HPL Dry-All:
Rettung für elektronische Wasserleichen

Das Dry-All von HPL bewahrt den elektronischen Liebling vor dem Ertrinken und treibt auch Restfeuchte aus dem Gerät.

Wer beruflich nah am Wasser arbeitet oder privat nah am Wasser gebaut ist, äh hat, der sorgt dafür, dass seine Elektronik wasserdicht ist. Das fängt bei der 200m WR Uhr an und endet meist nicht bei einem wasserdichten Plastikgehäuse um die Kamera herum. Doch was tun, wenn die Tochter das verschmutzte Handy mit viel Seife im Waschbecken putzt, der Regen auch den Rucksack mit der Kamera ersäuft oder die eigene Schusseligkeit lebensverkürzende Maßnahmen einleitet?
Natürlich zuerst Akku raus, abtrocknen und am besten sofort professionell Trocknen, zum Beispiel mit dem Dry-All von HPL.

Das Wichtigste bei einem Wasserschaden ist: einen Kurzschluss zu vermeiden, also Akku raus, danach sollte man alle Abdeckungen und entfernbaren Teile abnehmen und von Hand abtrocknen und trocknen lassen. Bei kurzen “Abtauchern” reicht das manchmal schon vollkommen aus. Wessen Gadget längere Tauchgänge oder Waschgänge hinter sich hat, kommt um ein Aufschrauben meist nicht herum. Das Dry-All Pulver wird in einem verschließbaren Plastikbeutel geliefert, ein Schwamm trennt den MP3-Player oder das Handy von den leicht staubigen Krümeln. Der Hersteller HPL behauptet, sein Wundermittel sei besser als die, welche in den kleinen Silicagel Tütchen zur Anwendung kommt – um welche Substanz es sich dabei handelt verrät er nicht. Viel Ausweichmöglichkeiten besitzt er andererseits auch nicht, das Prinzip dabei ist immer das Gleiche:

Das Wasser wird chemisch an den kleinen Kügelchen gebunden, die bleiben glücklicherweise formstabil, auf diese Weise verdunstet stetig ein Teil der Wassertropfen und wird sofort vom Gel aufgenommen. Ist das Trockenmittel vollständig wassergesättigt färbt sich der blaue Anteil weiß und es muss “reaktiviert” werden, dazu verteilt man es auf einem Backblech, beheizt es für 15 Minuten bei ungefähr 180 °C, was das Wasser aus dem Gel heraus treibt – danach ist es sofort wieder einsatzbereit.

Für bereits bestehende Wasserschäden – also gehimmelte Handys nach einem Kurzschluss – erlebt man damit keine Rettung mehr. Eventuell hilft hier noch ein Alkoholbad – dem nächsten Malheur kann damit allerdings schnell und einfach entgegengewirkt werden und wenn die Uhr innen beschlägt ist, ist das der letzte Ausweg. Für den Normalfall reicht allerdings auch Silicagel zum Beispiel von Amazon (Affiliate-Link), welches nicht extra in den USA bestellt werden muss, nebenbei wird Europa von HPL ohnehin nicht beliefert.

Gesehen bei Dry-All.

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2 Kommentare

  1. Susan Gottwald
    schrieb am 1. Mai 2010 um 18:20 Uhr (#)

    Das ist vielleicht genau das Richtige für meine Unterwasserkamera. Zwischen Kamera und Gehäuse ist ein wenig Platz so das man da vielleicht diese Kügelchen rein füllen kann um den Fall der Fälle vorzubeugen.

    1. wowow
      schrieb am 1. Mai 2010 um 22:52 Uhr (#)

      Nein Susan, wird nichts nutzen wenn Wasser in das Gehäuse beim Tauchen eindringen sollte.
      Sieh lieber zu, dass die Dichtungen sauber und gut eingefettet sind, ist allemal besser.

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