GM EN-V:
Der Neid fährt auf einer Achse

In Shanghai auf der Weltausstellung hat GM die EN-V-Pods gezeigt. Die Zweipersonenfahrzeuge basieren auf dem Segway und verzückten an der CES.

Ich will immer noch einen Segway, aber ich sehe sein Problem – vor allem in Europa mit den engen Innenstädten: Das Fahrzeug ist auf dem Gehsteig ein fahrender Prellbock und auf der Strasse Mangels Knautschzone ein Sarg.

Daran ändert sich auch nichts, wenn man eine Karosserie darum herum baut, das Fahrzeug mit zwei Sitzplätzen, Steuerung, Sensoren und Vernetzung ausstattet – aber in einer neuen Innenstadt, die auf solche Pods ausgerichtet ist, wären sie das perfekte Forstbewegungsmittel.

Das denken sich jedenfalls die Ingenieure von der Konzeptabteilung bei GM. Ich dachte nicht daran, als ich die Fahrzeuge auf der Plaza der CES gesehen habe. Ich dachte “Cooooool!”.

Die Pods gibt es als Prototypen in drei Ausführungen, wie mir Chris E. Borroni, der Direktor der Konzeptabteilung bei GM und “Vater” der EN-V (ausgesprochen “Enwie”, englisch für Neid), im Interview (unten) erklärte.

Da es sich um ein Konzept handelt und es emotional wirken soll, wurden drei Designs gestaltet: Das futuristische in Kalifornien, das modische in Europa und das praktische in Australien.

Die Pods sind auf der Basis des Segway entstanden, bieten aber zwei Menschen Platz und werden mit einer Elektronik gesteuert, welche die für die Bewegung nötige Gewichtsverlagerung übernimmt (im Video gut zu sehen).

Sie sind ausserdem vernetzt und reagieren auf- und miteinander; sie können also auch Staus umfahren oder Kollisionen vermeiden – auch mit Fussgängern, denn sie sind auch mit Sensoren ausgestattet.

Sogar autonome Fahrten, ob leer oder mit Passagieren, können die Pods unternehmen. Aber mehr Spass macht es, die zu fahren.

Erhältlich werden sie in den nächsten Jahren wohl nicht werden, auch wenn Materialkosten und selbst die Batterien kein problem mehr wären, wie Chris ausführt. Das Problem bleibt, dass die Umgebung auf solche Fahrzeuge abgestimmt sein muss.

Das könnte aber in der Zukunft der Fall sein. Nicht nur in aufstrebenden Ländern wie China, wo ganze Städte aus dem Nichts geplant und aufgebaut werden, sondern auch bei uns, wo umgekehrt ganze Innenstädte vielleicht schon bald völlig neu konzipiert werden müssen.

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2 Kommentare

  1. Florian
    schrieb am 8. Januar 2011 um 13:34 Uhr (#)

    Super Sache! Vor Allem die Berichterstattung welche von Dir täglich aktualisiert wird. Echt super!

  2. conrad
    schrieb am 8. Januar 2011 um 19:35 Uhr (#)

    cooles teil! hoffe wir werden bald mehr darüber lesen und sehen!

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