Microsofts Handy “Kin”:
Zune, Bing, Kin
Microsoft lanciert eigene Handys namens Kin (One und Two), basierend auf Hardware von Sharp, Windows 7 und Zune. Sie sollen soziale Netzwerke in den Vordergrund stellen und junge Kunden anziehen.
Microsoft hat noch nie mit einer eindeutigen Strategie brilliert. Aber jetzt verblüfft der Softwaregigant doch sehr:Die Vorstellung der beiden Handys “Kin one” und “Kin two” ist irgendwas zwischen allen Stühlen, auf denen Microsoft sitzt (und ausserdem vor Wochen schon fast vollumfänglich vorausgesagt worden – alles, was wir damals von Bloomberg erfahren haben, stimmt, ausser dem Namen der beiden Handys).
Die Oberfläche der Telefone heisst Loop und vereint Facebook, MySpace, Twitter und Microsoft-Feeds; das Betriebssystem ist angeblich Windows 7 (wohl eine sehr abgespeckte Variante) und nicht Windows Phone 7.
Der in die auf soziale Netzwerke ausgerichteten Telefone integrierte Browser stammt aus dem Musikplayer Zune, ebenso die grafische Oberfläche.
Die Handys erlauben keine Installation von Drittsoftware und haben nur vier oder acht Gigabyte Speicher – dafür soll der Online-Speicherdienst des in den USA weit verbreiteten Sidekick-Telefons der von Microsoft gekauften Firma “Danger” mit einem Dienst Namens “Studio” Daten und Anwendungen auf den Kin-Telefonen sichern.
Das dürfte dem einen oder anderen Anwender schlechte Erinnerungen an die Löschung seiner Daten im vergangenen Jahr aufkommen lassen und das Vertrauen der Konsumenten nicht gerade fördern.
Eigenartig sei auch, merkt zum Beispiel “The Register” an, dass Microsoft nicht seinen Flash-Ersatz Silverlight auf die Kin-Handys bringt, der doch in Windows Phone 7 eine wichtige Rolle spielen soll. Dafür kommen die beiden Telefone mit Digitalkameras von fünf und acht Megapixeln.
Und schliesslich bleibt der Preis des Telefons noch im Dunkeln, obwohl es in wenigen Wochen bei Verizon in den USA erhältlich werden soll.
Ich würde mal sagen, angesichts der eigenartigen Ausstattung und der Ausrichtung auf Online-Speicher und MySpace-Kids wird das Kin One ebenso wenig wie das Kin Two je in Europa auf den Markt kommen.Eher noch hätte hierzulande der Zune eine Chance, dessen Wifi-Lösung und die Möglichkeit, Songs mit andern Zune-Besitzern zu teilen, ich noch immer für eine spannende Sache halte.
Aber zwei kastrierte Facebook-Handys mit magerer Ausstattung, einem sonst nirgendwo zu findenden Betriebssystem, keiner Drittsoftware und einem Speicherdienst in der Cloud dürften in Europa unverkäuflich sein und es in den USA ziemlich schwer haben.
Es sei denn, Kin One und Kin Two werden von den Netzbetreibern wie Verizon massiv subventioniert, um Cloud-Kunden mit Datenabos zu gewinnen.





















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Laut Golem.de soll es in Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien im Herbst 2010 bei Vodafone rauskommen.
Ach, der Herr Sennhauser wieder – diesmal keine Holzmedien-Bashing – sondern Microsoft. Da muss man es, wie immer, mit den Fakten nicht sooo genau nehmen.
Peter Sennhauser am 13. April: “…Kin One ebenso wenig wie das Kin Two je in Europa auf den Markt kommen. ”
heise.de: am 12 April:”…in Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien wird Vodafone die Geräte im Herbst auf den Markt bringen.”
Wieder mal “tolle” journalistische Arbeit geleistet liebe Netzwertig-Schreiber. Ist bei Euch eigentlich Google kaputt oder soll das die literarische Freiheit eines Bloggers sein? C-Liga.
@Mike Hauser: Peter darf doch an dieser Stelle seine Prognose kundtun, wo ist das Problem? Nur weil es in Europa für den Herbst angekündigt wird, heisst das noch lange nicht, dass es auch wirklich in den Handel kommt.
Hmm,
wenn ich es mir recht überlege puyol5: Natürlich darf Herr Sennhauser seine Prognose über die Vermarktung eines Produkt abgeben – selbst wenn die Fakten einfach weggelassen/ignoriert/ausgeblendet werden.
Es gibt auch Menschen die behaupten, dass 2012 soll die Erde untergehen.
…kicher…
Ein “Fakt” ist die Markteinführung in Europa genau dann, wenn die Geräte offiziell importiert und verkauft werden.
Es soll auch Leute geben, die Microsofts Ankündigungen grundsätzlich für Fakten halten. Kicher.
Ich kann mir angesichts der neusten Meldungen ein Schmunzeln grade nicht verkneifen, Herr Hauser. :-)