Samsung Galaxy Tab im Test (Teil 1):
Der erste Eindruck zählt
– augenfällige Fakten

Eine billige Kopie oder eine neue Innovation? Das 7-Zoll-Tablet von Samsung, das Galaxy Tab, hat bestimmt von beidem etwas.

Die Front des Samsung Galaxy Tab
Die Front des Samsung Galaxy Tab
Wie im richtigen Leben ist es auch bei einem neuen Gerät nicht anders: Der erste Eindruck zählt. Und da hat es das Samsung Galaxy Tab (Affiliate-Link) von Samsung gewiss nicht leicht. Man mag vom iPad, dem Multitouch-Tablet von Apple, halten was man will, aber dass es neue Masstäbe setzt, darauf muss man sich wohl einigen. Und in der Disziplin Tablet geht der Innovationsbonus wohl oder übel einmal mehr nach Cupertino.

Jeder, der nach einem offensiven Trendsetter ein Konkurrenzprodukt auf den Markt bringen will, hat ein grosses Problem: So gut dieses neue Produkt auch sein mag, es wird grundsätzlich als Kopie angesehen und muss dem knallharten Vergleich mit dem «Original» standhalten. Mit dieser Ausgangslage sieht sich derzeit auch Samsung konfrontiert. Und die Frage, ob das Galaxy Tab nur eine billige Kopie oder allenfalls doch eine neue Innovation ist, lässt sich kurz und bündig und vor allem recht oberflächlich leicht beantworten: Das Tab hat von beidem etwas.

Als Tester unvoreingenommen zu sein scheint bei diesem Produkt so gut wie unmöglich. Auch wenn ich noch nicht all zu oft mit einem iPad hantieren konnte, dann doch schon oft genug, um beim Testen des Galaxy Tabs einige augenfällige Unterschiede auf den ersten Blick zu entdecken. Und um es gleich vorweg zu nehmen: Nicht alle diese Unterschiede sind zugunsten des galaktischen Tablets zu werten.

Im ersten Teil dieser Testserie werde ich die augenfälligsten Eigenschaften, aber vor allem auch die sichtbarsten Unterschiede zum grossen Vorbild vorstellen. Ein weiterer Teil wird sich alleine dem Handling des Galaxy Tabs widmen und zum Schluss werde ich mich an ein Fazit heran wagen.

Material
Von Apple ist man sich Glas und Aluminium gewohnt, das setzt Massstäbe. Samsungs Kunststofflösung wirkt dagegen aufs Erste gleich schon etwas einfacher und deutlich weniger edel umgesetzt. Stellt sich die Frage, welches Gerät robuster ist gegen Kratzer, Sprünge und Abnutzung. Auswirken dürfte sich dieser Unterschied hingegen positiv auf das Gewicht.

Grösse
Bei der Verpackung ist der Grössenunterschied noch nicht ganz so erheblich, wie wenn das Gerät ausgepackt ist. Die zwei Zoll Differenz fallen ins Auge – und einmal mehr ins Gewicht. Obwohl die Auflösung der beiden Kontrahenten aber verblüffend nahe beieinander liegt (iPad: 1024 x 768 Pixel, Galaxy Tab: 1024 x 600), kriegt man aber, auch auf Grund der Gestaltung auf dem 7-Zöller von Samsung, gefühlt wesentlich weniger zu Gesicht.

Darstellung
Während Apple seine 9 Zoll voll und ganz ausschöpft und Inhalte auf dem verhältnismässig grossen Display wunderbar ordnen und präsentieren kann, scheint das Samsung Tablet, vielleicht auch wegen noch fehlender Optimierungen für diese Grösse von Display seitens Betriebssystem, wie ein vergrösserter Smartphone-Bildschirm zu sein. Ob Einstellungen, Android Market, Youtube oder Twitter, viele Applikationen sind noch auf die gesamte Bildschirmbreite ausgelegt und können sicher noch optimiert werden. Eine solche Optimierung hat man offenbar mit dem Kalender versucht – vielleicht ist der Platz aber doch etwas zu eng.

Physische Knöpfe
Zum Einschalten und zum Ändern der Lautstärke gibt es an der Seite des Galaxy Tabs physische Knöpfe. Die restlichen Buttons (beispielsweise den Home-Button oder die Suche) gibt es zwar ebenfalls ausserhalb des Bildschirms, sie reagieren aber nur auf Berührung. Im Gegensatz zum iPad, bei dem man den Home-Button ertasten und dann drücken kann, sollte man hier den richtigen Button besser auf Anhieb erwischen.

SIM-Karte und Micro-SD-Slot
Gleich neben dem Slot für die SIM-Karte (in normaler Grösse, übrigens) befindet sich der vielversprechende Slot, der den internen Speicher durch den Einsatz von Micro-SD-Karten erweitern lässt.

Telefon
Das Galaxy Tab hat ein integriertes Telefon mit dabei. Neben normalen Telefonaten werden auch Videoanrufe unterstützt. Ohne Headset stelle ich mir das allerdings recht lustig vor, mit einem solchen Teil am Kopf durch die Strassen zu gehen.

Flash
Auch wenn Flash-Inhalte auf Webseiten massiv ruckeln und zucken, Flash wird unterstützt. Punkt. Praktisch, aber nicht nur schön.

Nicht alles, was sich vom Erstling unterscheidet, ist grundsätzlich schlecht. Ein Konkurrenzprodukt zu lancieren zeugt immer auch von einer ganzen Menge Mut und Glauben in die eigene Kreation – und das soll nicht unterbewertet werden. Im nächsten Artikel widmen mir uns einzig und allein dem Samsung Galaxy Tab (Affiliate-Link) wie es leibt und lebt und zeigen was es kann und ob es unter den Weihnachtsbaum gehört.

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19 Kommentare

  1. Jürgen
    schrieb am 15. November 2010 um 21:03 Uhr (#)

    Tablet Computer gab es doch schon vor dem Apple Tablet, von Archos z.B., hat halt damals kaum einer Notiz von genommen. Die waren sicher zu preiswert.

  2. dichtung
    schrieb am 15. November 2010 um 21:19 Uhr (#)

    Ich gebe Jürgen irgenwie recht. Manch einer (vielleicht sogar viele) verbinden bei einem Tablet Computer einen hohen Preis automatisch mit einer hohen Qualität und einem Nutzerfreundlichen Handling.

  3. Bruxbart
    schrieb am 16. November 2010 um 00:33 Uhr (#)

    Tja, es wird sicher noch eine lange Zeit dauern bis andere Anbieter an die Klasse eines iPad ranreichen, das liegt meiner Meinung einfach an dem großen Appstore und an dem einzigartigem Display mit einer grandiosen Bedienung.
    Apple hat halt eben schon durch die diversen iPhones sehr viel Erfahrung gesammelt, das iPad ist ja nicht viel mehr als ein “großes” iPhone nur ohne Telefon Funktion.
    Und ja, mittlerweile bin ich auf iPad und iPhone umgestiegen. Habe mich aber auch lange gegen die Phones von Apple gewehrt, muss aber sagen das die Dinger einfach funktionieren, was ich von meinem HTC leider nicht so sagen kann. WinMobile war allerdings auch nicht so der bringer.
    Bin aber gespannt wer es mal schafft Apple den Rang abzulaufen ;)

  4. kristijan kroflin
    schrieb am 16. November 2010 um 01:09 Uhr (#)

    Gibt es aktuell auch alte Innovationen?

    1. Ralf Geschke
      schrieb am 16. November 2010 um 15:26 Uhr (#)

      Genau DAS habe ich mich auch beim Lesen der Überschrift und wiederholt im Text gefragt! ;-)

      Ansonsten – nur 7″, preislich im Vergleich zum iPad auch nicht wirklich attraktiv, mir fällt kein guter Grund für das Galaxy Tab ein.
      Bei einem Display von 9 bis 10″, geringerem Gewicht, Android 3.0, gutem Design, und einem Anschaffungswiderstand von max. 350 € würde ich mir den Kauf eines weiteren Pads/Tabs überlegen…

      Beste Gruesse,
      Ralf

    2. Husten
      schrieb am 16. November 2010 um 15:31 Uhr (#)

      “nur 7 zoll” naja ich würde mal sagen die auflösung und die qualität des displays ist wichtig um was zu erkennen, und nicht die grösse. grösser ist nicht gleich besser. naja ab einem gewissen alter augentechnisch halt schon ;)

      das galaxy hat die gleiche breite (pixeltechnisch) wie das ipad, der screen ist erstklassik. also wenn man kein problem mit kleinerer schrift hat, gibt es keinen unterschied, was den komfort angeht.

      vg

  5. Husten
    schrieb am 16. November 2010 um 11:48 Uhr (#)

    Also wir sind hier zu zweit im Büro, ich ein Onlinefuzzi, der andere ein Apple-Fanboy-Printdesigner. Er hat ein iPad und ich seit 2 Tagen des GalaxyTab.

    Und wir müssen beide sagen, dass technisch nicht wirklich eins von beiden irgendwelche Vorteile hat, wir haben sogar versucht einen AppStore Contest zu starten “Wer als erstes einen RSSReader installiert hat, der mehrere Feeds gleichzeitig listet. 1…2…los” und haben keinen wirkliche Sieger ermitteln können.

    Wie untechnisch das nun auch klingt, wir würden beide aus einem Grund das Samsung bevorzugen: Man kann es wirklich mit sich rumschleppen, ohne eine Tasche dabeihaben zu müssen. Das iPad ist so gross, dass man da auch gleich einen flachen Laptop nehmen könnte. Ich hab mein Samsung immer in der Innentasche, das ipad liegt meistens im Büro rum und wird schon garnicht mehr mit heimgetragen.

    Aber wie gesagt, Geschmacksache.

    1. windowsmobile6.5forever
      schrieb am 16. November 2010 um 14:22 Uhr (#)

      Ja das iPad ist wirklich nicht sehr mobil. Für mich ist das iPad ein Couch-Computer und Photoshoting-Sofortbildbetrachter. Unterwegs ist nur das Smartphone mobil genug. Alles was nicht in den Hosensack passt bleibt zuhause… ausser man mag Taschen und Rucksäcke!

  6. El Capitano
    schrieb am 16. November 2010 um 22:50 Uhr (#)

    Ich muss schon sagen, was ist das denn bitte für ein Testbericht? völlig unkompetent. Beim lesen hab ich mich immer wieder gefragt warum der Autor immer bei den wichtigen Dingen aufhört, technische Details zb. fehlen komplett!! so kann doch kein Testbericht aussehn..
    Also wenn man schon ein Bericht schreibt dann hätte man (auch wenn man die Geräte nicht zu Hand hat) doch einfach mal googln können um Fakten zu sammeln..
    ..Und das für ein Blog in der Chartliste ganz oben..hätt ich nicht gedacht

    1. Bruxbart
      schrieb am 17. November 2010 um 13:52 Uhr (#)

      Na, mach mal halblang,
      Der Verfasser des Berichts hat doch geschrieben:

      1.)”Samsung Galaxy Tab im Test (Teil 1)”

      2.)”Der erste Eindruck zählt
      – augenfällige Fakten”

      also ist noch Spielraum für Technische Details….und Teil 2 wird noch folgen…nehm ich mal an ;)

      Und so wie sich der Bericht liest, mutmaße ich mal das es seine Meinung war die er verfasst hat, also würde ich es nicht als inkompetent beschreiben.

      Aber ich nehme an das Sie es besser können, also bitte, bin gespannt!

    2. Schreibt hier auf dem Blog Peter Sennhauser
      schrieb am 17. November 2010 um 18:36 Uhr (#)

      Unsere Testberichte waren und sind Erfahrungsberichte von Anwendern für Anwender. Technische Daten kannst Du überall selber ergoogeln, was sollen wir da testen? Wenn Du Tabellen von Labortests magst, die kriegste im Zeitschriftenhandel ab 12 Euro aufwärts pro Heft.
      Ich für mein Teil will vor allem wissen, wie sich ein Gerät anfasst, ob es in die Jackentasche passt und welche Nachteile einem erst nach drei Tagen Gebrauch auffallen.

      Offensichtlich geht es vielen Lesern auch so, sonst wären wir nicht in den “Charts”.

  7. rollad
    schrieb am 17. November 2010 um 00:06 Uhr (#)

    Ich kann dem Kommentar von windowamobile6 nur zustimmen. Das i-Pad ist etwas für Unersättliche, die auch in ihrem Urlaub kein Abstand lassen können.

    1. windowsmobile6.5forever
      schrieb am 17. November 2010 um 12:20 Uhr (#)

      Nun ich habe ein iPad ;-)
      Da hast du mich wohl etwas falsch verstanden. Das iPad ist örtlich (innerhalb der Wohnung oder Arbeitsplatz) eine gute Sache, aber leider nur dort.

    2. Husten
      schrieb am 17. November 2010 um 12:22 Uhr (#)

      oder du gehörts zur generation “umhängetasche” ;)

  8. el capitano
    schrieb am 17. November 2010 um 17:56 Uhr (#)

    @Bruxbart: ich habe dem Autor schon geschrieben und mich entschuldigt, da ich tatsächlich übersehn habe: 1ter Teil(;!! ..Dann ändert sich natürlich auch alles..ansonsten aber hätte ich schon mit meiner Meinung recht wenn das ein komplett Bericht !wäre!

    Also tief durchatmen, war mein Fehler.

  9. Schreibt hier auf dem Blog Adrian Nussbaum
    schrieb am 17. November 2010 um 18:13 Uhr (#)

    Erst einmal ein herzliches Dankeschön für die zahlreichen Rückmeldungen. In der Tat habe ich mit dem ersten Artikel erst an der Oberfläche gekratzt. Der zweite Teil wird sich um das Handling und ein paar Erfahrungen und Eindrücke aus den ein paar Tagen Galaxy Tab im Alltag drehen.

    Für konstruktive Kritik, Wünsche und Anregungen bin ich aber selbstverständlich offen. Technische Spezifikationen beispielsweise werde ich der Vollständigkeit halber gerne noch einmal wiederholen, auch wenn sie bereits an anderen Orten mehrfach erwähnt wurden.
    Wer also noch Wünsche oder Fragen hat, darf sich gerne im Rahmen eines Kommentars an mich wenden.

    1. Manuel
      schrieb am 17. November 2010 um 22:09 Uhr (#)

      Ich finde es gut wenn ihr von persönlichen Erfahrungen berichtet. Die technischen Daten haben Interessierte eh schon auf der Website des Herstellers nachgelesen.

      Erfahrungen sind wichtig für eine Kaufentscheidung. Das Folio 100 hat ja laut den technischen Daten einen guten Touchscreen, in der Praxis sei er allerdings unbrauchbar.

      Sehr freuen würde ich mich über Vergleichstests der jetzt (hoffentlich) bald erscheinenden Android-Tablets. Archos 101, Folio 100…

  10. apollus
    schrieb am 17. November 2010 um 23:19 Uhr (#)

    Leider vermisse ich in dem Bericht eine abschließende Empfehlung: ” to buy or not to buy” ? Aber vielleicht darf eine solche aus Wettbewerbsgründen auch nicht gemacht werden.

  11. Schreibt hier auf dem Blog Adrian Nussbaum
    schrieb am 18. November 2010 um 06:49 Uhr (#)

    @apollus Steht doch oben im Text: «…und zum Schluss werde ich mich an ein Fazit heran wagen». Das ist erst der erste Teil, da kommt noch der eine oder andere Hinweis. Und vor allem ein Fazit zum Schluss – aber erst zum Schluss.

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