Aram Bartholl Dead Drops:
USB-Stick als toter Briefkasten

Der Künstler Aram Bartholl hat in den letzten Wochen ein Peer-to-Peer Filesharing-Netz in New York aufgebaut, das im Moment aus 5 eingemauerten USB-Sticks besteht, die als “Dead Drops”, als tote Briefkästen dienen.

Coole Idee von Aram Bartholl, einem Künstler, der mit seinen Werken vor allem eine Frage beantworten will: „In welcher Form manifestiert sich die Netz-Daten-Welt in unserem Alltag-Lebens-Raum?“ Seine neueste Installation verteilt sich über New York und besteht im Augenblick aus fünf USB-Sticks.

Er hat sie an leicht zugänglichen Stellen an öffentlichen Orten so eingemauert, dass nur der Stecker zu sehen ist. Jeder kann seinen Rechner anschließen, Daten abladen und nachsehen, was andere auf dem USB-Stick hinterlassen haben. So wird jeder USB-STick zum digitalen Dead Drop oder toten Briefkasten

Aram Bartholl Dead Drops
Fotostrecke starten: Klick auf ein Bild (7 Bilder)


Auf jedem Stick ist eine readme.txt Datei, die das Projekt erklärt. Aram Bartholl will das Projekt erweitern und auch auf andere Städte ausdehnen, außerdem soll demnächst eine Anleitung folgen, wie man seinen eigenen toten Briefkasten am besten einrichtet.

Eine spannende Sache, auch wenn es sicher ein wenig Abenteuerlust erfordert, seinen Rechner mit einem öffentlich zugänglichen, in der Wand eingemauerten USB-Stick zu verbinden. Wer weiß, was da alles drauf ist? Aber so ist das eben bei Peer-to-peer Filesharing.

Wer aber demnächst in New York und verwegen genug ist, sollte daran denken, zumindest ein kurzes USB-Verlängerungskabel einzupacken, damit er in etwas entspannterer Haltung Daten von Dead Drop saugen oder darauf hinterlassen kann. So mit an die Wand gepresstem Laptop sieht das doch etwas ungemütlich aus.

Auf dem Blog des Künstlers gibt es mehr Informationen zum Projekt und eine Liste der Orte, an denen die Dead Drops zu finden sind.

via Gizmodo

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8 Kommentare

  1. loons
    schrieb am 1. November 2010 um 16:37 Uhr (#)

    Coole Idee! Mal sehen, ob ich auch mal sowas mache. :D

  2. eigs
    schrieb am 1. November 2010 um 16:59 Uhr (#)

    Und hinterbei wartet schon der Abmahnanwalt.

    Ich hätte den USB Stick allerdings mit einen USB Verlängerungskabel eingemauert.

  3. jodsfd
    schrieb am 1. November 2010 um 17:38 Uhr (#)

    Cool !!
    hoffentlich gibt es nicht ein paar ganz witzige die viren o.ä. hinterlassen

  4. Bruxbart
    schrieb am 1. November 2010 um 22:26 Uhr (#)

    Hab n iPad….also bin ich ausgeschlossen… ;)

    1. Paul
      schrieb am 2. November 2010 um 11:33 Uhr (#)

      @ Bruxbart: Vielleicht finden sich ja Fotos darauf die sich mittels Cam-Connector einspielen lassen :-)

  5. T.T:
    schrieb am 2. November 2010 um 22:32 Uhr (#)

    Nett. Wirklich. Eine gute Gelegenheit sich Viren & Co. ganz einfach frauf zu ziehen und sein USB Port kaputt zu machen. So ganz mit gedacht hat der Typ wahrscheinlich nicht. Ein Verlängerungskabel oder ähnliches wäre schon mal eine Idee. Aber als erstes werden paar Idioten da Viren, Pornos und ähnlichen scheiß drauf machen.

  6. Coool
    schrieb am 11. April 2011 um 12:22 Uhr (#)

    Cool, das ist die billigste Art seinen Elektroschrott loszuwerden. Zukünftig mauere ich auch meine Küchenabfälle ein und nenne es dann Kunst oder meinen alten CRT.

  7. m9898
    schrieb am 26. April 2011 um 13:59 Uhr (#)

    Die Idee ist schwachsinn. Das erste was da drauf landet sind Viren, Cracks und sonstige Illegale sachen.

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