Lexmark Genesis:
Der 1-2-3-Scanner-Drucker

Genesis von Lexmark ist ein All-in-One-Drucker, der aber vor allem im Scannen stark ist – rasend schnell, wie wir an der CES 2011 sehen konnten. Denn er fotografiert, statt zu scannen.

Dass er steht statt, nun, “liegt”, ist die eine Neuigkeit des Lexmark-Druckers namens Genesis.Für den Anwender wichtiger sein dürfte, dass das All-In-One-Gerät rasend schnell scannt.

Jedenfalls für mich wäre das wichtig, denn ich bin schon dazu übergegangen, Buchseiten und anderes zu fotografieren statt zu scannen, weil mir der Vorgang zu langsam war. Genau das macht auch Lexmark Genesis (Affiliate-Link) :

Der Drucker hat einen 10 Megapixel Mono CMOS Foto-Sensor und “scannt” die Vorlage nicht, sondern fotografiert sie in den Druckbasis-Farben Rot, Grün und Blau. Das heisst, das Bild wird in den drei Farben jeweils fotografiert und daraus eine RGB-Vorlage zusammengebaut – in weniger als einer Sekunde.

So entstehen nicht nur 10MP-Digitalabzüge in 300dpi binnen einer Sekunde, der Drucker zeigt sie zudem auf dem kleinen Display auf dem Aussendeckel an. Oder Genesis druckt sie – allerdings nicht ganz so schnell wie er sie gescannt hat.

Wie gesagt: Eine Erfindung, die eigentlich auf sich hat warten lassen. Allerdings kann ich mir, nachdem ich mir das Gehäuse des Druckers genau angesehen habe, die technische Herausforderung vorstellen: mit äusserst geringem Abstand eine A4-grosse Fläche zu fotografieren, braucht entweder sehr gutes, teures Glas – an Kameras bekannt als Weitwinkel – oder aber man löst das Problem anders. In diesem Fall besteht der grösste Teil des “Sockels” des Genesis-Druckers aus Hohlraum: Mit einem Spiegel-System wird das Bild der Vorlage nämlich umgelenkt, so dass der effektive Abstand der Sensor-Linse zur Scanvorlage schätzungsweise zehn oder noch mehr Zentimeter beträgt.

Gedruckt wird per thermo-Inkjet. Der Lexmark Genesis (Affiliate-Link) ist ein fast-Standalone-Gerät, lässt sich aber natürlich mit USB anbinden (noch kein 3.0, ich frage überall danach) und versteht aber auch Wireless.

In den USA ist der Lexmark Genesis (fast) auf dem Markt – man kann ihn für 399 Dollar vorbestellen.

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2 Kommentare

  1. SCORPiON
    schrieb am 5. Januar 2011 um 12:51 Uhr (#)

    Die eigentliche Frage steht noch im Raum:
    • Welche Lebensdauer haben die Lampen?
    • Welche Kosten entstehen beim normalen/exzessiven Gebrauch, wenn eine Lampe das Zeitliche segnet?
    • Kann der Einbau der Ersatzkomponenten vom 08/15 Anwender vollzogen werden?

    Zum Scannen von Büchern ist dieses Gerät jedenfalls noch nicht geeignet, da man diese nicht auflegen kann. Es sei denn man legt das Gerät um, was aber – Dank des Aufbaus – einer Unterlage zur Begradigung bedürfen würde.

    Die letzte Frage die sich mir stellt: Wann werden Canon & XEROX umsteigen? Denn gerade in Kopierbetrieben wäre dies sicherlich von Vorteil – wenngleich die Abzüge z.B.: mit der Docucolor 260 Reihe von XEROX schon sehr schnell vollzogen werden.

    mfg SCORPiON

  2. Patric
    schrieb am 5. Januar 2011 um 14:28 Uhr (#)

    Na ja, Foto”kopierer”, die per Blitzlampe und Rund-Objektiv Abzüge sozusagen “sofort” erstellen gibt bzw. gab es ja lange – in der Ruhr-Uni in Bochum z.B. schon seit mindestens 20 Jahren. Die Gerätegattung ist aber so gut wie ausgestorben, was vor allem zwei Gründe hatte:

    1. Die Ausleuchtung mit punktförmigen Lichtquellen war nie völlig gleichmäßig (Leuchtdichteabfall zu den Rändern hin) bzw. energieintensiv.

    2. Linsenobjektive haben physikalisch bedingt immer etwas Probleme, das Bild gleichmäßig scharf und ohne chromatische Aberation (“Farbsäume”) darzustellen – je besser die Qualität, desto teurer das Glas. :-)
    Aus diesem Grund wird bei den meisten LED- oder CCFL-Scannern heute eine streifenförmige Lichtquelle sehr dicht an das zu scannende Objekt herangeführt und dann zeilenweise mit einer Scanzeile erfasst. Da diese Scannerzeile wesentlich robuster und technisch einfacher herzustellen und zu kalibrieren ist, als ein kompletter CMOS Bildwandler-Chip, können auch billige Scanner recht scharfe und gleichmäßig beleuchtete Bilder erfassen.

    Schauen wir mal, wie gut die Ingenieure das nun mit dieser neuen Optik hinbekommen haben, interessant ist das Konzept allemale.

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