Citta Kee4:
Vier Tasten für das ganze Alphabet
Citta hat eine Vision, das ganze Alphabet mit nur vier Tasten schreiben zu können.
Schauen wir uns mal kurz im Büro um: Wie viele beherrschen das 10-Fingersystem? Etliche Kollgen benutzen doch meist nur die zwei Zeigefinger um ihre Texte zu verfassen – in Ämtern reicht diese Geschwindigkeit vielleicht aus. Die Firma Citta überfordert ihre Kunden somit nicht, wenn sie die Anzahl auf vier erhöht: Eine Hand soll ausreichend sein, um das ganze Alphabet nebst Sonderzeichen und Zahlen schreiben zu könnnen. Derzeit sucht sie Investoren für das patentierte 4-Finger-System, welches den Namen Kee4 trägt.Es sieht aus wie ein Tastaturschnippsel mit vier Tasten, an der eine Lasche für den Daumen hängt. So soll es möglich sein, in der Luft zu schreiben, für höhere Geschwindigkeiten legt man das kurze Brett auf eine feste Unterlage – das kann auch der Oberschenkel sein. Die häufig vorkommenden Vokale A und E erhalten eine eigene Taste, alle anderen Zeichen müssen über maximal zwei Tastenkombinationen erzeugt werden – munteres Drauflostippen ist damit unmöglich.
Citta unterscheidet zudem zwischen zwei Druckbewegungen, einer sogenannten «wippenden» und einer «rollenden» Kombination. Wippend bedeutet: Taste1 (T1) drücken, halten, Taste2 (T2) drücken, loslassen, Taste1 loslassen. Analog entspricht rollend der Kombination T1 halten, T2 halten, T1 los, T2 los. Ähnlich dem Morsecode müssen alle Kombinationen auswendig gelernt werden, um einen Text flüssig schreiben zu können.
Die Zielgruppe sollen Smartphone- oder Tablet-Nutzer sein, die keine Lust haben schwere, sperrige Tastaturen herum zu tragen. Dazu verbindet man sich mittels Bluetooth HID-Profil, Treiber sollen nicht notwendig sein.
Heutzutage kennen die Meisten noch nicht einmal ihre meist gewählten Telefonnummern. Angeblich gibt es mit dem Dvorak-Tastenlayout auch eine ergonomischere Art zu schreiben, trotzdem ist die Anzahl der Nutzer gering. Wie man da auf die Idee kommen kann, ein Smartphone-Besitzer wäre bereit, sich eine Liste von Kombinationen zu merken, mithilfe derer er eventuell etwas schneller schreibt als mit einem Onscreen-Layout, ist mir schleierhaft. Eventuell sind körperlich eingeschränkte Personen dankbar für dieses Projekt.
Eine grafische Demo und ein PC-Demoprogramm findet man bei Citta.


























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27. November 2010 um 11:36
Verdammt langsam, mit dem Teil bräuchte ich bestimmt 20min für diesen Beitrag……
27. November 2010 um 18:20
interessante sache, aber wie schon angemerkt wirgendwie zu langsam :-(
27. November 2010 um 18:39
ist ja ganz lustig anzutesten im demo editor.
ABER: die german umlauts fehlen ganz :-(
29. November 2010 um 19:43
Bitte was?
Ein deutschsprachiger Blog erwähnt Dvorak, das Layout das bzgl. der Ergonomie in der Kritik steht und verschweigt dem Leser das Neo2 Layout?
Bitte schaut mal hier ;-)
http://www.neo-layout.org/
29. November 2010 um 19:50
Danke für den Hinweis, das ist vollkommen richtig. Da aber Neo oder Neo2 noch unbekannter sind als Dvorak, wurde das hier stellvertretend genutzt. Immerhin ist das Layout auch bei Linux und Windows von Anfang an dabei.
Abgesehen davon läßt die Kee4 deutsche Umlaute noch vermissen, was die Erwähnung von Dvorak doch legimiert, nicht wahr ;)