Roaming-Gebührenbremse:
Bei 50 MB ist Schluss
Egal welchen Provider man für seinen Mobilfunkvertrag wählt, wenn man im Ausland ist, wird es schnell unerwartet teuer. Das wird sich ab 1.Juli 2010 ändern. Nicht wegen der preise, sondern wegen einer neuen Roaming-Sperre als Dienstleistung der Mobilfunkkonzerne.
Smartphones mit all ihren Applikationen für die Restaurantsuche, die Navigation oder Mails sind extrem praktisch. Zumindest so lange, wie man in seinem Heimatland weilt. Dort, wo man die Apps wirklich gut gebrauchen könnte, nämlich im Ausland, verzichtet man aus Kostengründen lieber: Da wird 1 Megabyte Daten gerne mal mit 5 Euro oder mehr berechnet, so dass ein simpler Mailabruf absurd hohe Kosten verursacht.
Das wird sich ab dem 1. Juli 2010 ändern. Die EU hat mal wieder zugeschlagen.
Es ist aber auch wirklich ein Ärgernis. Egal, ob man bei einem kleinen Provider oder bei einem internationalen Konzern Kunde ist, die Roaminggebühren sind lächerlich hoch. Und es ist schwer nachzuvollziehen, warum zum Beispiel bei O2, die europaweit tätig sind, die Datendienste außerhalb des Heimatlandes derartig teuer sind.
Aber die Konkurrenz ist ja auch nicht besser. Einmal beim iPhone oder Android Handy vergessen die Push-Mitteilungen abzustellen, schon bekommt man eine Rechnung, die einen in Ohnmacht fallen lässt.
Das kann zwar immer noch passieren, aber zumindest wird man gewarnt. Ab Juli wird die Datenverbindung im Roaming nach 50 MB gestoppt. So verlangt es eine neue Regelung der EU. Bevor man abgeschaltet wird, bekommt man eine Warnmeldung, dass das Kontingent bald erschöpft ist.
Allerdings – ignoriert man die Warnung, wird es wieder teuer. Als Kunde kann man auch bestimmen, ab welchem Wert die Abschaltung erfolgt. Wer nichts festlegt, muss sich mit 50MB begnügen.
Gleichzeitig arbeitet die EU daran, dass man die Kosten für Datendienste generell senkt. Ziel ist es bei einem Preis von 1 Euro pro MB zu landen, was schon mal ein großer Schritt nach vorne wäre. Nur – diese Grenzen gelten nur in der EU. Wer woandershin in den Urlaub fährt, wird weiter zur Kasse gebeten.




















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Es ist ein Anfang, obwohl es von diesen Internationalen Konzernen eine Frechheit ist, so viel Geld für Datenverbindungen, SMS u. Telefonate zu verlangen.
Das beste Beispiel ist T-Mobile, ich konnte mich mit meinen deutschen Zugangsdaten in die T-Mobile W-Lan HotSpots in der Londoner U-Bahn einwählen. Aber später kam die dicke Rechnung. Das ist doch absurd, oder?
Wer liest hat mehr vom Leben – und wer die AGB seines Mobilfunkvertrages liest, behält mehr Geld in der Geldbörse. Immer dieses Geschrei und Gezeter und die Eigenverantwortung hintenanstellen wollen, DAS ist echt absurd.
Interessant wäre es jedoch zu wissen, welche Länder/Betreiber damit Geld verdienen, bei welchen es sich die Waage hält und bei welchen es nichts in die Kasse regnet. Denn die Verrechnungen dieser Roaminggeschäfte ist ja auch nicht gratis und es ist für alle ein Geben und Nehmen. Würde es bei allen die Waage halten, dann könnte man es abschaffen. So aber weicht der interessierte und verantwortungstragende Konsument auf PrePaid-Angebote des Reiselandes aus und freut sich, wenn wieder einer rumstänkert, denn: Wer liest hat mehr…
Die EU sollte langsam durchsetzen das Handyverträge EU weit gelten. Immerhin ist es langsam lächerlich, den die Anbieter sind in fast allen Ländern vertreten und Einschränkungen auf dem Markt gibt es fast gar nicht mehr.
Richtig, hier wird abkassiert nach dem Motto: Melkkuh Kunde. Das Geld kann man gut verwendet, für feindliche Übernahmen, Boni oder Betriebsfeiern.
Im übrigen nutze ich Simyo und die bemühen sich sehr um günstige Tarife, sehr zu empfehlen.
@Hugii:
Es geht hier überhaupt nicht darum, dass Kunden ihre AGBs nicht lesen oder uninformiert sind. Dieses Thema wird mittlerweile in allen Medien so oft und ausgiebig diskutiert, dass man nicht mal die AGBs des eigenen Vertrags kennen muss, um informiert zu sein.
Vielmehr geht es doch darum, dass wir einfach nicht mehr gewillt sind, uns von den Mobilfunkbetreibern für blöd verkaufen zu lassen. Man suggeriert uns, dass mobiles Internet, Datendienste, etc. heutzutage das normalste der Welt sind und man im täglichen Leben darauf kaum noch verzichten kann (ob dem so ist sei mal dahingestellt), zudem leben wir in einem grenzfreien Europa und sollen uns zunehmend wie Europäer fühlen. Wieso bitteschön soll ich dann plötzlich das x-fache für Datendienste etc. bezahlen, nur weil ich mich in einem europäischen Nachbarland befinde?
Fakt ist, dass es relativ problemfrei möglich wäre, Datenroaming um ein Vielfaches günstiger anzubieten, da die Abrechnungsmodalitäten etc. keine große Herausforderung darstellen. Fakt ist aber auch, dass die Mobilfunkbetreiber absolut NULL Interesse haben, das Roaming günstiger anzubieten, weil sie sich daran dumm und dämlich verdienen.
Und dass man sich als zahlender sowie über die AGBs bestens informierter Kunde darüber aufregt, ist sowohl nachvollziehbar als auch dringend notwendig, damit sich endlich mal was zu gunsten der Kunden ändert!
Gruß
Julia
chapeau julia! besser kann mans nicht auf den punkt bringen.
Was ich wirklich lächerlich finde ist, dass SMS in einem EU Land per Roaming teilweise günstiger sind als im eigenen Land. 13 Cent im EU-Ausland und teilweise bis 29 Cent in Deutschland. Und das beim gleichen Anbieter. Hallooo???
Es gibt aber auch Programm die, entweder die verbrauchten MB oder den Preis zählen/anzeigen. Wenn man dann einfach den Roamingpreis angibt, kann man mit einem klick sehen was es kostet. SPB Wireless Monitor 3.0.1 z.b.
Auch ein Tipp könnte die ICQ Simkarte sein. Ein SIM Karte die spezielle für Reisen entwickelt wurde. In Westeuropa kostenlos Gespräche annehmen und auch 3G Zugang zu einem vernünftigen Preis (www.icqsim.com).
Fkt. aber auch weltweit.
mfg Bätschman
Liebe Julia
Natürlich will ich das auch nicht bezahlen – mir gehen die einfach auf den Geist, die zuerst ohne zu denken die Kosten verursachen und danach meinen, irgend jemand müsste ihnen nun entgegenkommen… das ist doof. Roamingebühren runter – ja, da bin ich sofort und gerne dabei!!!
Übrigens… Zitat: “…zudem leben wir in einem grenzfreien Europa und sollen uns zunehmend wie Europäer fühlen.” Danke, aber ich werde mich nie wie ein “Europäer” fühlen, da der Topf, in dem man reingeschmissen werden kann, aus meiner Sicht viel zu gross ist. Da liebe ich es halt immer noch, klein und sexy zu sein… auch wenn nun weniger Öl reinkommt und so…. ;-)
Betreffend ICQ Sim-Karte: War schon UnitedMobile Kunde, bis auf einmal nix mehr ging und es hiess, die Firma sei am Ende. Ist das ein neues Angebot oder ein wiedergeborenes?
Ich bin der Meinung, hier liegt ein kleiner, aber entscheidener Fehler vor. Eine Abschaltung findet nicht bei 50 MB statt, sondern bei 50 Euro. Ziel des staatlichen Eingriffs ist ja, die Kosten in den Griff zu bekommen. Es steht aber jedem Nutzer frei, sich seine eigene Obergrenze festzulegen. 50 Euro ist so zu sagen die Standardeinstellung.
Gibt es eigentlich in D einen (möglichst Prepaid) Anbieter der auch im Ausland akzeptable Handy-Internet-Preise hat?
Es ist ja eigentlich absurd, dass ich D (wo ich es kaum brauche) mittlerweile echt billig mobil surfen kann. Und im Ausland, wo ich es eher bräuchte ist es unbezahlbar.
@ Thomas: http://www.icqsim.com kostet das MB 1,20 Euro plus einer Tagespauschale von 35 Cent. Günstiger als Roaming (zumindest bei mir). Allerdings gibt es nicht in jedem Land Datenempfang.
Gibts denn ICQSIM noch? Denn United Mobile gibt ja auch nicht mehr und meine United Mobile-SIM ist schon seit vielen Wochen “out-of-order”, das Guthaben ist leider auch futsch.