Seiko SDGA001:
Uhrzeit in E-Ink

Die Seiko Active Matrix EPD Armbanduhr nutzt die E-Ink Technology für Menüs und Uhrzeit.

Seiko SDGA001 - Wird digital wieder anzugtauglich? (Bild: Seiko)

Seiko SDGA001 - Wird digital wieder anzugtauglich? (Bild: Seiko)

Ein Professor sagte immer: “Die Japaner schauen sich Bestehendes an, übernehmen es und entwickeln es weiter”. Eines dieser japanischen Unternehmen ist die Traditionsschmiede Seiko. Neben teuren und hochqualitativen Automatikuhren tummeln sich auch billige Digitaluhren im Sortiment. Lorus, Pulsar oder J.Springs sind Firmen der Seiko Gruppe, die es mehr auf Design denn auf Exklusivität anlegen. In den neuen Modellen Seiko SDGA001 bis SDGA003 vereinigen sich dagegen Design und Exklusivität einer Digitaluhr in einem.

Die Form erinnert an eine der frühen billigen Plastikuhren des Konkurrenten Casio. Doch mit billig hat man hier nichts am Hut: Das Metallgehäuse schützt die neueste Technik – bei einer Preisspanne von ungefähr 800-1100 Euro auch dringend nötig. Doch dafür wird auch einiges geboten.

Die Hauptänderung hinsichtlich LCD-Uhren ist die Verwendung eines E-Ink Displays, wie sie auch Amazons Kindle und andere Ebook-Reader nutzen. Dieses electrophoretische Display (EPD) wird aktiv in bestimmten Zeitintervallen erneuert. Logisch, sonst stünde die Zeit für den Betrachter still (Einstein läßt grüßen).

Mit einer Punktedichte von 300 dpi lassen sich einige nette Spielereien auf das Display zaubern: So läßt sich die Uhrzeit in ganz unterschiedlichen Arten anzeigen. Eine “Herz 10″ mit Index “08″ bedeutet dann 10:08 Uhr – immer noch einfacher als Binäruhren zu lesen. Oder lieber überladen, mit Zeitzone, Datum, Ort und Punkt auf der Weltkarte?

Die Stromsparende E-Ink Technologie machts möglich. Und dank integrierter Solarzelle verschwendet man an Batteriewechsel für die nächsten 10-15 Jahre keine Gedanken – egal wie oft man an ihr herumspielt.

Neben einer Weltzeituhr, Dualzeit-Anzeige oder auch einer Hintergrundbeleuchtung, erreicht die Seiko SDGA001 ihren Zweck als zuverlässiger Begleiter auch durch Wasserdichte bis 100m und einem Funkempfänger für die Atomzeit. Seiko meint es ernst mit der Uhr und spendiert ihr ein Saphirglas, welches nur in Vorzeigemodellen statt des beliebten Hardlex-Glases verbaut wird.

Noch stellt es ein exklusives Schmuckstück dar, doch es würde mich nicht wundern, wenn bald auch Modelle für den Durchschnittsverdiener ihren Weg in die Vitrinen finden. Die Seiko SDGA00X-Modelle werden gegen Ende des Jahres erwartet.

Mehr Infos bei Seiko Japan.

 

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Ein Kommentar

  1. Wenn sie doch nur ein wenig edler ausschauen täten… so aber ist eine “Phosphor” mit ebensolchem E-Ink-Display immer noch die optisch edlere Wahl… oder?

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