Diascanner Pics2SD:
Die Familienschätze konservieren

Die alten Familiendias lassen sich mit einem Scanner leicht in digitale Fotos umwandeln. Wer nicht 30 Jahre Geschichte einscannen muss, kann das mit dem Pics2SD erledigen.

Dias sind die abenteuerlichsten Familienfotos überhaupt: Wiel man sie eigentlich nur ganz selten an den berühmt-berüchtigten Dia-Abenden im Kreis der Lieben zu Gesicht bekommen hat, sind sie alle paar Jahre wieder spannend.

Das Problem ist, dass die Filmstreifen vor allem bei Lagerung in feuchten Kellern zu Pilzbefall, bakteriell verursachten Verfärbungen und Schimmel neigen. Mit einem Diascanner wie dem Pics2SD (Affiliate-Link) kann man sie einigermassen bequem digitalisieren.

Angenehm daran ist, dass der kleine Dia- und Filmscanner mit einer eigenen 3,2-Zoll-Anzeige die eingeschobenen Bilder überprüfen lässt und sie dann auf Knopfdruck scannt.

Dabei kommt eine Auflösung von 5.1 Megapixel bei 3600 dpi zum Einsatz, und die Daten werden direkt auf eine SD-Karte oder via USB-Kabel auf den PC gespeichert – man kann also mit dem Gerät am Wohnzimmertisch gemütlich scannen, ohne den Rechner daneben haben zu müssen.

Was die Qualität angeht, darf man angesichts des Preises wohl keine Wunder erwarten, und angesichts der Auflösung auch keine Bilder, die sich zum Posterformat aufblasen liessen. Die Angaben, wonach der Scan pro Dia 1-2 Sekunden dauert, halte ich auch für etwas optimistisch.

Zu diesen Schlüssen komme ich auch, weil ich soeben mit einem gemieteten Profiscanner von Nikon übers Wochenende rund 1000 Dias aus den letzten 40 Jahren gescannt habe: Mit einer Auflösung von 4000dpi und 15 Megapixeln, die recht gut, aber auch nicht umwerfend herausgekommen sind. dabei dauerte der Scanvorgang inklusive einziehen des Dias mit dem Dia-Feeder jeweils rund eine Minute. Dafür konnte ich Stapel von 50 Dias unbeaufsichtigt scannen lassen, was Vorteile hat. Allerdings kostet der Nikon Super Coolscan 5000 ED mit Dia-Feeder (Affiliate-Link) ja auch weit über 4000 Euro, und den kleinen Pics2SD (Affiliate-Link) gibts für keine 130 Euro.

Wer also die Bilder in Zukunft ohnehin nur am PC ansehen wollen wird, der kann sich getrost mit dem kleinen Film- und Diascanner behelfen. Zu beachten ist dabei, dass die maximale Diastärke 2mm betragen darf: Ich habe eben die Erfahrung gemacht, dass die alten Dias aus den Fünfziger Jahren in Metalltrahmen mit zwei Glasscheiben eingelegt und gut und gern über drei Millimeter dick sind. Also zuerst in den Keller steigen und nachsehen.

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2 Kommentare

  1. colouredwolf
    schrieb am 3. Dezember 2010 um 18:51 Uhr (#)

    früher hat der nikon neu grad mal 600 € gekostet! der beste diascanner den’s gibt!
    muss unbedingt mit silverfast software betrieben werden, dann noch ein it8 target dazukaufen, dann passen die scans!

    besser waren dann nur noch professionelle geräte ab 15.000 €

  2. Jack68
    schrieb am 4. Dezember 2010 um 11:57 Uhr (#)

    Achtung, der Pics2SD hat auf Amazon fast durchweg miserable Bewertungen bekommen! “Blaustichig, unscharf, falsch ausgeleuchtet und an einer Längsseite beschnitten”, heißt es da u.a. in einer Rezension, die ich mal stellvertretend für die anderen zitiere.

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