Motorola:
Kein Update für dieses Handy
Motorola hat den Updateplan für seine Android-Handys bekannt gegeben. Einige Kunden werden sich ärgern.
Die Fragmentierung auf dem Android-Markt nimmt weiter zu. Auch wenn Google versucht, die Hersteller zu animieren, die neusten Versionen möglichst schnell auf die Handys zu übertragen, lassen sich einige Hersteller und Provider jede Menge Zeit. Android 2.2 ist seit dem Sommer auf dem Markt, doch nur die neusten Smartphones haben es schon aufgespielt. Der Rest der User wartet und wartet und wartet. Motorola hat jetzt klar gestellt, welche Handys wann in den nächsten Monaten auf Android 2.2 hofffen dürfen. Doch bei einem relativ neuen Smartphone, wird es erst gar kein Update geben:
In Röhre schauen Besitzer des Motorola Milestone XT720, das erst seit Juli in Deutschland auf dem Markt ist. Motorola hat bestätigt, dass es für dieses Handy kein Update auf Android 2.2 oder die in den nächsten Tagen erscheinende 2.3-Version geben wird. Das XT720, immerhin mit einem 720 MHz Prozessor ausgestattet, wird also sehr schnell veralten, es sei denn, man führt das Update selber durch, indem man das Telefon rootet.
Ebenfalls ohne Update bleibt das Motorola Backflip, das sogar noch mit Android 1.5 klar kommen muss. Neuere Applikationen werden also nicht laufen.
Das ein Jahr alte Milestone soll gegen Ende des Jahres mit Android 2.2 ausgerüstet werden, das gerade erschienene DEFY muss aber bis zum zweiten Quartal, also vermutlich bis Mai/Juni 2011, auf das Update warten. Bis dahin soll in den USA schon Android 3.0 erschienen sein. Das ist mehr als ärgerlich, zumal sich der schleppende Service von Motorola nur auf den europäischen Markt bezieht. In den USA werden die Updates deutlich schneller freigegeben.
Dem User bleibt also nur die Möglichkeit, sein Telefon zu rooten, was aber nun auch nicht Sinn der Sache sein kann. Dass die Updates nicht schneller kommen liegt einerseits an der Sprachversion, andererseits an den eigenen GUIs wie Motoblur, die die Hersteller einsetzen. Die müssen mit jedem Android-Update angepasst werden.
Nicht unschuldig sind auch die Provider, die die Android-Software anpassen. Mal wirft man das Tethering raus, mal fummelt man in den Netzwerkeinstellungen rum, was bei einem Update dann auch übernommen werden muss. Für die Entwickler von Applikationen ist diese Fragmentierung ärgerlich, denn sie müssen ihre Programme für alle Versionen anpassen. Die Abwärtskompatibilität ist zwar so schlecht nicht, dafür blähen sich die Programme dank altem Programmcode weiter auf.
Ankündigung von Motorola.





















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Lächerlich – miserables (amerikanisches?) Marketing, welches schlussendlich der Sache der OS-Alternativen zu Apple, Symbian etc. nicht dienlich ist. Mittelfristig wird nur der Hersteller mit Android glücklich werden, der speditiv Updates nachliefern kann. Motorola scheint zum zweiten Mal den Anschluss zu verlieren – und erst noch selbstgebacken.
Wozu auf Motorola warten?
Update downloaden und auf Handy installieren, Fertig.
Das ganze erinnert mich an die Entstehungsgeschichte von Six Sigma (von Motorola entwickelt), als 1979 ein leitender Mitarbeiter von Motorola bei einem Managementmeeting aufstand und erklärte: “Das eigentliche Problem bei Motorola ist, dass unsere Qualität zum Himmel stinkt!”
Seitdem hat sich wohl scheinbar nichts mehr geändert. Damit meine ich aber jetzt nicht die Qualität der Handys, sondern die des Marketings.
Ich weiß immer noch nicht, was es da immer zu bemängeln gibt.
1. Da kommt ein Handy auf den Markt, mit einem darauf installiertem Betriebssystem … fertig.
– war bei Symbian und all den anderen schon immer so.
wenn es ein Software-Update geben sollte – SUPER – aber deswegen hat doch hoffentlich niemand zuvor das Handy-Modell gekauft?
2. Handy´s direkt von Google sind IMMER UP-TO-DATE – dass weiß auch jeder .. also … wem DAS wichtig ist, der weiß dann hoffentlich auch, welches Handy er sich dann eben zulegen muss.
Bei allen anderen ist´s halt nur ein (nicht versprochenes) Bonbon für die Kunden. ( und klar – da sollten die Hersteller sich schon etwas mehr bemühen)
Und früher wurden auch noch Hexen verbrannt und mit Kohleofen geheizt. Das ganze nennt sich Fortschritt und nur weil es früher anders war heißt das nicht, dass es heutzutage auch so sein muss
Schönes Eigentor hat sich Motorola da wieder mal geschossen, dümmer geht’s nimmer. Die Stimmung in den Foren ist regelrecht am kochen, es gibt kaum einen XT720-Besitzer, der, sollte Motorola keinen Rückzieher machen, jemals noch ein Gerät dieser Marke kaufen wird. Rechnet man das auf den statistischen Durchschnitt hoch, dass unzufriedene Käufer im Schnitt 5 andere potentielle Käufer vom Kauf eines Produktes abhalten, und das auch noch über mehrere Jahre, wird das Ganze für Motorola *richtig* teuer.
Manchmal frage ich mich, was für Dummköpfe an den entscheidenden Stellen das Zepter schwingen – und wie sie dahin gekommen sind…