Android 2.2 “Froyo”:
Mit Tethering und Flash
Die neuste Version des Android-Betriebssystems bringt Flash 10.1, integriertes Tethering als Wifi-Hotspot, mehr Speicherplatz und ein paar andere Goodies. UPDATE: Musikstreaming und App-Installation aus der Ferne per PC
Ich bin nur halb so aufgeregt wie die meisten Android-Nutzer über die von Google an der Entwicklungskonferenz I/O von Google vorgestellten Neuerungen in der Version 2.2 von Android, namens “Frozen Yogurt” oder Froyo: Gespannt bin ich auf Flash 10.1, das laut ersten Berichten aber nur im Browser des Systems laufen soll – immerhin dürfte sich damit einiges an Webinhalten für mein Nexus One öffnen, das bisher nur einen blauen Legostein für das fehlende Plugin anzeigte. Und auf die temposteigerungen, die ein Echtzeitcompiler bringen wird: bis zu fünfmal schneller sollen alle alten Geräte unabhängig von der Hardware werden.Die zweite grosse Anpassung, Tethering, brauche ich nicht – es ist in hervorragenden Programmversionen für alle Besitzer gehackter Android-Telefone seit langem verfügbar. Ausserdem wird man den Modembetrieb nicht völlig frei nutzen können:
Google überlasst es den Telekomunternehmen, ob sie die Benutzer den Einsatz des Handys als Hotspot zulassen wollen oder nicht.
Neben diesen beiden grossen Änderungen bringt Android 2.2 Froyo aber weitere Goodies: Verbesserte Funktionen für Unternehmen wie Administrator-Verwaltung der Telefone und verbesserter Exchange-Support.
Ausserdem Integriertes Backup, Verschiebung von Anwendungen auf die SD-Karte (und damit sehr viel mehr Speicher), einen dedizierten Telefon- und Internet-Button auf dem Frontscreen, einen echten Task-Manager, in dem man sehen kann, welche Apps wirklich noch laufen und sie einzeln stoppen kann (ebenfalls ein Feature, das auf gehackten Android-Geräten heftig genutzt wird…).
UPDATE
Wer sich die Keynote anschaut, kommt nicht um die zahlreichen Spitzen herum, die Google inzwischen gegen Apple fährt, bis hin zu ironischem “Boom!” von Entwicklungs-Vize Vic Gundotra. Zu den weiteren Neuerungen, die in den Medienberichten bisher kaum angetönt wurden, aber bei Anwendern und entwicklern aufsehen erregen dürften, gehören nämlich Dinge, die Android deutlich in die Richtung der vollständig kabellosen Geräte bewegen: Der “MArket”, der Appstore von Google, ist demnächst auch im web verfügbar. Und wer sich dort einloggt, der kann mit einem Mausklick Apps auf einem seiner registrierten Android-geräte installieren – per Fernsteuerung via Internet, ohne das Gerät anzufassen. Umgekehrt wird demnächst die Musik auf dem Heim-PC nicht nur via Internet auf das Android Gerät kopiert werden können, sondern direkt ab dem PC zu Hause aufs Handy gestreamt.
Für Entwickler spannend ist eine neue Generation von Push-Meldungen: Mit einem kleinen Add-On im Browser auf dem Desktop können auf einem Ziel-Android-Gerät Aktionen ausgelöst werden. Beispielsweise, indem ein Klick auf eine Adresse im Ziel-Android-Gerät sogleich die Navigation öffnet und die Adresse zum Ziel macht – ohne Zutun des Gerätebenutzers. Klingt wie ein Albtraum, dürfte aber für Firmenanwender eine herausragende Funktionalität werden.
Welches Interesse Google an der Entwicklung von Android hat, wird durch den Werbemarkt klar: Google bietet unzählige Formate für mobile Werbung in Apps an, von einfachen Textapps über Googlemaps und “Jetzt anrufen”-Apps, aufklappbaren Inseraten, die den ganzen Bildschirm einnehmen können und Multimedia-Inhalten. Und den Entwicklern kommt Google entgegen, indem es diese Funktionalität auch für andere Werbeverkäufer öffnet: Programmierer sind also nicht auf Google als Partner angewiesen.
Eine Frage für mich als Nexus One-Nutzer bleibt offen: Weil klar ist, dass die Hardware des Google-Telefons einen UKW-Transceiver von Broadcom enthält, der FM-Radio empfangen, aber auch senden könnte, hoffen sie auf die Freischaltung dieser Funktionalität.
Nicht nur, Um unterwegs Radio zu hören (ich hätte das auch liebend gern, es ist eine der Funktionen des guten alten Nokia E71, die ich vermisse).
Das N1 würde durch diese Funktionalität auch zum Musik- und Navi-Sender im Autoradio, zum Beispiel.
Die Android-Keynote aus Googles Entwicklerkonferenz I/O (das Pathos und der Stil kommen einem bekannt vor…)





























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Ich habe das Nexus One auch. Die Radiofunktion wäre super, dann hätte man auch ohne Datenplan immer Musik dabei! Als Lösung könnte man die Musik mit der neuen Streamfunktion streamen. Aber die Funktion mit dem Plugin und direktübertragung auf das Android-Smartphone finde ich super! Telefonnummer auf Website anklicken, Handy in die Hand nehmen und der Anruf ist schon gestartet – ich stelle es mir praktisch vor.
Wann kommt das OTA-Update für das Nexus One? Sicher als erstes, aber WANN?
“ich hab gelesen” das das htc desire ebenso von der hardware radio senden könnte, aber keine antenne angeschlossen ist auf der platine.