wichtig: Ein Einzugsscanner sollte zusammen mit einer Dokumentenverwaltung dafür sorgen, dass die Aktenablage, die ich vor meiner Abreise aus der Schweiz irgendwo deponieren musste, in der neuen Heimat gar nicht erst anfallen würde.

Sieben Jahre später ist der Fax ausser Betrieb gesetzt und Scanner wie Drucker kommen vielleicht noch alle paar Monate zum Einsatz.

Aber auch wenn ich alle meine Rechnungen online kriege und die Dokumente direkt in die Verwaltung eingeben kann – Quittungen, Visitenkarten und amtliche Schreiben sind noch häufig nur auf Papier zu haben.

Nun gibt es sogar Situationen, in denen man sich unterwegs einen Scanner wünscht, um nicht im Papierwust zu ertrinken – auf Messen und Ausstellungen etwa würde ich am liebsten alles zuerst einscannen und dann in Ruhe am PC arbeiten.

Plustek s420 mit zugeklappter Scanschale

Plustek s420 mit zugeklappter Scanschale

Die beiden Plustek-Scanner S400 und S420 sind für solche Zwecke gedacht. Beide scannen zwar nur mit einer Auflösung von 600dpi, was aber für Dokumentenablage inklusive Textkennung durchaus ausreicht. Beide sind äusserst kompakt, was sie Notebook-Taschen-tauglich macht. Und beide können direkt am USB-Anschluss des Rechners betrieben und darüber auch mit Strom versorgt werden.

Das hat auch Nachteile – saugt der Scanner so doch den Akku des Notebooks leer. Auch dürfte der Papiereinzug des S420 nicht besonders kräftig an den Blättern ziehen angesichts des mageren Energiezuflusses für seinen Motor. Dennoch erreicht er eine beachtliche Scanleistung von 12 Seiten pro Minute (bei allerdings 200 dpi und Graustufen) – während der kleine S400 vier mal länger braucht und nur drei Seiten einscannt. Er hat ausserdem nur eine USB 1.1-Schnittstelle aufzuweisen, was angesichts des lahmen Scantempos wohl reicht.

Die beiden Geräte werden mit Abby Fine Reader (einer OCR-Software, die vor vielleicht zehn Jahren Omnipage das Fürchten lehrte) und weiterer Software geliefert und können direkt durchsuchbare PDFs erzeugen; sie wiegen 330 respektive 400 Gramm und sind Twain-kompatibel. Der Plustek S420 hat ausserdem ein nettes Feature, indem er gleichzeitig via USB an zwei Rechnenr betrieben werden kann.

Zu Preisen von 130 respektive 250 Euro durchaus eine Überlegung wert – auch wenn mein HP-Multifunki schon 2004 nur die Hälfte gekostet hat.

 

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