Meguru Elektro-Rikscha:
Laufen war gestern
Japan bricht mit Traditionen und beschenkt die Rikscha mit einem Elektromotor.
Japan, das Land der Kontraste und Widersprüche, vereint Kultur und High-Tech nebeneinander; wo eine Frau im Kimono die Strasse entlang geht, eilt ihr ein ins Smartphone quasselnder Geschäftsmann entgegen. Wo Kultur zur Last wird, tauscht man sie gegen Neues: In diesem Fall rückt man der liebgewonnenen Rikscha zu Leibe, mit der Meguru Elektro-Rikscha.Meguru ist ein Drei-Rad-drei-Personen Fahrzeug, das die herkömmliche Rikscha ablösen soll. Statt Muskelkraft kann sich der Fahrer auf eine Lithium-Ionen Batterie freuen, die ihn und seine Fahrgäste mit bis zu 40km/h durch die Stadt bringt. Nobuyuki Ogura unterstreicht die Umweltfreundlichkeit seines Projektes, denn bis auf die Batterie wurde alles aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt: So kam hauptsächlich Bambus zum Einsatz, die Fensterscheiben bestehen aus traditionellemWashi-Papier.
Auf eine Klimaanlage oder gar Heizung wurde konsequent verzichtet, stattdessen gibt es serienmäßig ein Windrad und Decken für die kalten Wintertage. Der Halter benötigt zur Nutzung einer Elektro-Rikscha einen gültigen Führerschein, darf jedoch auf ein Nummernschild verzichten. Stolz verkündet Ogura zum Schluss: «Wir haben ausschließlich Naturmaterialien verwendet, wenn Sie sich entschließen sollten, sich ihres Fahrzeugs zu entledigen, brennen Sie es einfach nieder.» Eine Entscheidung, über die man angesichts des deftigen Preises von umgerechnet 8800 Euro ruhig eine Nacht schlafen sollte.
Via Reuters.
























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21. Februar 2011 um 15:40
“brennen Sie es einfach nieder….” köstlich :D
Ich kenn` mich jetzt in Japan nicht wirklich aus, aber ich befürchte wer sich eine Rikscha für das Geld leisten kann, der wird es kaum nötig haben Rikscha zu fahren, um damit Geld zu verdienen. …oder doch?
21. Februar 2011 um 18:15
Produkte, die noch in der Entwicklung stehen oder kurz nach der Entwicklung veröffentlich werden, sind immer teuer – denn die Entwicklungskosten müssen zusätzlich wieder ein”gespielt” werden.
21. Februar 2011 um 18:14
Dabei könnte man die Beinbewegungen der fahrenden Person zur Energiegewinnung nutzen. Wie sieht es mit der Energiegewinnung
bei Bergabfahrten aus? Auch Sonne und Regen können zur Energiegewinnung genutzt werden. (Gewinnung im Sinne, daß sie von den Menschen genutzt werden kann – allgemeiner ist natürlich klar, daß Energie nur von höheren oder niederen Maßstäben auf niedere oder höhere “gedrückt” (= sie wird entweder zusammengefasst oder gespaltet) werden kann).
26. Februar 2011 um 12:40
Aber für den Preis kriegt man ja auch nen kleines Auto MIT Klimaanlage etc ;)
Aber ist ne umweltfreundliche Alternative :)