Boil Buoy:
Kingelboje für die Küche

Der Boil Buoy vermeldet, wenn Wasser auf dem Herd endlich kocht. Hinter der Idee steckt eine interessante Gadgetschmiede.


Zwei Dinge passieren konzentrierten Computer-Nutzern gerne. Erstens trinkt man nie einen Tee, der weniger als zehn Minuten gezogen hat, weil man den Teebeutel einfach vergisst. Zweitens schmeisst man unnötig Geld aus dem Fenster, weil man immer erst dann wieder an den Herd samt des Topfes mit Nudelwasser drauf denkt, wenn das Wasser schon seit ein paar Minuten vor sich hinbrodelt und die halbe Küche eingenebelt hat. Die Lösung, einfach in der Küche zu warten, bis das Wasser kocht, wäre zu naheliegend (außerdem dauert es dann länger als wenn man nicht dabei ist). Netterweise hat sich jemand des Problems angenommen.

Boil Buoy heißt der Temperaturmelder, der aussieht wie eine Boje. Kommt das Wasser in Wallung, bewegt sich auch der Boil Buoy und eine mechanische Glocke meldet sich dann zu Wort um die den unaufmerksamen Koch zu warnen.

Nicht weiter spannend, aber durchaus sehr praktisch. Interessant ist auch der Hersteller, der hinter dem Produkt steckt. Quirky ist eine “social product development community”, die seit Ende letzten Jahres aktiv ist. Dort wird ein Produkt von der Idee, bis zum fertigen Gadget entwickelt. Antreiber sind die Anwender, die eine Idee bei Quirky einreichen können. Andere Teilnehmer bewerten die Idee oder schalten sich bei der Umsetzung ein. Die Iniatoren sorgen für die Organisation und die Umsetzung der Idee. Derjenige, der die Grundidee geliefert und maßgeblich betrieben hat, wird an den Umsätzen beteiligt. Eine schöne Idee, die offenbar auch schon einige Gadgets hervor gebracht hat.

Der Boil Buoy ist bei Quirky für nicht mal 10 Dollar zu haben.

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2 Kommentare

  1. SCORPiON
    schrieb am 20. September 2010 um 10:42 Uhr (#)

    Irgendwie ist hier ein Logikfehler vorhanden – zumindest lt. meiner Meinung.
    Kochendes Wasser energieeffizient herzustellenden bedeutet, den Deckel bis zum Siedepunkt am Top zu lassen, sodass die Wärme großteils wieder rückgeführt wird. Hat man nun den Schwimmer im Top, wird man diesen vermutlich überhören, wenn das besagte Objekt “gedeckelt” ist.
    Hinzu kommt, dass man sich nicht die ganze Zeit in der Küche aufhält, sondern andere Dinge bis zum Kochen des Wassers erledigt – und/oder sich ins Wohnzimmer begibt, um etwas fernzusehen oder man schreibt Beiträge, wie ich hier bei Neuerdings.

    Besser wäre hier eine elektronische Lösung, welche bereits im Topf integriert ist. Sprich: Ein Klingeln oder Pfeifen von außerhalb, sobald das Wasser die 100°C erreicht hat.

    Hier müsste ein Praxistest als Video zur Verfügung stehen, welches mich vom Gegenteil überzeugt.

    mfg SCORPiON

    1. SL
      schrieb am 20. September 2010 um 13:58 Uhr (#)

      Muss mich da anschliessen, den Deckel offen zu lassen ist zwar eine, aber sicher nicht die energiefreundlichste Lösung ;-)

      Aber wahrscheinlich gibt’s deswegen kein Praxisvideo

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