Jay-tech Jay-Book 9901 im Test (2 von 2):
Das Mini-Netbook, das keines ist
Das Jay-tech Jay-Book 9901 muss sich im zweiten Teil der Alltagstauglichkeit unterziehen.
Im ersten Testteil des Jay-Tech Jay-Book 9901 haben wir uns der Hardware gewidmet, und wie bei einem Preis von 99 Euro nicht anders zu erwarten, fällt diese schlecht und billig aus.
Doch nur solange, wie man die Maßstäbe eines Laptops, Netbooks oder Mini-Netbooks ansetzt: Das Windows CE 6.0 wurde zuerst für PDAs und später für Terminal-Clients konzipiert. Sieht man das Jay-Book 9901 als einen zu groß gewordenen PDA an, so wie es der Foleo von Palm hätte sein sollen (und zurückgezogen wurde), dann nutzt man das Gerät ganz beruhigt und verzeiht ihm die eine oder andere Grausamkeit.
Derer gibt es viele, denn Jay-tech machte sich weder die Mühe, das WinCE anzupassen, noch dessen Stärken zu nutzen. Der größte Vorzug läge in der Instant-On Fähigkeit, beim Ausschalten wird der Zustand gespeichert – und nach dem Einschalten geht es sofort und genau da wieder weiter. Doch Jay-tech läßt diese Möglichkeit brach liegen, stattdessen wartet man ungefähr 16 Sekunden, bis der Desktop erscheint, und weitere 5 Sekunden bis das Gerät ausgeschaltet ist.
Der Neuling wird die verblüffende Ähnlichkeit mit dem PC-Windows nicht abstreiten können und sich gleich zurecht finden. Startet man die Textmaker Software, ist es sofort möglich, Word-Dokumente nativ zu bearbeiten, theoretisch. Die umfangreiche Textverarbeitung kann zwar mit vielen Funktionen aufwarten, belastet aber den 300 MHz-Prozessor enorm: Während man munter seine Texte eingibt, wird der Bildschirminhalt nur alle zwei Sekunden verzögert aufgefrischt, wodurch es den Schreibfluss jäh hemmt. Ähnlich verhält es sich mit der Powerpoint- und Excel-Version, der Prozessor ist seinen Aufgaben nicht gewachsen. Alternativ könnte man auch auf Wordpad zurückgreifen, das kann zwar auch nur das, was sein Desktop Pendant beherrscht, dafür würde man aber zügig schreiben können.
Was tatsächlich Laune macht, ist die Bildbetrachtung: das TFT ist ausgesprochen blickwinkelstabil und die Farben sind kräftig und leuchtend, die Bilder wechseln angemessen schnell, wenngleich ein 2Megabyte-Foto natürlich länger braucht als 200kb. Die YouTube-Videos, welche über eine extra Software wie auch beim iPad geladen werden, profitieren ebenfalls von der schönen Farbe, sind jedoch zumeist nur im Scheckkartenformat anzusehen – man ahnt es schon: Der Prozessor ist hochauflösenden oder auf Vollbild gezoomten Videos nicht gewachsen. Erstaunlich zügig dagegen verhält sich der Internet Explorer, immer noch kein Vergleich mit einem Netbook oder Smartphone, aber nahe dran. Die Webseiten stellt der IE größtenteils orignalgetreu dar, weshalb bei einer Auflösung von 800*480 Pixeln häufig auch horizontal gescrollt werden muss.
Wo man gerade im Internet ist, kann man ja auch gleich noch die Emails checken, die mitgelieferte “Briefkasten”-Software ähnelt Outlook, läßt außer POP-Unterstützung allerdings alle anderen Protokolle vermissen.
Kaufempfehlung?
Wer zwischen den Zeilen liest, merkt schnell: Ich versuche, dem Jay-Book 9901 ein Chance zu lassen, doch egal welches Szenario ich mir ausdenke – der Prozessor ist seiner Aufgabe nicht gewachsen. Fotos stellt das TFT wirklich farbenfroh dar, das Internet-Erlebnis ist akzeptabel, Office-Dokumente benötigen ihre Zeit, um geöffnet oder bearbeitet zu werden, die Tastatur läßt kein vernünftiges 10-Finger-System zu und die Akkulaufzeit ist mit gerade so 3 Stunden unter aller Sau – das K.O.-Kriterium für mobile Geräte überhaupt. Guten Gewissens kann ich leider keinem Erwachsenen dieses Gerät empfehlen, außer als kleines digitales Fotoalbum und Notizblock, doch dafür ist es wiederum völlig überteuert, angesichts von Smartphones mit 1GHz Prozessoren – schneller und bequemer sind sie zu allem überfluss auch noch..






















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Wie schon im Kommentar zum ersten Teil dieses Tests geschrieben: sowas kann nix taugen. Wie oft hab ich des in meinem Umfeld erlebt: irgendein “Wunderangebot” für wenig Geld geschossen, dann irgendwann gemerkt, dass man da die Karo 7 gezogen hat, den Mist in die Ecke geworfen und dann für manchmal nur wenig mehr Geld was richtiges gekauft.
Produkte, die kein Mensch braucht.
Sowas geht aber auch am oberen Ende der Preiskette.
iPad z.B.
Wobei hier nicht die Qualität (naja) sondern eher der Sinn fehlt.
(Ja, ich habe schon eins selber getestet, Resultat: WTF)
Ich hoffe, Du kannst es zurückgeben ;-)
Hallo,
Zustimmung auf breiter Ebene, doch da geht noch was!
Ich habe mir das Gerät aus purem Interesse vor Monaten gekauft, weil ich seit Jahren CE-Geräte (palmsize PC, Pocket PC, Windows Mobile Smartphone) nutze.
Die Softmaker Suite allein kostet schon über die Hälfte dessen, was für das Mini bei Netto & Co. verlangt wurde.
Der Schwachpunkt ist tatsächlich die CPU. Aber noch schlimmer und dabei eine Zumutung ist die Umsetzung des Konzeptes durch JAY-tech! Ich habe mich mehrfach bei dieser Firma beschwert, weil so eine schlampige Installation eine dreiste Abzocke ist. Die Aussage des Support-Mitarbeiters war: “Wir haben auf Kundenwunsch die Fertigung geplant und in Auftrag gegeben. Beschwerden richten Sie bitte an Microsoft. Die sind für das Betriebssystem und den Rest zuständig.” Das Gerät kommt üblicher Weise aus Fernost und ist in ähnlicher Aufmachung bei eBay für etwa 60 Euronen erhältlich. Einige Versionen haben “sogar” mehr als 500 MHz.
CAB-Dateien für Windows CE lassen sich wegen der speziellen CPU erst installieren, wenn man per HEX-Editor die CPU-Spezifikation im Header der Datei ändert oder man kopiert entpackte Programme in das Programmverzeichnis.
Dann lässt sich das Mini mit anderer Software ausstatten, was den Wert des Gerätes steigert. Der Einsatz anderer Mailprogramme (nPOP, Q3U) macht das Teilchen ganz fix zu einem guten Kommunikationsmittel und es ist einigen Fans gelungen, so ziemlich alle UMTS-Sticks, sogar Bluetooth- und IrDA-Sticks zum Funktionieren zu bekommen.
Unter http://blog.fohrn.com – “Ab Montag bei Netto: …” – hat sich eine kleine Community gefunden. Dort gibt es einige Einträge, mit interessantem Inhalt. Auch Linux und Android wurde bereits auf dem Mini erfolreich getestet.
Gut finde ich, dass hier kein Urteil gefällt wurde, ohne das Gerät gesehen und getestet zu haben. In einigen Foren von selbsternannten Spezialisten und Kennern wurde das JAY-book bereits verrissen, bevor es bei den Discountern in den Regalen lag.
Schade nur, dass der Hersteller so eine miserable Nummer abgezogen hat. Da wäre tatsächlich mehr drin gewesen! Ich mag es dennoch und nutze es recht häufig.
Gruß
Mathias
Danke für Deinen ausführlichen Kommentar Mathias. Freut mich, wenn Du damit zurecht kommst. Der Akku meines Austauschgerätes verreckte nach vier Tagen. Daraufhin wollte ich keines mehr..
Das Gerät hätte Potential, wenn es bessere Qualitätskontrollen durchlaufen würde und länger vom Stromnetz getrennt bleiben könnte. Ich kenne einige Personen die nur eine kleine, billige Internetmaschine wollen und auf Ghz getrost verzichten können.
Es sind mehrere Leute, die sich wegen eines defekten Akkus beschwerten (siehe auch im Blog).
Ich hatte da wohl bisher Glück. Meiner hält nun seit mehreren Monaten und das Gerät läuft mit eingeschaltetem WLAN und als Netradio knapp drei Stunden. Kein guter Wert aber in etwa so gut, wie ich es von meinem 500-Euro-Netbook von HP gewohnt bin.
Na ja, etwas Licht und ein wenig mehr Schatten! Ich bin dennoch sehr zufrieden und nutze das Gerät auch unterwegs, da es sogar in die Jackentasche passt.
Nun denn: Tschüs und ein Lob für diese gute Website!
Gruß
Mathias
habe mir den Jay-tech 9901 nur so als Notitzblock für
den Urlaub vorgestellt. Leider hat das Mini LapTop
keinen Terminplaner. Ist für mich unverständlich, da
ansonsten alles dran ist was man für dese simplen Sachen
braucht.
Kann mir jemand sagen,ob oder wie ich an einen
brauchbaren Planer, oder Kalender kommen kann?
Gruß
Dieter
Der Vorteil des Gerätes ist doch die Größe und das eingebaute WLAN.
Optimal überall da, wo ein öffentlicher WLAN-Zugang möglich ist.
Ich weiß nicht wie das bei den teuren Smartphones diesbezüglich ist, da ich nur ein einfaches habe und ein Smartphone wohl auch erst so ab 80 Euro anfängt – aber spätestens im Ausland wird man mit einem internettaugl. Handy durch Roaming in die Kostenfalle stolpern.
Als Internetzugangs-Gerät finde das Netbook okay.
Eine Katastrophe ist allerdings der Akku – hier wären mir auswechselbare Nimh-Akkus lieber gewesen.
Vater kaufte mir eine JAY-tech und ich bin sehr zufrieden.
Einfach mal ein wenig problem.Ne wissen, wie die interner anpassen?
Kannst du mir sagen?
die worte waren:guten gewissens kann ich es “keinem erwachsenen” empfehlen, ich bin aber 13
würden sie es für mich emfehlen???
In Fernost wird das Gerätchen zum Ptotyping für die Handy Entwicklnng genutzt. Als “Abfallprodukt” wird es auch als Laptop angerboten. Bei Hongkong Herstellern habe ich das Gerät mit Win Ce 5 und 6 gesehen, mit Windows Mobile und Android. Klar auf irgentwas müssen die vielen N97 und iPhone Plagiate ja entwickelt werden. So wie PDAs Waschmaschinensteuerungen usw usw Deshalb haben diese Hongkong Netbooks auch jede Menge unterschiedliche Prozessoren und Takte zwischen 200 MHz und 1 Ghz. RAM wird von 128 bis 512 angeboten, Displays bis 10 Zoll.
Der Akku IST wechselbar und auf Ebay gibts für 10 Euro inkl Porto Ersatz oder Zweitakku
Klar hält der Akku eines Smartphones länger aber das muss auch nicht einen 7-10 Zoll Monitor füttern sondern nur einen 3,X Zöller.
Mit meinem Mini Motebook bin ich schwer zufrieden. Unter Linux ist es übrigens ein toller Homeserver mit nur 10 Watt Stromverbrauch.
Mein Fazit zu dem Gerät : Der Freak ist damit happy der deutsche Michel wurde wieder mal durch Werbeaussagen gelackmeiert und weint bitterlich.
ich hab das “jaytech” auch & frage mich ob es damit auch i-wie möglich ist bei icq on zu gehen ? Da es keine exe dateien unterstützt hab ich es mit dem web icq prbiert aber leider ohne erfolg :-! Kann mir vllt i-wer helfen ?
Lg Pascal