Samsung Galaxy Tab im Test (3/4):
Erlebnisse und Fakten

Wie lässt sich das Samsung Galaxy Tab im Alltag nutzen? Und wie nicht? In diesem Test-Teil geht es noch einmal um den Alltag und die Praxis.

Samsung Galaxy Tab 3/4
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Was kriege ich «out-of-the-Box», wenn ich mir das Samsung Galaxy Tab (Affiliate-Link) kaufe? Die Kritik, dass in den letzten beiden Posts Punkte angesprochen wurden, die das Betriebssystem Android und nicht eigentlich Samsungs Gerät betreffen würden, blieb nicht ungehört. Allerdings bin ich der Meinung, dass mir als potenzieller Kunde der wie in meinem Fall unter Umständen noch gar nie mit einem Android Handy in Berührung kam, ziemlich egal sein dürfte, wer für welchen Teil des Geräts verantwortlich ist:

Ich kaufe ein Gerät und erwarte, dass das meine Anforderungen erfüllt. Aus dieser Sichweise habe ich das Gerät betrachtet.

Oberfläche: Suboptimale Ausgangslage
Um diese Anforderungen, die man allgemein an ein solches Tablet stellt, zu erfüllen, hat das Galaxy Tab eine eher suboptimale Ausgangslage. Dass das eingesetzte Betriebssystem Android 2.2 noch nicht so ganz für die Verwendung in Tablets optimiert ist, konnte man schon in den vorigen zwei Teilen zwischen den Zeilen lesen.

Ein potenzieller Käufer hat einige Grundbedürfnisse: er will surfen, mailen, Videos gucken, Musik hören, Youtube anzapfen und vielleicht auch Termine planen, Bücher lesen oder gar Spiele spielen. Dass ich meine Musik und Lieblingsvideos selbstständig auf das Teil laden und meine Bücher und Spiele von Hand aussuchen muss, das scheint logisch. Wer nicht ein Technik-Geek ist, wird aber nicht gleich von Beginn weg auf die Idee kommen, dass er sich seine Apps wie zum Beispiel für die Agenda, E-Mails und so weiter besser “selber zusammensucht”. Um das Tab also richtig effizient, oder: geschäftlich zu nutzen, muss ich mir meine Palette an Apps also am besten von Beginn weg zusammenstellen.

Sicher, mit weiteren Tablets, die auf Android aufbauen und in absehbarer Zeit verfügbar sein sollen, ist zu erwarten, dass das Betriebssystem für diese Verwendung weiter optimiert wird. Das wäre eine sehr wünschenswerte Entwicklung. Denn im Status quo sind die allermeisten Apps noch absolut nicht auf die Nutzung mit trendigen Gadgets ausgelegt. Und wer weiss, vielleicht laufen die nächsten Tablets sowieso gleich auf Googles Chrome OS.

Apropos Betriebssystem: Taskmanager und Einstellungen
Iich habe indessen auch positive Punkte entdeckt, die man korrekterweise eigentlich dem Betriebssystem zuordnen müsste: nämlich den Taskmanager, den ich als sehr informativ und übersichtlich empfinde und die Statusleiste, die man in jedem Moment (vorausgesetzt man hält das Tablet im Hochformat) aufrufen kann.

Das geschieht nämlich, indem man den Balken am oberen Bildschirmrand nach unten zieht. Mag sein, dass das auch auf anderen Android-Geräten so funktioniert, bei der Verwendung mit dem Galaxy Tab ist mir dies jedenfalls sehr positiv aufgefallen. Fällt nämlich das WiFi-Netz, das doch eigentlich verfügbar sein und verwendet werden sollte, wieder einmal aus, findet man da rasch Hilfe; Emails werden gleich “zitiert”, laufende Programme angezeigt.

Oder, fast noch wichtiger: macht man den Fehler und stellt die “automatische Helligkeit” ein, kann man diese dort rasch wieder ausschalten und manuell einstellen. Weil genau das ist der einzige, gehbare Weg, wie sich schon nach wenigen Minuten mit dem Tab herausstellte. Die automatisch angepasst Helligkeit wechselt viel zu schnell – und oft auch ohne einen logischen Grund. So kann es locker vorkommen, dass die Umgebung konstant hell ist und das Display auf einmal abgedunkelt wird. Und so wird aus dem Vergnügen viel zu schnell Anstrengung. Daher ein Tipp: ausschalten.

Es werde Licht – oder eben auch nicht

Ähnlich unangenehm wie die Sache mit der automatisierten Helligkeitsanpassung sind die vier Menubuttons am unteren Rand des Tablets. Ich habe die Problematik in einem der letzten Posts schon einmal erwähnt, möchte der Vollständigkeit halber noch das Bild nachliefern. Nutzt man das Tab nämlich bei Nacht, beispielsweise, während man sich den Weg durch eine dunkle Gasse zum Hotel zurück sucht oder man ganz einfach vor dem Einschlafen noch ein Gute-Nacht-Youtube-Filmchen gönnen will, muss man sehr genau wissen, wo man das Gerät streicheln muss, um wieder ins «Home» zurück zu gelangen. An einem Mobiltelefon sind sie wesentlich leichter mit einer Hand zu finden – am Tablet passt das dann nicht mehr so: Die vier Touch-Buttons am unteren Ende sieht man bei Tag ganz gut, nachts verschwinden sie aber. Das ist sicher kein Killer-Argument, wen es um den Kauf geht, ist mir aber (negativ) aufgefallen und landet darum hier.

Ein Wort zum Lautsprecher
Wenn ich noch ein Wort zu den eingebauten Lautsprechern (oder dem Lautsprecher?) sagen sollte, dann würde ich “naja” wählen. Die Qualität und die Lautstärke reichen gewiss aus, um einen guten Freund oder den Bürokollegen ein neues Filmchen oder den neusten Song zu zeigen, und mehr wird ja wohl meist auch kaum erwartet. Mehr ist nämlich in meinen Augen, oder besser: Ohren – auch nicht drin. Aber es reicht. Und für den eigenen Mediengenuss gibt dann ja immer noch die Kopfhörer oder die heimische Stereoanlage.

Stromversorgung: USB und doch nicht USB

Das mitgelieferte Kabel, das im ersten Moment vor allem für die Stromversorgung zuständig ist, hat auf der einen Seite zwar einen normalen USB-Stecker, auf der anderen aber einen exotischen 30-Pin-Adapter. Was also bei der Konkurrenz oft bemängelt wurde, hat man nun auch bei Samsung so gemacht. Und selbstverständlich ist der eigene Anschluss auch so gebaut, dass er sich nicht mit der Konkurrenz verträgt. Jedenfalls noch nicht. Was mit dem Anschluss künftig alles geplant ist, steht bisher noch in den Sternen. Zum Synchronisieren wird am Samsung Galaxy Tab (Affiliate-Link) jedenfalls der Weg über das WiFi-Netz gewählt, was ja auch ganz praktisch ist.

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3 Kommentare

  1. Naseweiss
    schrieb am 23. November 2010 um 00:55 Uhr (#)

    also ich kann mich nur den anderen anschließen dein test ist nicht so ergiebig. das bisherige hätte man in einem artikel zusammenfassen können, geht euch der stoff aus? oder wirst du pro wort bezahlt?

  2. Husten
    schrieb am 23. November 2010 um 11:37 Uhr (#)

    Naja ich geb auch mal meinen Senf dazu.

    * die automatische Helligkeitsanpassung ist ein Feature, dass den Stromverbrauch veringern soll. Und ist mit einem Knopfdruck deaktiviert wenn man es nicht viel. Keine Ahnung wie man das in einem Test als negativ darstellen kann.
    * also wenn ich mein Tab im Querformat halte und auf dem Kopf oder im Handstand, die Statusleiste ist immer da und lässt sich immer runterziehen.
    * Die Knöpfe die man im Dunkeln nicht findet *g* einfach mal drüberstreichen, sobald man einem zu nahe kommt, leuchten alle schön hell auf.
    * und zu guter letzt, wenn man versucht die Soundqualitäten runterzumachen, könnte man auch gleich mal erwähnen, dass dem Tab 2! Headsets beiliegen, eins mit Kabel und eine Bluetoothversion. Das Ding ist keine Anlage sondern ein Tab mit dem man auch telefonieren kann.

    Ansonsten kann ich meinem Vorposter nur zustimmen, der Inhalt des Tests lässt sich in 3 Sätze zusammenfassen. Ich weiss auch nicht ganz genau was das soll. Das Ding ist seit ein paar Wochen auf dem Markt, im Netz finden sich ca. 244372 ausführliche Tests. Wer sollte sich nun für noch einen Test interesssieren, der nicht im Ansatz ausführlich ist und sich über Wochen hinzieht? Wer n Tab will geht ins Netz, stöbert durch etliche Reviews und entscheidet sich dann und kauft.

  3. Hier
    schrieb am 25. November 2010 um 18:33 Uhr (#)

    Bei diesem Test !fühlt! man regelrecht den iPad Liebhaber.

    Obwohl Du eigentlich tatsächlich versuchst ehrlich an diesen Test-vergleich heranzugehen – sind alle, aber auch wirklich ALLE Punkte immer aus der Sicht eines in “Sein” Gerät VERLIEBTEN Users gewichtet.

    Bei etwas anderer Betrachtung – erkennt man, dass das Samsung Pad – für jemanden, der etwas in diese Richtung sucht! — um Welten! besser geeignet ist als der “Sofa-Table” iPad.

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