Motorola Atrix mit Laptop-Dock:
Moto erfindet Palms Foléo neu
Motorola macht aus dem Smartphone einen Laptop – buchstäblich: Mit einem entsprechenden Dock. Ähnliches hat Palm vor vier Jahren schon probiert – und ist kläglich gescheitert. Video des Laptop-Docks.
Eine Revolution im Gebrauch von Smartphones wollte er anzetteln, und der Untergang des Handheld-Pioniers Palm ist daraus geworden: Als Jeff Hawkins vor vier Jahren mit Palms Foléo eine Art “dummen Laptop” als Ergänzung seiner Smartphones ankündigte, lachte ihn die Tech-Welt aus. Ich gebe zu: Mir gefiel die Idee, zum Smartphone eine Tastatur und einen grossen Bildschirm zu haben.
Nun, Palm ist untergegangen, das Foléo erreichte niemals die Läden, und jetzt kommt Motorola und kündigt eine Neuauflage des Foléo an. Nicht ganz, aber fast. Das Laptop ist eine Dockingstation zum derzeit leistungsfähigsten Handy der Welt:
An der CES 2011 zeigte Motorola sein 4G-Smartphone Atrix – ein Android-Gerät, das mit Dual Core Prozessor und einem vollen Gigabyte Ram läuft, einen extrem grossen 1930mAh-Akku hat, HD abspielen und filmen kann und natürlich auch sonst mit allen Schikanen ausgestattet ist.
Zu Beispiel mit zwei Dockingstationen, die eine davon namens HD Multimedia Dock zum Abspielen von HD-Filmen (Nokia lässt mit HDMI-Schnittstelle direkt am N8 grüssen) auf externen Geräten – im Wesentlichen handelt es sich dabei um eine Schnittstellen-Erweiterung auf drei USB und eine HDMI-Schnittstelle.
Und dann gibt es das Laptop-Dock, und das ist, nun, fast ein Foléo. Es sieht aus wie ein Notebook, es klappt auf wie ein Notebook, aber es ist kein Notebook: Ein dummes Terminal mit Akku, hirnlos ohne das Smartphone, das in seinem Rücken am Scharnier des Laptops eingesteckt und dort dann auch geladen wird.
Was der Nutzer auf dem Bildschirm des “Docks” sieht, ist nichts anderes als das Betriebssystem seines Smartphones.
Interessanterweise ist das ein Schritt in eine völlig neue Richtung – bisher haben die Hersteller unseren Bedarf nach Geräten nicht reduziert, sondern erweitert – zum Desktop brauchen wir ein Laptop, und weil das zu gross ist noch ein Netbook, und weil das nicht sexy ist ein Tablet, und natürlich sowieso ein Smartphone.
Und jetzt soll mit dem Motorola-Handy alles in einem Gerät mit einer Dockingstation vereint werden.
Ich finde noch immer, es macht Sinn. Aber es könnte gut sein, dass aus dem neuen Foléo ein Failio wird, was meint Ihr?























Artikel per Feed
Artikel per E-Mail
Artikel bei Twitter
Facebook-Seite
Foursquare
Flickr-Profil





Hier den Palm Foleo als Vergleich heranzuziehen, hinkt gewaltig. Der Foleo war mitnichten ein dummes Terminal sondern ein (fast) vollwertiges Netbook (allerdings weniger Ram und keine Festplatte/SSD als Massenspeicher) und war dank eingebautem WLAN vollkommen unabhängig von einem Smartphone nutzbar.
P.S.: Der Foleo erreichte zwar nie die Läden, in meiner Vitrine steht aber einer :-)
Ich finde das sehr interessant. Mit einem so leistungsfähigen Smartphone, kann man somit wirklich das Netbook ersetzen! Denn die haben nur die grosse Tastatur und das grössere Display voraus.
Hallo Oliver,
…stimmt, “Dein” Foleo kann mehr. :-)
Eher als mit dem Foleo trifft sicherlich der Vergleich mit dem “Redfly” Companion (von Celio Corp) zu.
Dieser kam annähernd zeitgleich mit dem Foleo heraus, wurde und wird allerdings bis heute auch zum Verkauf angeboten.
Die dazu kompatiblen Smartphones basieren auf Windows Mobile und/oder BlackBerry.
“Redfly is Not a Computer. It´s a larger screen and keyboard for your smartphone.”