Creepy Software:
Wo ist der Partner?

Creepy ist ein kleines Programm, mit dessen Hilfe man Personen geolokalisieren kann, auch wenn die sich dessen nicht bewusst sind.

Creepy

Creepy

Die deutsche Wochenzeitung Die Zeit hat die Tage ein interessantes Projekt gezeigt. Der Politiker Malte Spitz von den Grünen hatte seine Geo- und Verbindungsdaten von der Telekom erfolgreich eingeklagt. Diese Daten, aus der Vorratsdatenspeicherung, zeigen ein erstaunlich exaktes Bewegungsprofil. Teilweise kann man minutiös nachverfolgen, wo sich der Politiker wann aufgehalten hat. Und dies über einen langen Zeitraum. Nicht ganz so aktuell, aber durchaus ebenso genau kann man sich mit Hilfe eines Programms das Bewegungsprofil eines beliebigen Twitter oder Flickr User anschauen.

«Creepy» heißt das kleine Programm, mit dem man sich anschauen kann, wo sich wer wann aufgehalten hat. Alles was es braucht, ist ein eigener Twitteraccount, den man selber anonym anlegen kann.

Creepy - Die Bedienung ist denkbar einfach

Creepy - Die Bedienung ist denkbar einfach

Man gibt die Erlaubnis, dass «Creepy» auf Twitter zugreifen kann, und sucht sich dann einen beliebigen User heraus. Das Programm durchsucht nun, ob der Twitteruser seine Tweets mit GPS-Infos verbunden hat. Aber das Programm schaut auch nach GPS-Informationen bei Twitpic und anderen Fotodiensten.

Selbiges kann man auch mit Flickr-Usern machen. Hier hängt es natürlich davon ab, ob der User auch regelmäßig Fotos hochlädt. «Creepy» besorgt sich die nötigen Infos dann aus den Exif-Daten und den GPS-Beschreibungen.

Die Daten sind nicht gerade aktuell und das Programm hat häufiger Probleme, die Daten von Twitter zu bekommen. Aber zum einen steckt es noch in der Beta-Phase, zum anderen soll es nur zeigen, was jetzt schon mit Daten möglich ist, selbst wenn man keine Geo-Lokalisierungsprogramm wie Gowalla, Latitude oder Foursquare benutzt.

Creepy gibt es beim Entwickler für Windows und Linux. Es ist kostenlos.

 

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5 Kommentare

  1. https://github.com/ilektrojohn/creepy/downloads für Windows.
    Der angegebene Pfad in der INSTALL stimmt leider nicht.

    mfg SCORPiON

  2. Oh – ja stimmt die GPS Daten sind ja inzwischen in fast jeder digitalen Datei/Aktivität vorhanden. Aber ist ja mit Twitter eh schon länger bekannt, das man etwas vorsichtig sein soll was man postet (“Fahre in Urlaub”).
    Ich denke es dauert nicht mehr lange bis Twitter das ausschließt für externe Tools.

  3. Meine Freundin und ich nutzen diese Funktion per IPhone`s & IPad. Das schimpft sich hier”mobileme”. Es datet alle ca. 5 Sekunden up. Quasi Live-Verfolgung auf Satellitenfotos a la Google Maps. Macht echt Spaß. Und wenn dies nicht gewollt ist, einfach den Suchdienst deaktivieren. Hat uns aber sicher schon 100X geholfen. Und ist auf den Meter genau. Sogar in Kaufhäusern lässt sich per Grundrissplan online zusehen in welchem Geschäft sich jemand aufhält. Sicherlich ein zweischneidiges aber, wenn man nicht zu verbergen hat :-)

  4. @Florian: Von Freunden kenne ich das auch so. Aber ich wüsste nicht warum ich meine Frau damit “beobachten” soll? Als Kontrolle? (Dann brauch ich keine Beziehung, wenn ich nicht vertraue)
    Als Treffpunkt? (Wo trefft ihr euch, das man sich nicht an dem Platz sieht. Zumal man ja sagen kann, bin bei XYZ im 1. OG)
    Ich glaube ich würde eine Ortung nur für mein Kind/Jugendlichen für Notfälle benutzen. Das man wenn etwas passiert sofort sehen kann wo der/sie ist. Oder eben wenn das eigene Handy verschwindet.
    Aber ansonsten ist zumindest für mich – das nicht nötig.

    • In der Tat ist es wohl kaum möglich eine Person intensiver zu überwachen als per diesem System. Und bezüglich dessen bekamen wir ähnlich kritische Argumente,verständlicher Weise, bereits von einigen Freunden zu hören. Der Ursprung war das Gesamtpaket von MobileMe. Dieses beinhaltet für mich zwei interessante Möglichkeiten. 1. Die komplette Synchronisierung mit wirklich allen Geräten. 2. BackToMyMac. Dies ermöglicht mir von überall auf meine Timecapsule & Festplatte zuzugreifen. Praktisch wenn man viel fotografiert und “nur” ein Macbook Air mit 128Gb Speicher besitzt. Besagtes Kontrollprogramm steht einem hierdurch gratis zur Verfügung. Wie häufig und aus welchen Beweggründen dies nun genutzt wird ist sicherlich jedem selbst überlassen. Und es ist natürlich Grundvorraussetzung, dass die zu überwachende Person davon in Kenntnis gesetzt wird. In unserem Fall ist es tatsächlich die Beruhigung zu wissen wo sich der Andere befindet. Zumal sich meine Frau häufig in Schulungen in verschiedenen Städten aufhält. Oder bei den Heimfahrten bei Schneeglätte, wir wohnen auf dem Land da kommen einem nicht 100 Autos pro Minute entgegen. Umgekehrt nutzt Sie dies auch bei mir. Und sollte einer von uns das Bedürfniss verstühren fremd gehen zu wollen. Wird unter “Eistellungen”, “Ortungsdienste” abgeschaltet oder das IPhone im Auto gelassen :-)

Ein Pingback

  1. [...] anderen Weg schlägt das Programm “Creepy” ein, mit dessen Hilfe jeder der in Besitz eines Twitter-Accounts ist ein ähnliches [...]

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