Johns Phone:
Minimal-Handy mit Stift, Zettel
und 3 Wochen Stand-By
John’s Phone ist ein Handy, wie es reduzierter nicht sein könnte. Es ist besonders für Kinder, Senioren und Reisende gedacht und wurde von einer Amsterdamer Werbeagentur entworfen, die es in China bauen lässt.
Wir kennen alle Kinder- und Senioren-Handys, aber John’s Phone treibt es mit der Rückkehr zur Einfachheit wirklich auf die Spitze. Das geht so weit, dass nicht mal ein elektronisches Adressbuch vorhanden ist. Der Speicher reicht nur für 10 Kurzwahlen, auf jeder Zifferntaste eine.
Daneben gibt es nur ein analoges Adressbuch – ja, genau: Ein Stift und ein paar Blätter Papier, auf denen man weitere Nummern und Adressen notieren kann. Es verbirgt sich hinter einer durchsichtigen Klappe auf der Rückseite. Wer kommt auf die Idee, dass jemand so ein Handy kaufen könnte?
Eine Amsterdamer Kreativagentur (und welche Werbeagentur wäre das nicht) namens John Doe. Die Kreativen, die sonst Kampagne für MTV, Coca Cola und Bacardi entwerfen, haben das Telefon erdacht und lassen es in China bauen.
In seiner Schlichtheit ist das Handy durchaus ansprechend. Auf der oberen Schmalseite gibt es ein einteiliges monochromes Display, so dass man das Handy nicht einmal ganz aus der Tasche ziehen muss, um die Nummer des Anrufers zu sehen. Die Tasten sind groß und übersichtlich, außer den Ziffern gibt es nur noch Stern, Raute, Abheben und Auflegen.
Mit einem Schalter an der Seite kann den Klingelton des Quad-Band-Handys laut, leise oder stumm schalten. Der Vibrationsalarm funktioniert immer. John’s Phone ist 10,5 cm lang, 6 cm breit und 1,5 cm dick und stoß- und spritzwassergeschützt. Der 1200 mAh Akku wird über das mitgelieferte USB-to-Micro-USB-Kabel am Rechner geladen und hält im Stand-By-Modus über 3 Wochen.
Für Puristen, die in der Regel nur 10 Menschen anrufen, wirklich nur telefonieren und nicht ständig ihr Handy an die Steckdose hängen wollen, keine schlechte Sache. SMS kann man allerdings vergessen. Die Freisprecheinrichtung besteht aus einem Kabel mit Ohrstöpsel und Mikro.
John’s Phone kommt in den Versionen Snow (weiß), Sweet (rosa), Tree (braun), Business (schwarz) und Grass(grün) ab 1. Oktober auf den Markt.
Mehr über John’s Phones in Englisch auf der Produktseite. Auf Deutsch findet Ihr weitere Infos unter anderem bei unserem Sponsor Megagadgets. Hier kann man es auch bestellen. Die weiße Version kostet 79,95 Euro, die anderen Farben 89,95 Euro, das goldene sogar 99,95 Euro. Ganz schön stramm für so ein bisschen Telefon. Aber bei der Hälfte könnte ich’s mir schon überlegen. 3 Wochen Stand-By! Und es wäre noch etwas weniger Telefon als mein ohnehin schon minimalistisches Motorola F3 (Affiliate-Link) – wenn auch nicht ganz so flach.
via Geeky Gadgets





































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14. September 2010 um 10:32
Hach, das plappernde F3 hat wie auch dieses abgespeckte Exemplar schon seine Existenzberechtigung. Allerdings verstehe ich nicht, weshalb noch niemand auf die Idee gekommen ist, ein Handy wirklich nach dem Vorbildsprinzip des “alten” analogen Telefons zu bauen: Man “nimmt ab”, hört (wenn Empfang) den bekannten Summton und wählt dann die Nummer… bei “Besetzt” gibts den netten Besetztton… das Ding wäre sicher eine Alternative für die Zielgruppe, die schon oder noch weiss, wie das Ding zuhause auf dem Tresen funktioniert.
06. September 2011 um 0:47
Es gibt ein Äquivalent des “alten analogen Telefons”. Und zwar sogenannte GSM-Tischtelefone. So z.B. Jablocom, ferner auch Possio.
Diese Geräte sind verdammt teuer, und fast niemand will sie verkaufen. Keine Kamera, kein MMS-Empfang und Versand möglich, und weil das Gerät grundsätzlich zuhause steht, können die Mobilfunkanbieter auch beim Roamning nix verdienen, folge dessen ist die Wertschöpfung nahezu gleich null.
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Ich verwende seit bald einem Jahr ein Jablocom GDP-04 und bin damit sehr zufrieden.
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Zu John’s Phone:
Der Schreibblock und Kugelschreiber sind pure Provokation. Wer Stil hat kann genau aus diesem Grund so ein Gerät nicht verwenden – wegen des Kugelschreibers mit Notizblock. Es wäre besser gewesen das Teil noch einmal 20 Euro mehr kosten zu lassen, und ein Lederetui mit Mini-Holzbleistift mitzuliefern. Richtig gelesen: Naturbelassenes oder schwarz durchgefärbtes Holz wäre das richtige Schreibwerkzeug.
Aber so ist es ein Design-Krepierer.
14. September 2010 um 12:56
Das Ding ist wohl eher was für die Silvesterparty. So etwas unpraktisches habe ich noch nie gesehen, allein schon der Zettelhalter auf der Rückseite wirkt wie eine Idee aus einen SciFi Märchen.
15. September 2010 um 13:46
Von der Einfachheit her ist dieses Handy durchaus akzeptabel, nur müßte es wenigstens die SMS-Funktion anbieten.Da die SMS-Funktion hier nicht angeboten wird,würde ich mir dieses Handy nicht kaufen!Es gibt heute fast keine Handys mehr ohne SMS-Funktion.Deshalb sollte man in Holland die Produktion dieses Handys ohne SMS-Funktion vielleicht doch noch einmal überdenken und diese Funktion mit einprojektieren,bevor in China die Serienproduktion beginnt!!!
01. Oktober 2010 um 16:35
Ja, das mit der fehlenden SMS-Funktion ist schon schade. Auch wenn ich SMS nur nutze, um mich vom Google Kalender an Termine erinnern zu lassen.
In den FAQ auf der Seite des Herstellers rät man dazu, seine Kontakt darüber zu informieren, dass man keine SMS empfangen kann. John’s Phone ist nur zum Telefonieren gedacht.
20. Dezember 2010 um 10:50
Ich benutze das Teil als “Privat-Handy”, die Nr hat wirklich nur die engste Famile und ein sehr kleiner, ausgewählter Freundeskreis. Und es geht ausschliesslich ums Telefonieren, denn (zumindes in AUT) ist eh jeder mit massig Freiminuten ausgestattet. Hier ist FON schon bald billiger als SMS.
Gerade zuhause ist der langlebige Akku und das etwas “grössere” Design recht ansprechend: Man kann das Ding beim Kochen auch mal gut ans Ohr “klemmen” und wenns mal runterfällt … macht auch nix.
Ich finde es echt gut, und auch SMS geht mir – für diesen Einsatz – nicht ab!
27. August 2011 um 11:06
Fast 100 Euro für ein Stück Plastikschrott?
27. August 2011 um 15:31
Nokia bring auch ein Minimal-Handy namens 100 auf den Markt: http://bit.ly/q5wE5E Kostet nur 20 Euro. Das Dual-Sim 101 kommt in Deutschland wohl nicht auf den Markt, was ich extrem schade finde.
27. August 2011 um 15:52
Das als Senioren- bzw Kinderhandy zu bezeichnen ist schlichtweg falsch. Die Intention war hier sicherlich eine puristische Persiflage auf den Smartphone Hype zu entwickel, sogar explizit als Ersatz. Wozu auch sonst die Betitelung “Business”?
30. August 2011 um 22:44
Also ich glaube das hier keiner daran denkt das es alte Menschen gibt die nur telefonieren wollen und können und nicht jegliche Spielereien benötigen . Es soll ein Ersatz für ein ganz einfaches Festnetztelefon sein. jedes angebliche Seniorenhandy ist schon viel zu viel für viele betagte Menschen. Diese Überheblichkeit die hier an den Tag gelegt wird ist wirklich erschreckend. Es war schon dringend notwendig so ein Handy zu erzeugen, hoffentlich gibt es bald mehr Baugleiche. Das Nokia 101 ist schon viel zu aufwendig. Nokia hat es noch nicht geschaft sich auf diese minimalistische Bauart herabzulassen. Schade.