Sony NWZ-A840:
Medienplayer für Lärmgeplagte

Der Sony-Walkman NWZ-A840 ist ein cleverer Medienplayer mit aktiver Unterdrückung von Außengeräuschen. Das klappt sogar, wenn man das Bordkino in Flugzeugen nutzt.

Musik ist gut, weniger Lärm ist besser. Wer im Zug oder Flugzeug seine Lieblingsmusik hören will, muss meist heftig dröhnen, um den Umgebungslärm zu übertönen. Alternativ kann man seinen Hörgang mit In-Ear-Stöpseln hermetisch verriegeln oder aktive Lärmunterdrückung nutzen. Dabei wird über ein Mikrofon der Umgebungslärm erfasst, vom Medienplayer der Gegenschall berechnet und dieser zum Ohr geschickt. Schall und Gegenschall heben sich dann praktisch auf, ausführlicher haben wir das hier schon beim grossen Lärmkillertest erklärt. Sony hat die Technik nun nicht nur in ihren MP3-Player eingebaut, sondern macht es auch möglich, die Lärmunterdrückung mit anderen Musikquellen, also beispielsweise der Kopfhörerdose im Flugzeug zu nutzen.

Der NWZ-A840 ist also nicht nur ein günstiger Multimediaplayer, sondern nebenbei auch ein unabhängiger Noise-Canceling-Ohrhörer.

Mit dem NWZ-A840 liefert Sony nun einen multimedialen Unterhalter, der in vielen Bereich zu begeistern vermag. Das beginnt schon beim 2,8-Zoll (7,1 cm) grossen OLED-Display mit 400×240 Bildpunkten. Viel Schärfe bei Bedientexten, leuchtende Farben bei Videos und genügend Helligkeit für die Nutzung im Freien zeichnen das Minischirmchen aus. Weil der A840 über Tasten statt Touch bedient wird, bleibt das Display fettfrei. Mit 7,2 Millimeter Dicke verunstaltet der Player auch die Form von hautengen Textilien nicht unnötig.

Offener als Apple
Die ersten MP3-Player von Sony hatten den Ruf, störrische Gesellen zu sein, die sich nur mit Spezialsoftware und Spezialformaten befüllen liessen. Die Japaner haben aber schnell gelernt, denn ausser Apple kann sich niemand so viel “Einzigartigkeit” leisten.

Erfreuliches sieht man, wenn man den A840 mit dem PC verbindet. Sony bietet dabei drei verschiedene Verbindungsarten an. Am einfachsten und freizügigsten ist die Einbindung als Laufwerk. Der Player verhält sich dann wie ein üblicher USB-Stick, alles was man in den Ordner Music kopiert und das passende Format hat, wird später abgespielt. Und, es sei erwähnt, der Kopiervorgang funktioniert auch in der Gegenrichtung.

Wer auf seinem PC eine komplette Musiksammlung mit dem Windows Media Player verwaltet, kann den Sony direkt als Synchronisationsgerät einbinden. Windows kopiert dann automatisch die neusten Songs, Podcasts und Videos auf den Player und kümmert sich auch darum, dass beispielsweise Fernsehaufnahmen aus dem Media-Center in passendes Videoformat umgewandelt werden.

Ein bisschen umständlicher müssen die Freunde von Apple iTunes den NWZ befüllen. Hier liefert Sony das Programm “Content Transfer” mit. Mit Drag&Drop müssen aus iTunes Songs auf das Transferfenster gezogen werden. Hierbei werden aber kopiergeschützte Inhalte nicht unterstützt.

30 Stunden Akku-Laufzeit überstehen jede Reise und dank einer ganzen Reihe von Equalizer- und Klangverbesserungsmöglichkeiten darf man bei Langweile auch soundmässig rumspielen.

Der Listenpreis von 179 Euro (270 Franken Strassenpreis in der Schweiz) für das 16-Gigabyte-Modell ist angemessen.

Schmerzlich vermisst haben wir allerdings die Unterstützung offener und unkomprimierter Audioformate wie OGG und FLAC. Der NWZ-A840 unterstützt folgende Formate:

Audio-Formate:
MP3 Media File format: MP3 (MPEG-1 Layer3) file format
Bit rate: 32 to 320 kbps (Supports variable bit rate (VBR))
Sampling frequency *2 : 32, 44.1, 48 kHz

WMA Media File format: ASF file format
Bit rate: 32 to 192 kbps (Supports variable bit rate (VBR))
Sampling frequency *2 : 44.1 kHz
* Compatible with WM-DRM 10

AAC-LC *3 Media File format: MP4 file format
File extension: .mp4, .m4a, .3gp
Bit rate: 16 to 320 kbps (Supports variable bit rate (VBR)) *4
Sampling frequency *2 : 8, 11.025, 12, 16, 22.05, 24, 32, 44.1, 48 kHz
Linear PCM Media File format: Wave-Riff file format

File extension: .wav
Bit rate: 1,411 kbps
Sampling frequency *2 : 44.1 kHz
Video (including podcasts *1 )

Video Formate:
Frame rate: Max. 30 fps
Resolution: Max. 720 × 480 *5

(H.264/AVC)
File extension: .mp4, .m4v
Profile: Baseline Profile
Level: 1.2, 1.3, 2, 2.1, 2.2, 3
Bit rate: Max. 10 Mbps
MPEG-4 Media File format: MP4 file format, “Memory Stick” video format
File extension: .mp4, .m4v
Profile: Simple Profile
Bit rate: Max. 6 Mbps

Windows
Media Video 9
File extension: .wmv
Profile: VC1 simple profile, main profile
Bit rate: Max. 6 Mbps
Audio Formats
(Codec) AAC-LC
(for AVC, MPEG-4)
Channel number: Max. 2 channels
Sampling frequency: 24, 32, 44.1, 48 kHz
Bit rate: Max. 288 kbps / channel

WMA (for Windows Media Video 9)
Bit rate: 32 to 192 kbps (Supports variable bit rate (VBR))
Sampling frequency : 44.1 kHz
Compatible with WM-DRM 10

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3 Kommentare

  1. jb
    schrieb am 6. Mai 2010 um 18:26 Uhr (#)

    Die Japaner haben aber schnell gelernt, denn ausser Apple kann sich niemand so viel “Einzigartigkeit” leisten.

    Ja, die haben wirklich sehr sehr sehr schnell gelernt. Der letzte MP3-Player von Sony (2008) musste wirklich noch mit störrischer Sony-Software beladen werden. Aber MP3-Player gibt es ja auch noch nicht soo lange… schliesslich verkauft Apple den iPod erst seit 2001.

    1. wowow
      schrieb am 6. Mai 2010 um 20:46 Uhr (#)

      Ach echt? Hab ich was verpasst oder geht bei Apple das Musikladen immer noch nur über das besch…… iTunes Gedöns? Wenn das bei den iJobs jetzt auch per Drag & Drop geht, würde ich mir so ein iDings auch glatt mal zulegen! Klär mich bitte auf!

  2. Schreibt hier auf dem Blog Kurt Haupt
    schrieb am 7. Mai 2010 um 08:51 Uhr (#)

    Apple=iTunes mit allem zugehörigen Ärger. Das war mit der ironischen “Einzigartikgeit” gemeint. Nix Drag&Drop und wehe man hängt den Player an einen fremden PC! Bastellösungen, die iTunes umgehen, haben sogar einen eigenen Blog! Mein persönlicher Favorit der ist der kostenlose CopyTrans Manager.

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