entourage eDGe im Test (2b/2):
Preis gut, Leistung gut, kaufen?
Der entourage eDGe schlägt sich wacker im Test, die Software krankt aber an manchen Stellen.
Wie im zweiten Teil zum entourage eDGe herauszulesen war, werden Studenten nur bedingt damit glücklich. Sie können handschriftliche Notizen eingeben und eBooks lesen, doch wie verhält es sich mit Internet und Office-Dateien?Für Office-Dokumente legt entourage Documents To Go der Softwareschmiede Dataviz bei. Dataviz blickt auf eine jahrelange Tradition zurück. Word oder Powerpoint auf Mobilgeräten ist seit Jahren das Kerngeschäft und das merkt der User sofort. Fast ohne Verzögerung startet Doc2Go und erlaubt das Öffnen, Editieren oder Anlegen von Word-, Excel- und Powerpoint-Dateien, auch der neuen Versionen mit .docx oder .xls Endung. Große Dokumente laden genauso schnell wie kleine, der Funktionsumfang entspricht weitestgehend dem, was man erwarten würde. Erzeugt man ein Worddokument, blickt man verstört auf einen weißen Bildschirm mit Titelleiste: Wie verflixt soll man den Text eingeben? Erst ein langer Druck auf den Menü-Button bringt die systemweit verfügbare Onscreen-Tastatur zu Tage. Auch externe USB-Tastaturen erkennt der eDGe, allerdings bevorzugt das Tastenlayout die amerikanische Belegung, obwohl im OS Deutsch als Standard vorgegeben ist und solange man das USB-Keboard nicht abzieht, sieht man die Onscreen-Tastatur nicht.
Im Internet sollte sich das Cloud-angehauchte Android wohl fühlen, und tatsächlich surft man mit rasantem Tempo durch’s Netz: Webseiten laden flink und werden korrekt vom Browser dargestellt, ein Unterschied zum PC ist kaum auszumachen, Flash bleibt aber bis zum Update außen vor. Wenn eine Webeite zu viel Text anbietet, lädt man diese mit zwei Klicks bequem auf den e-Ink-Screen und liest sie dort in aller Ruhe. Der Email-Client K9 enttäuscht: Er ist nicht in der Lage HTML-Nachrichten anzuzeigen und wirkt veraltet. Für Instant Messaging wünscht man sich Skype und ICQ, erhält aber nur Fring, das SIP und Google Talk kennt, mehr nicht (laut Webshop wurde Fring kürzlich aktualisiert, Skype & Co sind nun auch dabei). So bleibt die Webcam bis auf weiteres ungenutzt.
Der Android Market steht dem entourage eDGe nicht zur Verfügung, da die technischen Voraussetzungen wie Displaygröße nicht erfüllt werden, das liegt leider nicht in der Hand von Entourage, kümmert den Kunden aber wenig, wenn er nur eine Handvoll Software vorfindet. Wir reden hier von weniger als 70 Softwaretiteln.
Was mir sehr störend auffiel, war die fehlende Tastensperre: Wollte ich ein Buch lesen und klappte den eDGe um, so löste ich immer wieder ungewollt auf dem TFT Funktionen aus. Man muss vorher extra den Bildschirm sperren, um dem zu entgehen. Dann wieder entsperren, wenn man kurz im Netz surft und so weiter – enttäuschend, wenn man bedenkt, dass gerade die Integration der Kaufgrund sein soll.
Preislich wurde der entourage eDGE nochmals nach unten korrigiert, der neue Preis von 499 Euro ist mehr als angemessen, damit konkurriert der Zweiäugige mit dem Einäugigen, äh ich meine Zweiscreen mit dem iScreen und ist in etwa so teuer wie eine Kombination aus Android Tablet und E-Reader.
Eine Kaufentscheidung möchte ich meinen Lesern nicht abnehmen, stattdessen nochmals die Kernpunkte in Erinnerung rufen.
Studenten sind nicht die Zielgruppe, man stelle sich nur vor, ein gemeinsames Protokoll schreiben zu müssen. Soll man nun eine extra Tastatur mittragen oder den Kollegen fragen, ob er sein Notebook mitbringen kann? Auch sind die meisten Hochschulen zu sehr auf Windows-Software fixiert: Maple, Mathlab oder ProII um ein paar zu nennen werden von den Rechenzentren häufig nur für Windows angeboten.
Positiv fällt die große Lesefläche auf, die eine PDF-Seite auf voller Größe darstellt, das schnelle, verzögerungsfreie Arbeitstempo und die teilweise gute Integration von e-Ink und TFT. Alle bekannten Dokumentformate, die im studentischen Alltag anfallen, können geöffnet und bearbeitet werden. Die robuste Verarbeitung garantiert eine lange Lebensdauer, die der austauschbare Akku nochmals unterstreicht.
Wer sich dieser Nachteile bewusst ist, findet im entourage eDGe einen treuen und haltbaren Begleiter. Wer nicht auf das Update warten will und auf der sicheren Seite sein möchte, greift zu Netbook und einem extra E-Reader.
Die technischen Daten finden sich im eBook Reader Store, der ihn auch in weiß vorrätig hat.
- entourage eDGe im Test (1/2): Ein Kurztest mit ersten Eindrücken (26. November 2010)
- entourage eDGe im Test (2a/2): Detailliebe mit groben Schnitzern (9. Dezember 2010)
- entourage eDGe im Test (2b/2): Preis gut, Leistung gut, kaufen? (10. Dezember 2010)



























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Ich find das Teil super.
wo gibt es den eDGe denn für 499 Euro? Das günstigste, das ich gesehen habe, ist immer noch 539 Euro. Und das ist noch recht happig, wenn man bedenkt, dass das Ding in den USA für 499 Dollar (380 Euro) verkauft wird…
Hallo Peter,
zum Zeitpunkt der Artikelveröffentlichung war der Preis (leider nur zeitweise, wie sich jetzt heraussstellt) bei 499€. Das war ein absolut fairer Preis, ich selbst habe auch über einen Kauf nachgedacht. Doch wie du zu Recht bemerkt hast, haben die Preise wieder angezogen, schade.
Hallo Zusammen !
Also ich habe heute durch Zufall das Gerät entdeckt, auf einer e-book vorstell/vergleich Seite ! Und war laut dortiger Beschreibung , Abbildung in einem blau Ton, alles klang absolut super & Preis wurde 299,-€ angegeben !!
Und ich lese vollkommen unterschiedliches !! Kann mir jemanden bitte genaueres sagen ?? Gut, so wirklich schlecht, super, ok,….?????
Ich bin euch dankbar für schnelle & ehrliche Antworten !! Denn ich brauche dringend ein solches ähnliches gerät !! Wäre es mittlerweile so, wie besagt, dann wäre es natürlich absolut wahnsinn !! Zumindest für mich !!
Ich danke euch Allen im Voraus !!!!
lg
Mi