Minebea Cool Leaf Tastatur:
Spieglein, Spieglein unter der Hand…

Minebea beweist japanisches Know-How und stellt eine Touchscreen Desktop-Tastatur mit Spiegeloberfläche vor.

Japanische Elektronik hat den Ruf langlebig und besonders außergewöhnlich zu sein, vor allem inländische japanische Produkte lassen uns staunen, sie schaffen es jedoch nur selten nach Europa. Gleiches wollen wir bei der neuen Touchscreen-PC-Tastatur Cool Leaf phi-QWERTY von Kazuo Kawasaki nicht hoffen.

Das Prinzip kennen wir längst vom iPhone und vielen Laptops mit berührungssensitiver Multimedialeiste: Eine kapazitive Folie registriert Fingerberührungen und gibt deren Lage an das Betriebssystem weiter.

Minebea Cool Leaf phi
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In unserem Fall stammt die Folie von Toray Industries (u.a. für Dermizax bekannt) und hat einen weiteren Pluspunkt: Sie ist in der Lage, neben der Berührung auch den Berührungsdruck zu messen. Die vorgestellten Produkte machen davon jedoch keinen Gebrauch, vielleicht kann man damit zukünftig messen, wieviel Brotkrümel auf der Tastatur liegen?

Ist der PC ausgeschaltet oder wurde für eine kurze Zeit keine Eingabe mehr getätigt, erlischt die Hintergrundbeleuchtung, und die Tastatur erscheint als glatter Spiegel. Es gibt zusätzlich auch eine TV-Fernbedienung (phi-Remote), sowie einen Taschenrechner (phi-Calc), die im wahrsten Sinne des Wortes mit der selben Spielerei glänzen. Wieso bei so einem forschrittlichen Design aber kein OLED für den Taschenrechner verwendet wurde, ist schleierhaft – mit dem LCD sieht das ziemlich altbacken aus.
Zusätzlich sind bereits weitere Features in Vorbereitung, so will man bei Minebea auch einen Lagesensor und eine haptische Rückmeldung integrieren, wie man sie von Smartphones kennt, wo das Handy kurz vibriert, wenn man eine Eingabe vollzieht.

So toll und revolutionär das im ersten Moment klingen mag, haben wir das alles schon gesehen. Zwar läßt sich die Tastatur jetzt viel gründlicher, hygienischer reinigen und sieht schick und elegant aus, doch dafür muss man sich mit Fettflecken auf der Oberfläche abmühen und bekommt kein richtiges Feedback, was man gedrückt hat. Nicht umsonst haben noch heute alle erfolgreichen Textmaschinen eine echte, gute, alte mechanisch-elektronische Tastatur.

Als Einsatzzweck kommen also eher medizinische Einrichtungen (wo man keine Handschuhe tragen muss!) oder öffentliche Plätze in Frage, doch da gibt es ja bereits Touchbildschirme wie bei der Bahn – deshalb: Tut uns leid Minebea, zu spät!

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5 Kommentare

  1. kommentator
    schrieb am 5. März 2010 um 11:57 Uhr (#)

    Würde mir die Tastatur, wenn nicht zu überteuert, sofort kaufen. Auf Monitoren rumzutatschen finde ich nicht so prall.

  2. Jürgen
    schrieb am 5. März 2010 um 13:35 Uhr (#)

    Das Teil ist zum Arbeiten völlig unbrauchbar.

  3. jb
    schrieb am 5. März 2010 um 14:46 Uhr (#)

    @Jürgen:
    Wieso meinst du? Hattest du das Teil schon mal in der Hand???

    Eigentlich hätte sowas schon längst Standard werden müssen. Besonders interessant finde ich es dann, wenn nebst der Tastatur auch noch die Mausfunktion integriert wäre. Ist der Cursor in einem Textfeld sieht man die Tastatur, drückt man eine bestimme Taste wird es automatisch zum Mousepad mit Multitouch… die Vorstellung, herrlich :-D

    Und all die Gamer-Tastaturen werden überflüssig, weil beliebig viele Tasten in einer beliebigen Anordnung dargestellt werden können. Unterschiedliche Sprachlayouts? SwissGerman vs. US (z und y), Chinesisch vs. Lateinisch, Windows-Taste vs. Apfel, Multimedia-Buttons, etc… wäre alles überhaupt kein Problem mehr

  4. Christoph
    schrieb am 5. März 2010 um 15:42 Uhr (#)

    Die Frage ist nur wie man das mit den Druckpunkten macht. 10Finger Blindschreiben stell ich mir hierbei recht schwierig vor, wenn man nie genau weiss wo man nu ist.

  5. kommentator
    schrieb am 7. März 2010 um 15:00 Uhr (#)

    Alles eine Sache der Gewohnheit.

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