Zoom Q3 HD:
FullHD – in Bild und Ton

Zoom überarbeitet seine Pocketkamera und ermöglicht nun auch HD-Aufnahmen mit dem Zoom Q3 HD.

Ein Camcorder sollte möglichst gute Aufnahmen machen und die Freizeiterinnerungen in scharfer Qualität wiedergeben. In Werbeprospekten liest man haarklein alle technischen Daten des Kamerasensors, der Linse und des Akkus. Doch wenn es um den Ton geht, steht da allerhöchstens “Stereo”. Zoom dreht den Spieß um, spezialisiert sich auf den Ton – und Bilder gibt es mit der Zoom Q3 HD (Affiliate-Link) auch noch dazu.

In der neuen Q3 HD steckt ein 5-Megapixel-Sensor, der Bilder in voller HD-Auflösung aufzeichnet. Wer schnell nachrechnet erkennt, 1920 * 1080 Pixel machen ganz grob zwei Megapixel aus – wo sind die restlichen Pixel geblieben? Wird einem noch verraten, dass kein optisches Zoom verbaut ist, erklärt sich alles von selbst:

Das digitale Zoom vergrößert nicht nur den Bildausschnitt, sondern auch die “Pixel”, die man aufnimmt. Dadurch hält sich der Qualitätsverlust durch den fehlenden optischen Zoom in einem akzeptablen Rahmen. Die Framerate ist bei Full HD mit den üblichen 30 Bildern beziffert, bei 720p (sogenanntes HD ready) erreicht man mit 60 fps sogar die doppelte Anzahl. Mit dem HDMI-Ausgang kann sogleich die HD-tauglichkeit des Fernsehers ausgetestet werden.

Wie erwähnt, ist besonderes Augenmerk auf den Ton gelegt worden: Zwei Mikrofonkapseln sind am oberen Ende montiert und im 120° Winkel zueinander versetzt angeordnet. Der integrierte Soundchip bringt es auf beachtliche 24-bit bei 96kHz linearem PCM, in Prospekt-Sprache ausgedrückt: “Ganz ganz tolles Stereo”. Nimmt man nicht gerade die eigene Musikvorstellung auf oder muss Speicherplatz auf der mitgelieferten 2GB SD-Karte sparen, stellt man auf das AAC-Format (48kHz) um – man könnte auch eine der teueren 32GB SDHC-Karten kaufen. Umstellen kann man auch den Audioeingang auf externe Quellen, wie einem MP3-Player oder die Stereoanlage.

Der Bildschirm misst zwar nur 2,4 Zoll, ermöglicht jedoch sowohl das Betrachten der Aufnahmen, als auch die Nachbearbeitung. Ist ein PC zur Hand, steckt man das festangeschlossene USB-Kabel ein und startet die Schnittsoftware direkt vom Gerät ohne Installationsaufwand. Genauso leicht ist der Wechsel der Batterien: Zwei Mignons versorgen den Q3 HD mit Strom, wodurch man auch in den entlegensten Winkeln der Welt immer Strom vorfindet.

Zoom Q3 HD (Affiliate-Link)

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4 Kommentare

  1. artur
    schrieb am 7. Oktober 2010 um 12:37 Uhr (#)

    Ist es nicht eigentlich andersrum?…
    ich meine 720p = 30fps
    1080p = 60fps

    wollt das nur mal so erwähnen da ishr schreibt dass 720p = 60 fps also doppelt so viele frames wie 1080p (full HD) schafft….

  2. SCORPiOn
    schrieb am 8. Oktober 2010 um 17:13 Uhr (#)

    Nein. Es wurde schon korrekt geschrieben:

    720p erfordert weniger Rechenleistung als 1080p. Somit können hier 60 Bilder pro Sekunde gemacht werden.
    1080p erfordert folglich eine höhere Leistung zur Aufnahme, weswegen “nur” die üblichen 30 Bilder pro Sekunde gemacht werden können.
    Unter uns: 30FPS bei progressivem Material ist vollkommen ausreichend. 30 ganze Bilder pro Sekunde, wo unser Auge ab ~25 FPS eine flüssige Bewegung wahrnimmt.
    Wozu man hier 60 brauchen könnte, erschließt sich mir nicht im geringsten. Zumindest nicht non-interlaced Material.

    mfg SCORPiON

  3. Schreibt hier auf dem Blog Kai Zantke
    schrieb am 9. Oktober 2010 um 14:45 Uhr (#)

    Danke für die Ergänzung Scorpion.
    Mehr Bilder in der Sekunde kann man bei SlowMotions gut nutzen. Würde man bei Kamera-üblichen 25fps die Abspielgeschwindigkeit drosseln, sähe man ein Ruckeln – die doppelte Framerate erzeugt ein flüssigeres Video und auch eine größere Videodatei.

    1. SCORPiON
      schrieb am 9. Oktober 2010 um 20:48 Uhr (#)

      Gut, ist ein Argument. Dennoch würde ich sagen, dass dieses Feature zu 95% niemals zur Anwendung kommen wird. Der Grund ist einfach, dass viele Käufer von Kameras dieser Art einfach nur kurz einen Mitschnitt aus dem Familienleben bzw. Urlaub machen wollen.
      Ich will nicht sagen, dass diese Funktion nicht lobenswert ist, wird aber vom Privatanwender meistens nie genutzt.
      Und wenn, dann wundern sich diese über die immense Dateigröße und weinen bei uns im Doom9 bzw. Gleitz herum, wie sie dies – ohne erneute Aufnahme – wieder beheben können.

      Ein Downsampling von 60FPS auf 25 ist immer mit Bauchweh verbunden. Selbst als guter Encoder hat man hier ab und an seine Schwierigkeiten, ein vernünftiges Resultat zu bekommen. Da hilft zeitweise auch das beste AVS-Plugin nicht… Leider.

      Deswegen: Finger weg von dieser Option! Es sei denn, man hat wirklich Verwendung für die 60FPS.

      mfg SCORPiON

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