Lenovo Thinkpad 420/520:
Langstreckenrenner mit Musikgehör

Die Thinkpad-Familie von Lenovo wird um volle sechs Modelle erweitert. Die Business-Geräte sind für Tempo, Effizienz und bessere Videokonferenzen ausgelegt.

Vom Ultraportable bis zur mobilen Workstation reicht die Palette der neuen Thinkpads von Lenovo. Die Notebooks mit den Bezeichnern T420s, T420, T520, L420, L520 und W520 sind aber allesamt auf Geschäftsanwender ausgelegt und haben Optimierungsfunktionen für Videokonferenzen und lange Akkulaufzeit.

Wenn in der Pressemitteilung von 30 Prozent schnellerem Start der Windows 7 -Rechner die Rede ist, frage ich mich allerdings immer, was genau gemeint ist: Bootet wirklich noch irgendwer seinen Rechner regelmässig? Ich habe die Hibernation auf “Deckel zuklappen” gelegt, und mein Asus-Notebook ist in zehn Sekunden wieder betriebsbereit – inklusive Einloggen via Gesichtserkennung durch die Webcam. Lenovo legt allerdings noch etwas drauf:

Lenovo Thinkpad 420 und 520
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Die “Instant Resume Lösung” hält auch bei ausgeschaltetem Notebook die Wifi-Verbindung für einen bis auf 99 Minuten einstellbaren Zeitrum, damit beim wieder Aufschalten die Verbindung nicht extra wieder hergestellt werden muss.

Der chinesische Notebook-Hersteller erklärt, bei den Neuerungen der Thinkpads auf das Feedback von Business-Anwendern gehört zu haben:

Die wollten mehr Tempo beim Einschalten, längere Laufzeiten und – das finde ich sehr interessant – verbesserte Videokonferenz-Fähigkeiten.

Lenovo hat deshalb die von Intel gelieferte Turbo Boost-Funktion, welche die Prozessoren je nach Leistungsnachfrage beschleunigt, um eine Finesse erweitert, welche im umgekehrten Fall nicht gebrauchte Hardware abschaltet und dadurch die Laufzeit um 30 Prozent erhöhen soll.

Das Thinkpad 420 soll so mit einem 9-Zellen-Akku bis zu 15 Stunden betrieben werden können – das müsste für einen Manager-Arbeitstag reichen. Mit dem 9-Zellen-Zusatzakku erhöht sich dann die Laufzeit auf 30 Stunden. Eine Haftung für die Wiederherstellung übernächtigter Manager liefert Lenovo allerdings nicht.

Spannend finde ich an den Thinkpads die Erweiterungen um verbesserte Videokonferenz-Möglichkeiten. Dabei handelt es sich nämlich meiner Ansicht nach um eine zu lange verkannte Anwendung, die immer mehr und gerade auch im Geschäftsleben genutzt wird – wir Blogwerker mit Kollegen in Stockholm, San Francisco und sogar Zürich pflegen diese Art virtueller Meetings längst routinemässig.

Abgesehen davon, dass bei einigen Rechnermodellen (vielfach dem mit dem angebissenen Obst) wegen der Platzierung des Mikrofons jeder Mousepad-Klick wie eine Atombombenexplosion rüberkommt, sind die in die Notebooks eingebauten Mikrofone teilweise eine echte Zumutung.

Lenovo hat hoffentlich anständige Hardware verbaut, denn die Thinkpads bringen auch noch zwei Mikrofon-Modi: Privatgespräch oder Konferenz. Im ersten Fall wird die Geräuschunterdrückung verstärkt, so dass der Nutzer leiser sprechen kann, im Konferenz-Modus wird die Aufnahme des Mikrofons auf 360-Grad erweitert, so dass das Thinkpad in der Tischmitte zum Sitzungsmikrofon wird.

Klickgeräusche durch Tastatur und Mousepad sollen speziell gut unterdrückt werden, und ein LED zeigt den Aufnahmezustand des Mikrofons an – damit man dem Chef auch mal bei deutlich sichtbarer Mute-Schaltung die Meinung sagen kann – Ach so, Lämpchen AUS heisst Mikrofon AN? Ooops. Sorry, Boss…

Der Sound vermag auch sonst zu überzeugen – in den Worten von Lenovo:

Für noch bessere Klangqualität ist das ThinkPad T420s als erstes Notebook der Business-Klasse mit Dolby® Home Theater® v4 ausgestattet, der neuesten Audiotechnologie von Dolby mit virtualisiertem Surroundton und Dialog Enhancement Technologie für klarere Töne in Filmen, Musik und Videogesprächen.

…mit Betonung auf Videogesprächen, klar. Sind ja Arbeitsgeräte.

Um den Kaufentscheid in der Beschaffungsabteilung des Konzerns zu vereinfachen, passen alle sechs neuen ThinkPad-Modelle auf die gleiche Dockingstaton; um die IT-Verwalter zu besänftigen, verfügen sie über Fernwartungsmodus inklusive Harddiskverschlüsselung.

Zu Sicherheitszwecken bringen sie alle einen Fingerabdruckscanner mit.

Die ThinkPads der Serie 420 und 520 sind ab März zu Preisen zwischen 649 und 1400 Euro erhältlich.

Via Lenovo

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