Samsung Galaxy Player S 50 im Test:
Weiß und leicht

Samsung bringt mit seinem Galaxy Player S 50 einen MP3-Player mit Multitouch-Display und Adroid-Betriebssystem auf den Markt, der von den Eigenschaften und vom Preis her in direkte Konkurrenz zu Apples iPod Touch tritt. Wie erfolgreich, das haben wir für Euch getestet.

Samsung Galaxy Player - vielseitig

Samsung Galaxy Player - vielseitig

«Ist das ein Telefon?» lautete die erste Frage meiner Töchter beim Anblick des Samsung Galaxy Player S 50. «Nein, so etwas wie ein iPod Touch», war meine Antwort. Denn damit kann man den Samsung Galaxy Player S 50 am ehesten vergleichen. Allerdings unterscheidet sich der Multitouch-Player, den Samsung uns für einen Test zur Verfügung gestellt hat, und der beim deutschen Amazon noch gar nicht gelistet ist, doch in einigen entscheidenden Punkten von Apples Player.

Was zuerst auffällt, ist sein geringes Gewicht. Der Samsung Galaxy Player S 50 wiegt mit Akku laut Küchenwaage 85 Gramm, mein iPod Touch der 3. Generation zwar mit 107 Gramm nur 22 Gramm mehr, der Unterschied ist aber deutlich zu spüren. Im Verein mit dem weißen Kunststoffgehäuse und dem Kuststoff-Display ergibt sich dadurch ein etwas billiger Eindruck.

Die Ausstattung des Galaxy Players kann sich allerdings sehen lassen. So kann man die 8 GB, die unser Testgerät von Haus aus an Bord hat, via microSD-Karte um bis zu 32 GB ausbauen. Auch eine Kamera und ein Mikrofon sind mit an Bord.

Samsung Galaxy Player S 50
Samsung Galaxy Player Sound AliveSamsung Galaxy Player MatrixSamsung Galaxy Player EqualizerSamsung Galaxy Player USB-Abdeckung
Samsung Galaxy Player USB-AbdeckungSamsung Galaxy Player RueckseiteSamsung Galaxy Player mit AkkuSamsung Galaxy Player im Plastiksarg
Samsung Galaxy Player - vielseitigSamsung Galaxy Player - hier öffnenSamsung Galaxy Player - 85 Gramm

Im Gegensatz zum neuesten iPod Touch schafft die Videokamera allerdings nur 320 x 240 Pixel, bei Fotos sieht es mit einer maximalen Auflösung von 1600 x 1200 Pixeln schon besser aus, wenn auch nicht gerade berühmt.

Dafür spielt der Samsung als Android-basiertes Gerät von Haus aus schon mal mehr Formate ab als Geräte mit iOS. Einfach mit dem USB-Kabel an den Rechner anschließen, MP3, AAC, WMA, OGG, WAV, MPEG4, WMV, DivX, MP4 und viele andere Dateien per Drag and Drop auf den Galaxy Player ziehen, Gerät auswerfen, und der Medienkonsum kann losgehen. Wieviel Spaß es allerdings macht, Filme auf einem 3,2 Zoll großen Display zu betrachten, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Hier ein kleiner Videoeindruck vom Samsung Galaxy Player:

Musik: Quando, Quando vom Album Born Blue der Berliner Ska-Jazz Combo Jazzbo

Die Funktionalität des Galaxy Players kann man mittels eines Streifzugs durch den Android Market ausbauen. Hier findet man viele Apps, mal kostenlos, mal kostenpflichtig, die zum Beispiel den Zugang in die Tiefen des Betriebssystems ermöglichen. Überhaupt bietet das Android-System viel mehr Ein- und Verstellmöglichkeiten, hier merkt man viel stärker, dass man einen kleinen Rechner in der Hand hält.

Samsung Galaxy Player Matrix

Samsung Galaxy Player Matrix

Auch beim Abspielen von Audio-Dateien kann der Samsung Galaxy Player S 50 punkten. Das von Samsung entwickelte Sound Alive System holt aus den Sound-Dateien das letzte an Klang heraus. In drei Stufen kann man den Klang seiner Musik steuern: Über eine Art simple Matrix, über den Sound Alive-Schalter, der alles quasi automatisch regelt, und über einen Equalizer plus zusätzliche Schieberegler wie Concert Hall, Clarifier und Upscaler. Die sollen Raumgefühl vermitteln, den Klang transparenter machen und komprimierte Dateien wieder so klingen lassen wie vor der Komprimierung.

Mit 137 Britischen Pfund ( rund 160 Euro) für die 8 GB-Ausführung ist der Samsung Galaxy Player S 50 ein ganzes Stück günstiger als der iPod Touch mit gleicher Kapazität, hinkt bei der Videoauflösung stark hinterher, macht dafür höher aufgelöste Fotos und lässt sich mittels microSD-Karte erweitern. Ein weiterer Vorteil ist der austauschbare Akku, der bis zu 24 Stunden Musikgenuss und bis zu 5 Stunden Video ermöglichen soll. Damit ist er etwas schwächer dimensioniert als der seines Konkurrenten aus dem Hause Apple. Wenn man die Höchstwerte erreichen will, muss man WLAN und Bluetooth sowieso ausgeschaltet lassen, das gilt aber für beide Geräte.

Letztendlich ist es wohl eine Glaubensfrage. Apple-Fans werden dem iOS und der hochwertigen Anmutung des iPod Touch den Vorzug geben und dafür gerne etwas mehr ausgeben, Apple-Hasser sich darüber freuen, dass ihnen mit dem Samsung Galaxy Player eine Alternative mit Wechselakku, microSD-Kartenleser, Android-Betriebssystem und günstigem Preis zur Verfügung steht.

 

Frank Müller

Frank Müller ist Vater von 4 Töchtern (mit 1 Frau) und vielseitig interessierter Mac-Nerd, der auch Linux nicht abgeneigt ist. Er arbeitet hauptberuflich als Creative Director und Werbetexter und bloggt ab und zu.

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2 Kommentare

  1. Das ist nicht eine Gaubensfrage.
    Wer einen Musik-payer kauft, und das ist es ja was es sein soll (mit zusatzfunktionen optimiert), der bekommt ein in aber auch wirklich allen Punkten besseres Gerät als es das pod ist. Und günstiger auch noch dazu.
    Was soll den das für eine objektive Beurteilung sein den du da anbietest?

    • Objektiv? Wer hat denn das behauptet? Jeder persönliche Alltags-Test ist natürlich von subjektiven Vorlieben geprägt. Und manche Menschen sollen ihre Gadgets sogar danach auswählen, wie sie aussehen und sich anfassen.

      Aber ich denke, ich habe schon auf die musikalischen Vorzüge des Samsung gegenüber dem iPod hingewiesen – mehr Formate, mehr Einstellungsmöglichkeiten, Sound Alive…

      Wer jedoch einen reinen Musik-Player haben will, greift wahrscheinlich sowieso zu einem anderen Modell, das sich auf eben diese Aufgabe beschränkt. Das wird dann noch günstiger. ;)

Ein Pingback

  1. [...] Bruder Galaxy Player 5 mit einem entsprechend größeren. In der Ausstattung ähneln sie dem Samsung Galaxy Player S 50, den Frank breits getestet hat: Auch hier kommt Android zur Anwendung, aktuell mit Froyo 2.2, [...]

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