Rationalcraft Winscape:
Der Monitor als Fenster zur Welt

Das Winscape System simuliert ein echtes Fenster indem es den Blickwinkel an die Position des Beobachters anpasst.

Der Computerbildschirm ist für viele das Fenster in eine neue Welt, seien es nun World of Warcraft, eine virtuelle Reise durch Google Earth oder nur ein aufregendes Video. Was aber, wenn es wirklich ein Fenster wäre, durch das man hinaus sehen hönnte? Sevilla, der Mann hinter dieser Idee, begann sich in die Programmierung einzulesen, Schnittstellen-Protokolle zu schreiben und das Ergebnis “Winscape” kann sich mehr als sehen lassen.

Winscape heißt die Software und läuft nur auf einem Mac, sie erfasst durch ein Sender und Empfänger Paar die Position des Betrachters und verändert den Bildausschnitt eines HD-Films entsprechend – geht man auf das “Fenster” zu vergrößert sich der Ausschnitt, entfernt man sich sieht man nur einen kleinen Teil. Sogar die Blickhöhe wird berücksichtigt, man kann also von oben aus dem “Fenster” nach unten sehen. Zum perfekt täuschenden Eindruck, sind bis zu zwei Bildschirme gleichzeitig ansprechbar, ihr Abstand zu einander läßt sich individuell einstellen und auch deren Größe.

Für HD-Bildqualität und überzeugend echtes Fensterfeeling benötigt man eine rechenstarke Apple Mac Pro Workstation (2,66 GHz Quad-Core mit Nvidia Geforce GT 120) und High-Definition, sieht man eben nur auf einem HD-Display, von dem Sevilla zwei 46 Zoll Plasma Bildschirme “missbraucht”. Die Bewegungen des Fensterguckers werden mittels einer Wii-Remote an den Rechner übertragen, der im Raum nebenan steht, während eine iPhone App den Benutzer die Szenerie auswählen läßt, be-eindruckend!

Jeder kann das am heimischen Mac mit HD-TV ausprobieren, denn Winscape ist Freeware, allerdings dürfte der Wow-Effekt nur bei entsprechender Investition in Rechenleistung und einen überzeugend großen Fernseher / Monitor aufkommen. Nichtsdestotrotz ist das ein sehr überzeugender Aufbau, auch wenn der Betrieb dafür nahezu 1000Wh und mehr verschlingt!

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3 Kommentare

  1. R.S.
    schrieb am 18. April 2010 um 11:06 Uhr (#)

    Kleine Anmerkung:
    Das:
    “Nichtsdestotrotz ist das ein sehr überzeugender Aufbau, auch wenn der Stromverbrauch dafür nahezu ***1000W und mehr verschlingt – in der Stunde!***”
    ist keine sinnvolle Aussage. Ist die Leistung nun einfach 1000W? Falls ja, wird in einer Stunde Energie von 1000Wh verbraucht.

    1. Schreibt hier auf dem Blog Kai Zantke
      schrieb am 18. April 2010 um 16:48 Uhr (#)

      Danke für den Hinweis, war etwas unglücklich formuliert.

  2. bo
    schrieb am 19. April 2010 um 09:40 Uhr (#)

    Vor einiger Zeit hat auch schon Johnny Chung Lee die Wii-Fernbedienung ähnlich “missbraucht” :)

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