Asus Mainboards P8H67 und P8P67:
Für Schrauber und Takter

Asus bringt neue Mainboards, die für Intels Sandy Bridge-Prozessoren optimiert sind. Und Bastlern viel Spielraum lassen. USB 3.0 ist ebenfalls an Board.

Meinen letzten Desktop-Rechner habe ich vor sieben Jahren gekauft. Und auch der war ein Komplettsystem von Sony, weil ich ein flüssiggekühltes Gerät mit Medien-Optimierung und keine Bastelei wollte.

Aber es gibt ja noch immer Leute, die sich im Dschungel der Prozessoren auskennen (früher gab’s mal 386er, dann 486er, dann Pentium…) und ihre Systeme selber bauen – vom Prozessor über Netzteil und Mainboard, Ram bis zu Gehäuse und Speicher. Für die bringt Asus jetzt eine ganze Reihe von Mainboards, die für Intels Sandy Bridge, die zweite Generation der Core-Prozessoren, optimiert sind.

Die Boards basieren auf den Intel Intel P67- und H67-Chipsätzen und zeichnen sich durch Zusatzfunktionalität aus, mit denen Asus Schraubern und vor allem Übertaktern entgegen kommen will.

Da sind die Dual Intelligent Processor 2-Technologie, die mit zwei Zusatzprozessoren Stromverbrauch und Systemleistung exakt einstellen lassen. Ausserdem bringen die Boards ein neues Bios mit, dessen Benutzeroberfläche auch mit der Maus bedient werden kann und ein Interface für den einfachen Umgang mit Bluetooth.

Die Bluetooth-Funktionalität wird damit auf die Systemebene abgesenkt, so dass sich der Rechner per Bluetooth auch starte oder ausschalten. Davon träume ich – mein Bluetooth-USB-Modul fliegt wegen der miesen Windows-7-Treiber von Broadcomm bei jedem Standby des Rechners raus. Etwas erstaunt bin ich, dass USB 3.0 nicht deutlicher hervorgestrichen wird: Die Luxusversionen der neuen Boards haben 4 USB 3.0-Buchsen, die preiswerteren Modelle immerhin 2 – und alle haben dazu noch mindestens ein Dutzend USB 2.0-Schnittstellen. Nachdem lange gerätselt wurde, ob Intel vielleicht den Standard sogar absichtlich bremst, scheint er sich jetzt stetig durchzusetzen. Auch wenn ich auf der CES ebenso erstaunt war, wie wenig USB 3.0 ein Thema war.

Wieso ich die Boot-Reihenfolge im Bios per Drag-und-Drop festlegen können wollen soll, ist mir nicht ganz klar, aber darum geht es auch bei den Boards wohl erst in letzter Linie. Wichtiger ist wohl, dass das Bios Festplatten mit einer Grösse von mehr als 2.2 Terabyte verwalten kann.

Aber im Zentrum stehen wohl die präzisen Einstellungen für die DIGI+ VRM – Steuerung, mit der sich Loadline-Calibration, die Stromaufnahme, die VRM-Frequenz, die Phasen und die Schaltzeiten sehr präzise einstellen lassen sollen, was Übertaktern entgegen kommen soll und mir sozusagen gar nichts sagt, was ich wiederum nicht so schlimm finde.

Die Boards sind ab sofort in 7 Varianten zwischen rund 130 und 210 Euro erhältlich. Technische Daten der P8H67 und P8P67-Mainboards finden sich bei Asus. Das Asus P8H67 (Affiliate-Link) gibt’s ab etwas über 100 Euro, das P8P67 ist auf Amazon.de noch nicht aufgetaucht.

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1 Kommentar

  1. fwolf
    schrieb am 16. Januar 2011 um 15:07 Uhr (#)

    Kleiner Tipp: Random Access Memory aka “RAM” schreibt man auch heutzutage in Zeiten von Multikern-CPUs noch groß ;)

    Oder meintest du vielleicht “Rahm”? Was der in einem Computer zu suchen hat – außer um Kurzschlüsse zu verursachen – wüsste ich aber wirklich nicht.

    cu, w0lf.

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