LG GD880:
Kleines Touch-Handy mit Tricks

Wer im Zeitalter von iPhone und Android im Handymarkt bestehen will, braucht neue Ideen. LG hat einige beim GD880 ausprobiert.

LG GD880 Mini

LG GD880 Mini

Handy-Besitzer sind im App-Fieber. Sie haben gelernt, dass sie ihr Telefon mit Dutzenden zusätzlichen Programmen ergänzen und an ihre persönlichen Bedürfnisse anpassen können. Dementsprechend bewerben Apple, Google und Nokia auch ihre Applikations-Läden und buhlen mit noch mehr, noch besseren und noch billigeren Progrämmchen um die Gunst der Handy-Käufer.

Wie soll da ein Hersteller wie LG mit seinem proprietären Betriebssystem noch überleben? Er muss ein hübsches, gutes Handy verkaufen, dass einige Tricks mehr drauf hat, als die Konkurrenz.

Flash, HTML 5, OSP, AirSync
Besonders augenfällig beim GD880 ist das 3,2 Zoll grosses Touchdisplay mit der hohen Auflösung von 480 x 845 Pixeln und Hybrid-LCD-Technik. Damit werden Web-Seiten durch den auf WebKit basierenden Browser sehr klein aber dennoch lesbar dargestellt. Als einer der wenigen Handy-Surfbretter unterstützt das GD880 ferner HTML 5 und Flash. Von letztem müssen beispielsweise iPhone-Besitzer nur träumen. Auf dem LG-Telefon lassen sich also auch Flash-basierte Seiten vernünftig anzeigen und nutzen.

Ferner hat LG spezielle Clients für Facebook und Twitter auf dem Handy integriert.

AirSync – Datentausch mit dem PC

LG GD880 Airsync

LG GD880 Airsync

Besonders heftig bewirbt LG beim neuen Handy die AirSync-Lösung. Dabei werden Bilder und Weblinks einfach zwischen Mobiltelefon und Desktoprechner ausgetauscht. Allerdings muss man sich dazu beim noch kostenlosen AirSync-Service registrieren und auf dem Windows-Rechner eine Clientsoftware installieren. Diese überträgt dann beispielsweise automatisch die ganze Browser-Verlaufsliste auf das Telefon. Das heisst, unterwegs findet man schnell wieder Internetseiten, die man am PC besucht hat. Fotos am PC lassen sich mit einem rechten Mausklick konvertierten und als Hintergrundfoto auf das GD880 transferieren.

Letztlich synchronisiert AirSync auch Fotos sowie die Kontakt- und Termindaten ins Web. Alle diese hübschen Tricks verursachen natürlich GSM-Traffic, ein grosszügiges Datenabo am Handy ist also Voraussetzung. Von den Ideen her ist AirSync ferner nicht wirklich neu, insbesondere Nokia versucht mit seinem Dienst OVI schon seit über einem Jahr die Verschmelzung von Web, Handy und PC.

OSP – das Handy am PC fernsteuern
Eine gute, aber ebenfalls ziemlich alte Idee ist On Screen Phone (OSP) beim GD880. Dabei wird das Handy via Bluetooth oder USB-Kabel mit dem PC gekoppelt. Auf dessen Bildschirm erscheint dann die Handy-Oberfläche und mit der PC-Tastatur kann man beispielsweise flinker SMS tippen. Ähnliche Lösungen gibt es aber schon seit Längerem, so das kostenlose FMA oder kommerzielle Lösungen von BlueSoleil oder Resco. Ferner beherrschen das Adressbuch von Apple-OS und ältere Windows-Versionen den Trick ebenfalls.

Unter dem Strich ist das GD880 also ein hübsches, kleines Designerhandy mit einigen cleveren Zusatzfunktionen. Es ist sicher auch eine Lösung für alle, die mit ihrem Handy telefonieren und nicht “herumbasteln” wollen.

BEi Vodafone gibt’s das LG GD880 (Affiliate-Link) für rund 200 Euro.

Das Datenblatt des 549 Franken (rund 300 Euro) teuren GD880 findet sich bei LG.

 

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Ein Kommentar

  1. Hallo zusammen,

    super Beitrag. Habe mir vor kurzem das HTC Hero zugelegt und muss sagen, dass mir das doch besser gefällt. Dennoch scheint mir dies eine nützliche kleine Mobilfunkzelle zu sein. Weiter so LG!

    Lg,
    Frederik

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