Logitech V470 BT-Mouse im Test:
Minni Maus funkt

Die Bluetooth-Maus Logitech V470 ist ein Klassiker bei den BT-Mäusen- Grund genug für einen Test.

Logitech V470

Logitech V470

Zu Beginn war Bluetooth ein echtes Kaufargument, und wenig später musste jedes Computer-Zubehör mit Bluetooth ausgestattet sein. Heute fragt keiner mehr danach, es gehört zur Standardausrüstung jeden guten Gerätes. Komisch nur, dass es so schwierig ist, eine Standard-Maus mit Bluetooth zu finden. Selbst der große, gutsortierte Elektromarkt an der Ecke bringt es auf 20:1 – Unmengen von 2,4 GHz-Dongle-Mäusen und eine Bluetooth-Maus. Aber wieso einen USB-Port freiwillig blockieren? Grund genug, sich die Logitech V470 ein mal genauer anzusehen.

Logitech V470 Bluetooth Maus
Logitech V470 - Nur Kinderhände fühlen sich damit richtig wohl (Bild: kaiZa)Logitech V470 - Kompakt, aber dafür nicht so bequem wie eine herkömmliche Maus  (Bild: kaiZa)Logitech V470 - Weiß ist eben nicht gleich weiß (Bild: kaiZa)Logitech V470 - Die Batteriefachklappe steht mit scharfer Kante ab (Bild: kaiZa)
Logitech V470 - Die Form entspricht einer normalen Maus, nur das Heck ist kürzer (Bild: kaiZa)

Minni Maus

So wie für Mickey ist für den Notebook-Besitzer die Mini-Maus die unverzichtbare Partnerin. Jedenfalls in den Augen der Logitech-Deisgner, weshalb die Maus ungewöhnlich klein ausfällt. Sie bewahrt die gleiche Form und Höhe wie eine normale Logitech-Maus, während ihr Heck kürzer ist. Das macht sie einerseits recht kompakt, andererseits liegen die Finger nur bis zum Ansatz auf der Maus.

Der Haptik tut das keinen Abruch, die Maus fühlt sich stabil an. Allerdings steht das Batteriefach hinten ein wenig heraus und formt eine scharfe Kante – im Gebrauch stört sie glücklicherweise nicht.

Können ist Alles

Logitech V470

Logitech V470

Vom Mausspezialisten Nummer eins erwartet man kleine Annehmlichkeiten. Funktionen, welche die Konkurrenz nicht bieten kann. Und so spart der mechanische Einschalter den Batteriestrom beim versehentlichen Drücken von Tasten im Rucksack, und das Tilt-Wheel scrollt nicht nur hoch und runter, sondern auch links und rechts. Eine kleine LED leuchtet bei geringem Akkustand auf oder blinkt, wenn man die Maus koppeln muss. Im Arbeitsalltag bleibt sie aus.

Doch einen Standby-Modus konnte ich nicht erkennen, selbst nach einer Stunde Inaktivität flog der Mauszeiger sofort herum. Auch meine Hoffnung, mehrere PCs zu koppeln, wurde enttäuscht: Für jedes Gerät wird die alte Verbindung aufgelöst und eine neue eingerichtet. Das geht dafür flott von der Hand: Knöpfchen drücken, PC suchen lassen und schon sind Windows, Mac oder Linux verbunden.

Alles drin. Alles dran?

Die Blisterverpackung bringt alles um loslegen zu können: Die Set-Point Software (nicht zwingend notwendig zum Betrieb), zwei Mignon Batterien und einen unscheinbaren Transportsack.

Die Laserabtastung arbeitet makellos, doch leider ist die Maus zu kurz. Kinderhände wären optimal. Die Maustasten lassen sich gut klicken, das Mausrad dreht leicht und ist gut geschützt gegen versehentliches Links-Rechts-Scrollen. Aber es braucht enorm viel Kraft, um es herunterzudrücken. Bei ausgiebigem Tabbrowsing sollte man sich auf Muskelkater einstellen.

Deshalb kann man der Logitech V470 keine uneingeschränkte Kaufempfehlung aussprechen, trotz der guten Verarbeitung.

Volles Datenblatt bei Logitech. Die Logitech V470 (Affiliate-Link) gibt’s für etwas mehr als 30 Euro.

 

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4 Kommentare

  1. Habe letztes Jahr auch eine V470 für mein MacBook gekauft und war nicht wirklich zufrieden. Mich stört an dem Gerät weniger die Größe (schließlich ist das gute Stück eigentlich eher als Notebook-Maus konzipiert) als das merkwürdige Klickgefühl. Mit der Haptik der Tasten konnte ich mich nicht anfreunden – ebenso verhält es sich mit den fehlenden Vor-/Zurück-Daumentasten, die ich beim Browsen doch sehr vermisse.

    Gut ist jedoch, wie hier auch schon im Artikel erwähnt wurde, dass kein USB-Port blockiert wird und, dass ein praktischer Transportbeutel mitgeliefert wird – ebenso wie Batterieanzeige und Ein-/Ausschalter.

    Wenn man mit der in meinen Augen gewöhnungsbedürftigen “Klickhaptik” und den fehlenden Daumentasten aber leben kann, bekommt man mit der V470 eine recht solide, kompakte und zudem schicke Notebook-Maus für unterwegs.

  2. Habe seit ca. einem Jahr eine V470 und bin noch immer sehr zufrieden. Zugegeben, sie könnte gerade für meine großen Hände etwas größer sein. Aber bisher hatte ich auch nach längerer Benutzung noch keine Probleme. Klicken und Scrollen finde ich keineswegs unangenehm.

  3. Fehlende Daumentasten? Das wäre für mich ein PRO-Argument!

    Diese Dauentasten nutze ich nie bewusst, aber ich habe schon öfters längere texte verloren, weil ich VERSEHENTLICh auf “zurück” gekommen bin. Und man kann diese blöde Funktion in keinem Treiber abschalten..

    Was ist jetzt aber der Vorteil von Bluetooth – ist doch auch 2,4 GHz? Und braucht doch vergleichsweise viel Strom – in der Maus und im Notebook. Oder?

    (2,4-GHz-Mäuse finde ich ohnehin blöd – das keilt sichd ann doch mit dem WLAN).

    • Bluetooth funkt im gleichen Frequenzband, wie auch die “2,4 GHz” Mäuse, die Stromsparmodi dürften auch identisch sein.
      Interferenzen von BT und WLAN gibt es nicht.

      Der für mich entscheidende Vorteil ist simpel: Bluetooth ist eingebaut und findet endlich seine Verwendung.
      - Ohne einen zusätzlichen USB-Port zu belegen.
      - Ohne einen verlierbaren Dongle.
      - Ohne extra Software.

Ein Pingback

  1. [...] in den Regalen der Supermärkte eine Seltenheit. Das hat sich auch seit meinem letzten Test der Logitech V470 nicht geändert. Das Angebot wächst allerdings, und mit der Beewi BBM300 gesellt sich eine flache [...]

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