Speedlink Cue Multitouch-Maus im Test:
Streicheln statt drehen

Speedlink stellt jetzt eine Maus vor, die statt eines Scrollrades eine Sensorfläche besitzt – wir durften sie ausprobieren.

Speedlink Cue Multitouch-Maus

Speedlink Cue Multitouch-Maus

Das Scrollrad meiner Microsoft Arc-Maus spinnt manchmal und schiebt den Bildschirm entgegen der gewollten Richtung. Als Ersatz fiel meine Wahl auf eine Maus ohne Rad: Die “Cue” von Speedlink – und sie hat auf den ersten Blick nicht einmal Maustasten. Hat sie natürlich doch: Die linke und rechte obere Ecke agieren als solche, sogar drücken kann man sie für den authentischen «Klick». In der Mitte jedoch ist Streicheln angesagt: Einmal von oben nach unten scrollt die Seite weiter. Das geht so mühelos, dass man fast glaubt, ein Touchpad zu benutzen. Andererseits bieten die «Tasten» genügend Widerstand, dass sie nicht bei jeder kräftigeren Bewegung ausgelöst werden.

Als zweite Geste beherrscht die Maus Rechts-Links-Scrollen per entsprechendem Fingerzeig bzw. das Zurück- und Vorblättern, indem man mit zwei Fingern nach links bzw. rechts über die Mausoberfläche streicht. Die Erkennung und Unterscheidung zwischen einem oder zwei Fingern klappt gut.

Speedlink Cue erkennt einfache Gesten

Speedlink Cue erkennt einfache Gesten

An die tasten- und radlose Bedienung auf einer völlig ebenen Fläche muss man sich aber erst gewöhnen. So ist der Doppelklick etwas schwerfälliger, weil ja immer die ganze Fläche nach unten gedrückt werden will. Auch ist die unverkrampfte, von den übrigen unabhängige Bewegung zweier Finger einer Hand nicht jedermanns Sache – weswegen ich auch Multitouch nicht in jedem Fall für der Weisheit letzter Schluss halte. Probieren Sie das mal: Die fünf Finger der Hand auf die Tischplatte legen, und zwei davon von rechts nach links bewegen. Sehen Sie…?

Weitere Gesten wie z. B. den Zoom durch Auseinanderziehen von zwei Fingern kennt die Cue übrigens nicht – ich vermisse sie nicht, aber die Bezeichnung «Multitouch» für die Maus ist dann vielleicht doch etwas zu hoch gegriffen. Per Treiber von der Mini-CD (die bei PCs mit Einzugslaufwerk einen Adapter benötigt) können Sie die Gesten auch anders festlegen.

Speedlink Cue USB-Dongle

Speedlink Cue USB-Dongle

Als Sender für die kabellose Maus dient übrigens ein winzig kleiner USB-Dongle, der grad mal so groß ist, dass er zum Wieder-Rausziehen aus dem Gehäuse ragt. Bei Nichtgebrauch kann man die Maus ausschalten, was aufgrund der roten Leuchte auch sinnvoll erscheint.

Die Speedlink Cue (Affiliate-Link) ist in verschiedenen Metallic-Tönen zum Preis von ca. 40 Euro erhältlich. Sie ist nur mittelgroß, wer also lieber eine große Maus haben will, muss sich umgewöhnen oder ein anderes Eingabegerät wählen. Und am Mac funktioniert sie offensichtlich nicht («isch ‘abe keinen Mäc» zum Ausprobieren, und auf der Verpackung steht nur Windows). Aber die haben ja ihre eigenen Multitouch-Eingabegeräte…

 

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2 Kommentare

  1. Windoof ist lediglich eine “billige” Kopie von MacOS, warum sollte sich das bei den Peripheriegeräten ändern. :-)
    Grüsse Flo

  2. Nun fehlt noch, daß man die Bewegungsenergie der Mausbewegungen und des “Rades”, wie auch der Klicks nutzt, um die Maus damit zu betreiben.

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