Corsair Flash Padlock 2 im Test:
Automatisch sicher

Im neuerdings-Test zeigt sich, wie alltagstauglich der USB-Stick Corsair Flash Padlock 2 mit seiner Hardware-Verschlüsselung ist.

Über den Corsair Flash Padlock 2 hatten wir schon einmal berichtet. Jetzt konnten wir den 8 GB Stick mit Hardware-Verschlüsselung durch Zahlencode einem ausführlichen Test unterziehen.

Der erste Eindruck ist positiv: der gummierte Stift fühlt sich gut an, macht einen soliden Eindruck und liegt gut in der Hand. Wichtig, um zu verhindern, dass der Stift beim Eintippen der Zahlenkombination wegrutscht. Aber zuerst müssen wir ja mal eine Kombination vergeben.

Dazu drückt man zunächst die die obere der 6 Tasten, auf der ein Schlüssel abgebildet ist, 3 Sekunden lang. Daraufhin leuchten die rote und grüne LED auf, nun kann man eine 4 – 10-stellige Nummer mit den 5 Zahlentasten eingeben, die doppelt belegt sind. Ein weiterer Druck auf die Schlüssel-Taste, die Kombination ein zweites Mal eingeben, noch ein Druck auf die Schlüssel-Taste, und es kann losgehen. Die Tasten haben einen gut fühlbaren Druckpunkt, so dass man genau merkt, ob man ein- oder zweimal gedrückt hat.

Wer mag, kann neben der Nutzer-PIN noch eine Administrator-PIN eingeben. Vergisst der Nutzer seine Kombination, kann der Administrator die Nutzer-PIN zurücksetzen, ohne dass die Daten auf dem Stick verlorengehen.

Hat man keine Administrator-PIN vergeben, sieht das etwas anders aus. Vergisst der Nutzer seine Kombination, kann er den Stick nur weiterbenutzen, indem er die Schlüssel-Taste und die 0/1-Taste gleichzeitig 3 Sekunden lang drückt, 9-1-1 eingibt und auf die Schlüssel-Taste drückt. Dabei werden alle Daten gelöscht. Nun muss man den Corsair Flash Padlock 2 an einen Rechner anschließen und den Stick neu formatieren.

Schließt man den Padlock 2 an einen Mac-Rechner an, erscheint er gar nicht erst als Volume im Finder. Stattdessen blinkt die rote LED am Stick, bis man die richtige Kombination eingibt. Dann leuchtet die grüne LED auf, der Padlock 2 wird angezeigt, und man kann auf die Daten zugreifen.

Das geht zwar nicht umwerfend schnell, aber doch recht flott. 18,8 MB/s Lesegeschwindigkeit zeigt MBBench an, beim Schreiben sind es allerdings nur bis zu 10 MB/s. Aber schließlich will der Padlock 2 auch nicht durch Geschwindigkeit überzeugen, sondern durch Sicherheit. Und das gelingt ganz gut. Man braucht keine Software zu installieren und sich um nichts zu kümmern. Der Padlock 2 verschlüsselt Daten automatisch via 256-Bit AES, sobald man den Stick abzieht. Der Stick verfügt über einen internen Akku, der sich in einer Stunde am USB-Anschluss des Rechners komplett auflädt. Corsair gibt eine 10-Jahres-Garantie auf den Padlock 2.

Durch die hardwareseitige Verschlüsselung kann man den Stick an Windows-, Mac- oder Linux-Rechnern verwenden, ohne Software installieren zu müssen und weiß seine Daten dennoch vor fremdem Zugriff geschützt, falls man den Stick mal liegen lässt. Und die Speicherkapazität reicht für eine Menge Daten aus.

Erstaunlicherweise stehen laut Informationsfenster im Finder sogar 8,28 GB auf dem 8 GB großen Corsair Padlock 2 zur Verfügung. Ein Blick ins Terminalfenster zeigt dann aber eine wahrscheinlichere Größe: 7,7 GB sind frei.

Fazit: Der Padlock 2 funktioniert auf Anhieb, benötigt keine Software, ist stoßgeschützt und liegt mit seiner gummierten Oberfläche gut in der Hand. Er zählt nicht zu den kleinsten USB-Sticks, aber das ist durch die Hardware-Verschlüsselung mit Tastenfeld und internem Akku auch gar nicht anders möglich. Die Tasten haben einen guten Druckpunkt und lassen sich auch mit dicken Fingern (wie meinen) gut bedienen. Lese- und Schreibgeschwindigkeit sind zwar nicht überwältigend, dafür jedoch relativ konstant und insgesamt durchaus ausreichend. Für mich ist der Corsair Flash Padlock 2 durch die automatische 256-Bit AES-Verschlüsselung perfekt geeignet, um auf einem USB-Stick gesicherte Daten ganz einfach vor dem Zugriff Fremder zu schützen.

Online gibt es den Corsair Flash Padlock 2 (Affiliate-Link) mit 8 GB Speicherplatz für knapp 50 €. Unkomplizierte Sicherheit hat ihren Preis.

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5 Kommentare

  1. Hugii
    schrieb am 22. März 2010 um 14:15 Uhr (#)

    Achtung: Administratoren-PIN kann man nur bei leerem Stick programmieren! Also – entweder ganz am Anfang, wenn er neu ist – oder dann, wenn er frisch geleert wurde.

    Gummi-Oberfläche hat den Nachteil, dass sie immer ein wenig Fusseln festhält… oder eben das, was man so als Reste in einer Tasche hat.

    Ansonsten: Gutes Teil und eben – sicher!

  2. MacMacken
    schrieb am 22. März 2010 um 16:41 Uhr (#)

    Erstaunlicherweise stehen laut Informationsfenster im Finder sogar 8,28 GB auf dem 8 GB großen Corsair Padlock 2 zur Verfügung. Ein Blick ins Terminalfenster zeigt dann aber eine wahrscheinlichere Größe: 7,7 GB sind frei.

    Beide Angaben sind richtig – 7.7 GiB = 8.28 GB.

    Siehe dazu auch: http://macmacken.com/2009…rminal-gb-versus-gi/

  3. Schreibt hier auf dem Blog Frank Müller
    schrieb am 24. März 2010 um 22:32 Uhr (#)

    Danke für die Hinweise. Ich find’s immer wieder schön, wenn Leser nicht nur Artikel kritisieren, sondern auch mal Tipps und Ergänzungen in den Kommentare hinterlassen.

  4. MacMacken
    schrieb am 29. Juni 2010 um 21:04 Uhr (#)

    Automatisch unsicher:

    http://heise.de/newsticke…befugte-1030899.html

  5. Hugii
    schrieb am 30. Juni 2010 um 11:50 Uhr (#)

    Uff – ich danke für den Hinweis! Konnte bei meinem Stick dies zwar nicht nachvollziehen (also den Zugriff auf die Daten nach 5 s-Drücken der beiden Tasten), aber das liegt vielleicht darin, dass ich bereits einen Master-Pin gesetzt hatte.

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