Nano Note:
PDA für Linuxkenner
Nano Note von Sharism, ein zigarettenschachtel grosser PDA, ist erst seit kurzem auch in Europa erhältlich – ein Winz-PC für echte Profis.
Je kleiner desto besser, desto portabler, desto begehrenswerter. Das Nano Note von Sharism scheint all diese Kriterien zu erfüllen: Es hat Abmessungen wie eine übergroße Zigarettenschachtel, ist zusammengeklappt auch in der Hosentasche geschützt, kostet keine 120€ und ermöglicht sogar 3D-Spiele.
Beim Blick auf die Hardwaredaten fragt man sich dann jedoch unweigerlich: “Wozu?” – und outet sich dabei automatisch als potentieller Nicht-Käufer. Tatsächlich fällt einem im ersten Moment kein sinnvoller Nutzen für so eine kleine Schachtel ein, außer als Stütze für das wackelige Tischbein vielleicht.
Geliefert werden eine 336 MHz XBurst MIPS-compatible CPU, da täuscht auch das blumige “burst” nicht über die geringe Taktrate hinweg, und ein 3-Zoll (Farb- !) Display mit QVGA-Auflösung, also genau den 320 * 240 Pixeln, die all die alten Smartphones schon aus dem “efef” beherrschen.
Die albtraumverursachend minimen 32 MB (MEGA, kein Tippfehler) DRAM, die 2 GB NAND Flashspeicher und ein microSDHC-Slot klingen, als hätte man ein altes Handy ausgeschlachtet. Immerhin wiegt das Nano Note nur 126 Gramm und wartet mit Highspeed USB 2.0, Kopfhörer- und Mikrofonanschluss auf.
Was macht man mit so etwas? Als normaler Endbenutzer im Normalfall nichts. Aber der Clou am Nano Note ist seine komplett offene Architektur: jedes verbaute Teil ist vollständig dokumentiert, alle Programmier-Schnittstellen sind frei zugänglich und der USB-Port bootfähig. Damit eignet es sich für Entwickler, Programmierer und selbsternannte Hacker gleichermaßen.
Bei Auslieferung ist OpenWrt vorinstalliert, ein Embedded-Linux , das ursprünglich für Router konzipiert wurde und mittlerweile eine enorme Anzahl von unterschiedlichsten Programmen zur Verfügung stellt. Mußte man bis vor kurzem noch auf eine Shell zurückgreifen, ist mit DirectFB und GTK endlich eine Benutzeroberfläche nutzbar. Der USB-Port läßt parallele Bootsysteme zu und lädt so zum experimentieren ein.
Für mich “Normalo-Nutzer” ist das Nano Note damit leider ein Buch mit sieben Siegeln zu einem verlockenden Preis mit keinem erkennbaren Mehrwert – selbst ohne Programmierkenntnisse ist mein Smartphone zu allerhand mehr in der Lage.
Alternativen wären die Pandora (300 €), eine Spielkonsole und Kleinst-PC oder der OpenMoko Freerunner (230 €), ein Linux-Handy.
Erhältlich direkt bei <a href=”http://sharism.cc/shop/product_info.php?products_id=1&osCsid=81221b17bf3e2b84cd01e44a80e9f210″>Sharism</a> oder beispielsweise bei <a href=”http://www.openmokoshop.de/”>Pulster</a>.























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Naja .. hab schon ein Netbook (mit Eeebuntu drauf), ein PDA brauch ich grad nicht zum Rumspielen. Die von dir weiter aufgeführten Alternativen sind IMHO viel sinnvoller – unabhängig vom Linux-Bashing ;)
cu, w0lf.
Das möchte ich korrigiert wissen: Als langjähriger Linux-Nutzer würde ich jedwedes Linux bestimmt nicht schlecht machen.
Nur bin ich nicht wie Apple-Jünger ein Linuxfanboy und nicke alles kommentarlos ab.
Ein “full-fledged”" Linux auf einem QVGA-Screen ohne (W)LAN ist in meinen Augen eine Spielerei ohne Sinn. Selbst als Konsolen- oder SSH-Shell-Device ist das zu klein und nicht nutzbar, Linux hin oder her. Dann doch lieber etwas mehr Geld ausgegeben und einen Sharp Zaurus o.ä. gekauft.
also ich finde den artikel auch nicht besonders gelungen..
ok, das gerätchen ist hardwaremaßig kein omgwtfwant aber der preis eröffnet doch einige nette perspektiven:
es soll leute geben die kaufen sich für 70 € einen casio-rechner der vergleichweise miserabel ausgestattet ist..
außerdem steckt in dem ding immerhin mehr power als in meinem alten gp2x, damit lassen sich darauf wahrscheinlich ruckelfrei snes-spiele zocken..
an sonsten, naja, mucke hören.. (]-.-[)
ich gehör jedenfalls zu den leuten den ihr netbook inzwischen irgendwie ‘zu groß’ ist ;)
ich weis nicht ob ich’s mir kaufe, aber verlockend ist es schon..
Qi Nanonote Bezugsquelle: http://www.Pulster.de