Intel Pentium/Core i3:
Volle Leistung nur gegen Extra-Gebühr?

Intel arbeitet offenbar an einer Möglichkeit, bei der man in Zukunft höhere Leistung bei einer CPU hinzukaufen kann.

Ein Software-Update für einen Prozessor? Intel hat offenbar damit begonnen, genau das möglich zu machen. Es ist bekannt, dass der Chip-Gigant seine günstigen Prozessoren drosselt. Sie haben zwar theoretisch die gleichen Leistungsdaten wie eine teure Variante, allerdings hat Intel bestimmte Funktionen deaktiviert. Das spart bei der Produktion eine Menge Geld, allerdings musste der Endverbraucher dann, wollte er einen schnelleren Prozessor haben, einen komplett neuen kaufen. Mit einem Update kann man das jetzt einfacher haben.

Noch ist es wohl ein Pilotprojekt, dass sich auf wenige Länder und Prozessoren erstreckt. Den älteren Pentium 5691 kann man mit Hyperthreading und einem 4MB L3-Cache aufbohren und ihn so auf den gleichen Stand wie den teureren Pentium 5692 bringen. Das geht aber nur, wenn man auch das passende Mainboard dazu hat.

In den USA die ersten Verkaufssets aufgetaucht, mit denen man seinen Prozessor updaten kann. Man kauft eine Karte, auf der man einen Code freirubbelt, den man dann im Laufe des Upgrade-Prozesses eingibt. Bei “Best Buy” kosten diese Upgrades dann 50 Euro.

Auch bei uns plant Intel ein solches Upgrade und vertreibt es neben USA und Kanada auch in Spanien und den Niederlanden. Es geht dabei um den Pentium G6951 ( Core i3), der zwar mit Hyperthreading ausgeliefert wird, bei dem diese Funktionen aber deaktiviert sind, so dass er sich wie ein G6950 verhält, auch der Cache ist von 4 auf 3 MB dezimiert. Erst gegen Freischaltung kann der Anwender die volle Leistung nutzen, Intel spricht von einer Leistungssteigerung um 50 Prozent.

Wir finden: keine uninteressante Sache. Man darf allerdings gespannt sein, ob Intel diese Upgrades für wirklich viele CPUs bereitstellen kann und die Kunden bereit sind, nach dem Kauf für eine Leistungssteigerung noch mal extra zu zahlen. Etliche Hersteller lassen sich ihre Chips speziell anfertigen, dazu kommt, dass das BIOS mit dem Update auch klar kommen muss. Trivial ist so ein Update nicht.

Upgradeseite von Intel.

Via Engadget, Heise und Pressetext .

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9 Kommentare

  1. Josef
    schrieb am 20. September 2010 um 18:33 Uhr (#)

    Ich finde das auch interessant vor allem für Netbook oder Notebooks. Vor allem aber denke ich, ist es eine Kostenersparnis von Intel. Baue 1 Prozessor möglichst schnell und gib dann verschiedene Stufen frei oder gegen Aufpreis.

  2. Felix
    schrieb am 20. September 2010 um 22:35 Uhr (#)

    Jetzt kommts, dann kann man auch noch die hardware cracken…

  3. Flurin
    schrieb am 20. September 2010 um 22:47 Uhr (#)

    Ich warte auf das erste Gratis-Unlock-Programm xP

  4. Freak2011
    schrieb am 20. September 2010 um 23:23 Uhr (#)

    Find ich persönlich total schwachsinnig, warum dann nicht gleich Hardware mit bestimmter Leistung für einen bestimmten Preis? o.O und durch OC kann man immer ein wenig power raushauen, weil entweder man will Power für die zukunft und kauft sich auch diese oder man will nen Low-Midrange PC und stellt sich dem entsprechnd seinen ansprüchen auch zusammen!!

  5. MsM
    schrieb am 21. September 2010 um 14:27 Uhr (#)

    Interessant wäre dann ja auch, wenn ich ein Auto erst mit nur 100 PS kaufe und es dann gegen 1000 € auf 140 PS freischalten lassen kann.

    Meist sind die Motoren bei verschiedener Leistung sehr ähnlich. Aktuell aber z.B. auch die Bremsen unterschiedlich gut.

    Aber denkbar wäre es schon.

    1. SCORPiON
      schrieb am 21. September 2010 um 21:02 Uhr (#)

      Schlechter Vergleich, da es dank Chiptuning möglich ist.

      mfg SCORPiON

    2. DD
      schrieb am 22. September 2010 um 13:11 Uhr (#)

      Villeicht ein besserer vergleich:

      Du kaufst ein auto mit einem 6 Zylindermotor, aber du kannst nur 4 nutzen. Gegen aufpreis werden dir dan die anderen 2 Freigeschalten xD

    3. msm
      schrieb am 22. September 2010 um 21:21 Uhr (#)

      Kein schlechter Vergleich. Bei Chiptuning hat man die originale Garantie nicht mehr. Und dabei werden Grenzen ausgereitzt, die der Hersteller eben nicht vorgesehen hat.

      Das geht ja mit Übertakten auch schon bei Prozessoren!

      Richtig wäre es Chiptuning vom Hersteller, der davor den Motor eben absichtlich nicht ausreizt.

  6. Robert
    schrieb am 22. September 2010 um 09:47 Uhr (#)

    Das ist ja Schwachsinn, mit dem Upgrade verkauft Intel eigentlich nichts was der Käufer schon hat. Das ist doch eine Mogelpackung. Man könnte doch gleich einen anderen Prozessor kaufen…

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