Dell Streak:
Sekt oder Selters?

Dell hat jetzt den offiziellen Deutschland-Start des Streak bekannt gegeben, eines kleinen Tabletcomputers mit 5-Zoll-Display und Android als Betriebssystem.

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Den Dell Streak gibt es, wie beim Hersteller üblich, vor allem online, er wird aber auch in “ausgewählten Media Märkten” verkauft. Mit einer Bildschirmdiagonalen von 12,7 cm (5 Zoll) sei Streak “ideal geeignet für die komfortable Internet-Nutzung unterwegs,” lobt der Hersteller. Dazu sind WLAN, Bluetooth und “natürlich UMTS” mit an Bord.

Damit das ideal funktioniert, ist natürlich die Nutzung eines passenden Mobildatentarifs notwendig. Im WLAN funkt das Dell Streak (Affiliate-Link) nur mit mageren 54 Megabit je Sekunde. Das Display bietet eine Auflösung von 800 x 480 Pixel und ist damit, jedenfalls für ein Tablet, alles andere als ein “Highlight”, als das es der Hersteller darstellt.

Denn die meisten Internetanwendungen setzen mittlerweile auf drei Spalten und eine Auflösung von mindestens 1024 Punkten Breite. Also ist viel Hin- und Hergeschiebe “mitti Fingers” auf dem Touchscreen aus besonders robustem “Gorillaglas”. Immerhin können Anwender auf Android zugreifen, wenn auch die Version unklar ist (Dell spricht nur nebulös von “Multitouch-Oberfläche”) – es ist (nach Rückfrage) Android 1.6, aber ein Upgrade auf 2.2 sei möglich. Anders als die Möchtegerntablets der unteren Preiskategorien bietet der Streak den Zugriff auf den Android Market mit seinen inzwischen über 50.000 100.000 Apps. Vorinstalliert sind auf dem Gerät bereits Google Maps und die Social-Media-Apps Twitter, Facebook und YouTube.

Über ein integriertes “Assisted GPS” können entsprechende Dienste wie die kostenlose Echtzeit-Navigation mit Google Maps genutzt werden. Wie bereits vermutet gibt es intern 2 GB, daneben gehört eine Micro-SD-Karte mit 16 GB zur Standardausstattung. Streak hat gleich zwei Kameras, einen hochauflösenden 5-MP-Autofokus-Bildfänger auf der Rückseite und einer VGA-Kamera für Videotelefonate vorne.

Betrieben wird Streak mit einem 1-GHz-Qualcomm-Snapdragon-Prozessor, der “die Performance eines Notebooks in einem Gerät im Taschenformat bietet,” behauptet Dell. Nominell ist das die gleiche Taktfrequenz wie beim A1 im iPad, für genauere Leistungsdaten muss das Gerät sich in der Praxis beweisen.

Der Dell Streak ist in schwarz oder dunkelrot erhältlich und kostet online ab 599 Euro, im Mediamarkt dürfte es genauso teuer sein (ausgenommen Sonderaktionen). Das “Car Kit” zur Nutzung des Streak im Auto kostet nochmal 60 Euro extra, es sei denn, man verwendet eines der beiden Sonderangebote “Multimedia” oder “Reise”, deren Unterschiede sich online nicht direkt erschließen. Bei “Multimedia” ist ein HDMI-Adapter dabei (kein Car kit wie online steht) und bei Reise das Car Kit, beides mal ist man für nur 30 Euro extra dabei, allerdings gibt es beide Male den Streak dann nur in Schwarz.

Geringe Größe und Gewicht machen den Dell Streak (Affiliate-Link) natürlich taschenfreundlich, und dank “echtem” Android (mit Zugriff auf den Appstore) ist es auch vielseitig nutzbar (bis hin zu GPS). Dennoch ist es eher ein “Smartphone on Steroids” als ein “iPad-Mitbewerber im Miniformat”. Wem das reicht und wer nicht mehr braucht unterwegs, der muss natürlich tief in die Tasche greifen.

Technische Daten

  • Prozessor: ARM-basierter 1-GHz-Prozessor Qualcomm Snapdragon
  • Betriebssystem: Android-Plattform mit Android Market
  • Display: 5 Zoll/12,7 cm Touchscreen, Auflösung 800 x 480 Pixel
  • Verbindungen: WLAN 802.11b/g und Bluetooth, UMTS/HSDPA, EDGE, GPRS, GPS
  • Kameras: 5-MP-Autofokus-Kamera mit Doppel-LED-Leuchte, VGA-Frontkamera
  • Speicher: 2 GB intern, Micro-SD-Speicherkarte mit 16 GB
  • Maße (B x H x T in mm): 152,9 x 79,1 x 9,98
  • Gewicht: 220 g

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9 Kommentare

  1. Flurin
    schrieb am 5. August 2010 um 19:46 Uhr (#)

    Der Android Market bietet mittlerweile schon fast 100’000 Apps! /corrections

  2. ET
    schrieb am 5. August 2010 um 20:27 Uhr (#)

    wenn, dann ist es nicht ein “Smartphone on Steroids ohne Telefonie” sondern eines MIT Telefonie. so viel Recherche ist das doch nicht…

  3. Schreibt hier auf dem Blog Thomas Jungbluth
    schrieb am 5. August 2010 um 21:36 Uhr (#)

    Oh ja, da ist ein Satzfragment aus einem anderen Universum stehen geblieben, sorry, ist entfernt, und auch die Klarheiten bezüglich der Mioonen Apps oder der Sonderbundles sind beseitigt (leider nicht ganz, denn online steht’s bei Dell leider immer noch missverständlich).

    1. Schreibt hier auf dem Blog Peter Sennhauser
      schrieb am 6. August 2010 um 15:36 Uhr (#)

      Der Telefonie-Fehler geht auf meine Kappe, weil ich beim Gegenlesen schlicht überzeugt war, dass das Streak wie in den ersten Prototyp-Vorstellungen nur als Wlan-Telefon eingesetzt werden kann. Bitte um Entschuldigung an Thomas.

      Was ich nicht kapiere: Wieso ist das dann ein “Tablet” und nicht einfach ein unförmig grosses Smartphone? Marketingsprech…

  4. Jürgen
    schrieb am 6. August 2010 um 07:57 Uhr (#)

    Tolles Teil. Endlich ein Display mit vernünftiger Größe. Da geht auch das tippen von Text besser. Der Akku ist dann hoffentlich auch größer, damit man auch mal auf vernünftige Akkulaufzeiten bei einem Smartphone kommt.

  5. kotnascher
    schrieb am 6. August 2010 um 11:52 Uhr (#)

    also mal ehrlich, für den preis kann man sich auch gepflegt n iPad kaufen.

  6. Klotz
    schrieb am 16. August 2010 um 22:58 Uhr (#)

    @kotnascher Mit dem iPad kann man nicht telefonieren. Aber so ein 5″ Tablet am Ohr sieht auch ziemlich scheiße aus.

  7. mimkr
    schrieb am 19. August 2010 um 08:13 Uhr (#)

    @kotnascher
    Dann hast du aber ein ziemlich sperriges Teil, das du nicht immer mitnehmen kannst. Ich hab das nur in der anfänglichen Euphorie gemacht. Wenn ich jetzt unterwegs bin, habe ich eigentlich immer nur mein iPhone in der Hosentasche (für Mails, News lesen, Jabber und so was). Das iPad benutze ich hauptsächlich nur noch zu Surfen auf der Couch. Für ernsthaften Einsatz ist es einfach nicht geeignet: keine vernünftige Anbindung an die Firmen-IT, keine MS-Office/Open-Office kompatible App, die wirklich funktioniert, keine Kommunikation zwischen den Apps (nur z.B. interner Kalender mit Todo-App). Man kann zwar einiges mit Apps nachrüsten hat dann aber i.d.R einen grauseligen Workflow, den kaum jemand mehr versteht.

    Das Streak könnte ich mir gut als Alternative zu dem iPhone vorstellen. Augenschonend großes Display und grad noch in der Hosentasche transportabel. Und für die ansprüchsvolleren geschäftlichen Aufgaben dann ein Windows-Tablet, gerne auch mit Stiftbedienung, Hauptsache ich kann das machen was ich machen will bzw. muss. Die Tage des iPads sind für mich definitv gezählt, die des iPhones höchstwahrscheinlich auch.

  8. Jürgen
    schrieb am 1. November 2011 um 08:25 Uhr (#)

    Das Streak kostet jetzt nur noch die Hälfte, nämlich EUR 299,-. Ist mit Android 2,2 ausgestattet.

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