Kodak PlaySport Pocket-Camcorder im Test:
Anmachen und losfilmen

Kodak macht mit seinem wassergeschützten HD-Pocket-Camcorder PlaySport dem alten Firmenmotto alle Ehre: „Sie drücken den Knopf, wir machen den Rest.“ Wir haben den Kodak Playsport einem ausführlichen Test unterzogen.

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Filmen, Ansehen, Löschen und Einstellungen – das sind die vier Knöpfe des Kodak Playsport, deren Funktion wirklich jeder sofort versteht. Dazu kommt noch ein klassisches Bedienelement, mit dem man in Menüs nach oben, unten, links und rechts gehen kann. Ein Druck auf die Mitte zur Bestätigung, das war’s.

Die Knöpfe sind so angeordnet, dass auch Linkshänder keine Schwierigkeiten damit haben dürften. Der gute Eindruck, den wir in unserem ersten Artikel über den Kodak Playsport gewonnen hatten, bestätigt sich.

Kodak Playport HD Camcorder - wasserdicht
Fotostrecke starten: Klick auf ein Bild (8 Bilder)

Keine tausend Knöpfchen und Schalterchen, alles ist sehr übersichtlich und simpel gehalten. Der Einschaltknopf findet sich an der Seite, nach einer Sekunde kann man loslegen. Einfach in die Mitte der Schaltwippe drücken, und die Aufnahme beginnt.

Zum Heranzoomen des Motivs drückt man die Wippe oben, um wieder herauszuzoomen unten. Alles sehr einfach, wie gesagt. Drückt man die Wippe links oder rechts, kann man zwischen 5-Megapixel Standfotos oder verschiedenen Videomodi wählen. Zur Verfügung stehen

  • 1080p: 1920 x 1080, 30 Bilder pro Sekunde
  • 720p/60 Bilder pro Sekunde: 1280 x 720, 60 Bilder pro Sekunde
  • 720p: 1280 x 720, 30 Bilder pro Sekunde
  • WVGA: 848 x 480, 30 Bilder pro Sekunde
  • Foto: 5,3 Megapixel, Bildschirmformat 16:9, interpoliert

Bei voller Auflösung könnte das Objektiv für meinen Geschmack etwas weitwinkliger sein. Die Brennweite des Objektivs beträgt 5,54 mm, das würde bei einer Kleinbildkamera folgenden Brennweiten entsprechen:

  • 48 mm bei 1080p
  • 36 mm bei 720p
  • 36 mm bei WVGA
  • 36 mm bei Fotos

Bei 1080 p muss man also schon ein Stückchen zurücktreten, um Personen ganz aufzunehmen oder mehrere Menschen gleichzeitig aufs Bild zu bekommen. Dafür besitzt der Kodak Playsport eine gut funktionierende Gesichtserkennung.

Auch sonst ist der Kodak Playsport wirklich praktisch. Das Display lässt sich über die Kameraeinstellungen quasi entspiegeln – zwei Filteroptionen verändern das Display so, dass man auch draußen in der Sonne etwas erkennt. Die gummierte Oberfläche verhindert, dass einem die Kamera aus der Hand rutscht, eine Schlaufe dient als zusätzliche Sicherung. Sie passt prima in die Hosentasche und robust genug, um auch wirklich dort getragen zu werden.

Schließlich ist sie sogar wasserdicht bis 3 Meter Tiefe. Nutzt man die Möglichkeit und filmt unter Wasser, kann man die Farben durch ein paar Tastendrücke korrigieren. Die Menüs verfügen über selbst erklärende Symbole.

Ein Bildstabilisator sorgt dafür, dass die Bilder nicht zu sehr verwackelt sind, wenn man mal beim Laufen filmt. Für extreme Kontraste gibt es eine eigene Einstellung, ebenso für Schwarz-weiß-Videos.

Der Kodak Playsport lässt sich nicht nur per USB an den Rechner (Mac oder PC) anschließen, um die gedrehten Videos direkt an Youtube zu schicken oder vorher zu bearbeiten. Es gibt auch einen Mini-HDMI-Anschluss und ein dazugehöriges Kabel, so dass man die Videos direkt vom Kodak Playsport aus an jedem modernen Flachbilfernseher betrachten kann. Allerdings reagiert die Kamera dann etwas träge, so dass man wirklich nach jedem Tastendruck 2-3 Sekunden warten sollte, um die Reaktion abzuwarten.

Das folgende Beispiel soll einen kleinen Eindruck von der Bild- und Tonqualität geben. Ich habe auf das Schneiden verzichtet, um möglichst wenig an der Datei zu verändern. Nur ein wenig getrimmt und so exportiert, dass YouTube nicht meckert. Eigentlich Quatsch, das Original ist deutlich schärfer, aber jetzt habe ich es schon mal hochgeladen…

Der Kodak Playsport ist der erste Camcorder dieser Art, den ich teste, so dass mir ein wenig der Vergleich fehlt, aber mich als Amateur auf diesem Gebiet hat er mit seinem robusten, wasserdichten Gehäuse und der einfachen Bedienung auf Anhieb überzeugt. Durch die Aufnahme auf SD-Karten bis 32 GB ist die Speicherkapazität nahezu unbegrenzt. Ich hatte eine microSD-KArte mit 16 GB im Adapter in Gebrauch.

Ich würde mir allerdings gleich einen zweiten Akku zum Videorecorder dazu bestellen: Wenn man mal so ein Stündchen zum Filmen rausgeht, sieht man den Ladebalken deutlich kleiner werden. Das ist aber wohl bei allen Geräten dieser Art der Fall.

Den Kodak PlaySport Waterproof Pocket-Camcorder (Affiliate-Link) gibt es online für rund 130 Euro.

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11 Kommentare

  1. kristian kroflin
    schrieb am 16. Juni 2010 um 00:08 Uhr (#)

    Und wie befestige ich das an meinem Roller oder Fahrrad?

    P.S.: flattr leeches – mit sowas verdient nur der Vermittler, hier flattr, viel Geld. die beiden
    anderen Parteien haben so gut wie nichts davon.

    1. Schreibt hier auf dem Blog Frank Müller
      schrieb am 16. Juni 2010 um 07:33 Uhr (#)

      Befestigung am Fahrrad? Vielleicht per Gorillapod. Ein Stativgewinde hat die Kodak ja.

      Aber wahrscheinlich ist für Deine Zwecke die GoBandit oder Eagle Eye oder USB Action Kamera besser geeignet.

  2. Hugii
    schrieb am 17. Juni 2010 um 19:38 Uhr (#)

    Eben gekauft und mit dem bereits vorhandenen Medion Life S47000 verglichen… WELTEN! Ich liebe das KODAK-Teil, aber es hat die wohl dümmste Bedienungsanleitung, die ich je gesehen habe!

    1. Schreibt hier auf dem Blog Frank Müller
      schrieb am 18. Juni 2010 um 09:00 Uhr (#)

      Ich muss gestehen, dass ich mir die gar nicht angesehen habe – darum auch die Überschrift des Artikels ;)

    2. Hugii
      schrieb am 18. Juni 2010 um 11:42 Uhr (#)

      @Frank Müller: Das würde dies hier erklären:

      Für extreme Kontraste gibt es eine eigene Einstellung, ebenso für Schwarz-weiß-Videos.

      Denn das stimmt m.E. nicht – diese Einstellungen stehen nur als “Durchsicht”-EInstellung beim Filmen zur Verfügung und werden zur, Zitat, “LCD-Entspiegelung” verwendet – also damit man sieht, was man filmt. Okay?

    3. Schreibt hier auf dem Blog Frank Müller
      schrieb am 18. Juni 2010 um 11:48 Uhr (#)

      Hhmm, da muss ich wohl doch noch einen Blick reinwerfen und den Artikel gegebenenfalls korrigieren. Danke für den Hinweis, Hugii.

    4. Hugii
      schrieb am 18. Juni 2010 um 14:26 Uhr (#)

      Jo, das wäre fein… und bitte auch noch erklären:

      Dafür besitzt der Kodak Playsport eine gut funktionierende Gesichtserkennung.

      Nirgendwo richtig beschrieben. Zu was dient diese Funktion, was bewirkt sie? Nicht mal die Online-Chat-Hilfe von Kodak wusste Bescheid und schrieb was von “Gesichtsfokus”, was wohl eher Quatsch ist!

      Bitte auch grad aus dem ersten Bericht korrigieren:

      Die Kamera ermöglicht ein Voice-Over direkt nach der Aufnahme, falls einem der Ton nicht passt oder man der Freundin gleich eine Liebeserklärung auf den Urlaubsfilm sprechen will.

      Funktion unauffindbar!

      Der Upload der in der Kamera editierbaren Videos auf Youtube und Co passiert, wenn gewünscht, ebenfalls direkt aus der Kamera via USB-Kabel am PC oder Mac.

      Editierfunktion nicht gefunden. Direktupload auch nicht gefunden.

      Sorry für den Stress – aber Leser helfen Leser und Redakteuren darf hier ja erfreulicherweise noch stattfinden!

    5. Schreibt hier auf dem Blog Frank Müller
      schrieb am 18. Juni 2010 um 14:37 Uhr (#)

      Kein Problem. An den ersten Bericht komme ich wahrscheinlich rechtemäßig nicht ran, aber meinen nehme ich mir noch mal vor.

      Das hier
      Der Upload der in der Kamera editierbaren Videos auf Youtube und Co passiert, wenn gewünscht, ebenfalls direkt aus der Kamera via USB-Kabel am PC oder Mac.

      müsste aber stimmen. Editierbar sind die Video mit der dazugehörigen Software (am Rechner) und direkt hochladen man sie wahrscheinlich auch darüber. (Ich habe allerdings die Mac-eigene genutzt, weil bei mir schon genug Überflüssiges auf der Platte liegt)

      Ich könnte mir vorstellen, dass die Kamera schon stärker auf Gesichter fokussiert (erkennbar am gelben Rähmchen), nur ist normalerweise der Tiefenschärfebereich so groß, dass sowieso alles scharf ist.

    6. Hugii
      schrieb am 18. Juni 2010 um 14:46 Uhr (#)

      Das hier…
      Editierbar sind die Video mit der dazugehörigen Software (am Rechner) und direkt hochladen man sie wahrscheinlich auch darüber. (Ich habe allerdings die Mac-eigene genutzt, weil bei mir schon genug Überflüssiges auf der Platte liegt)
      … stimmt shcon, aber dei Filme sind nicht auf/mit der Kamera editierbar.

      Betreffend Gesichtserkennung glaube ich, dass es sich nur und ausschliesslich um die Belichtungsregelung handelt. Denn AF hat die Kiste ja nicht. Daher auch der Spruch dazu: Capture your friends in all their glory with smart face tracking technology

    7. Schreibt hier auf dem Blog Frank Müller
      schrieb am 18. Juni 2010 um 14:50 Uhr (#)

      Das mit der Belichtung finde ich einleuchtend. Dann hätte die Gesichtserkennung doch einen Sinn.

    8. Hugii
      schrieb am 18. Juni 2010 um 18:04 Uhr (#)

      Eben getestet, Kollege vor ein Fenster in einem dunklen Raum gestellt und gefilmt. Ohne Gesichtserkennung wird auf die Helligkeit draussen eingestellt und das Gesicht ist nicht mehr erkennbar und völlig unterbelichtet (schwarz). Mit Gesichtserkennung (wobei das Gesicht dann auf dem Monitor zwischen zwei gelben Balken markiert wird) bleibt das Gesicht gut belichtet, während das hinter dem Fenster liegende (draussen) völlig überbelichtet ist. Funktioniert also bestens. Wenn jemand von KODAK hier mitliest: Wäre toll, wenn man das in der Bedi auch (nach)lesen könnte.
      Ansonsten macht die Kamera einfach nur Spass und schmeichelt auch haptisch enorm!

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