Withings Waage im Test:
Upload ja bitte, Twittern nein danke

Withings Waage stellt Gewicht, Körperfett und alles andere an ermittelten Daten ins Netz. Braucht’s das? Unbedingt – selbst, wenn man es niemandem sagen will.

Das Gewicht ist, wie das Gehalt, eigentlich eine recht private Angelegenheit. Ich würde jedenfalls beides nicht gern öffentlich nennen. Aus anderen Lebensbereichen teile ich aber durchaus viel bei Twitter & Co. mit.

Wie ist nun die Waage von Withings zu beurteilen, die private Daten ins Netz stellt und damit eher von der mitteilungsfreudigen Sorte ist?

Bis zu einem gewissen Grad ist sie noch recht konventionell: Sie misst Gewicht, Körperfett, Wasser und errechnet den BMI (und erkennt dabei den jeweiligen Benutzer wieder). Dann gehts aber los: Per WLAN-Funktionalität. Sobald die drahtlose Netzverbindung per USB-Kabel eingerichtet ist, stehen die Türen offen für eine ganze Reihe von Online-Services.

Withings Wifi-Waage mit iPhone-App
Fotostrecke starten: Klick auf ein Bild (5 Bilder)

Das gemessene Gewicht und die übrigen Werte können erstens in ein Cockpit auf der Withings-Website hochgeladen werden und stehen dort als Zeitreihe zur Verfügung. Für die mobile Nutzung gibt’s eine Gratis-iPhone-App. Die Waage kann die Körperzusammensetzung ausserdem auch an Google Health pushen, einen Service, der noch nicht so richtig bekannt ist, aber durchaus Potenzial besitzt. Ärzte könnten damit auf eine zentralisierte Patientenakte zugreifen, und der Gewichts-, Körperfett- und noch mehr-Verlauf ist bei der Einschätzung der Gesundheit sicher eine Hilfe.

Auch twittern kann die Klatschbase von Waage. Ein hübsches Mittel, um für sich selbst Druck zu erzeugen, falls man irgendeine Veränderung an sich selbst anstrebt.

Ich höre die Frage: Wieso sollte eine Waage das alles können? Wieso sollte man seine Daten überall ins Netz stellen, womöglich sogar noch öffentlich?

Nun: Über das öffentlich kann man natürlich diskutieren, aber ich wage zu behaupten, dass man in ein paar Jahren fragen wird, wieso eine Waage die Daten, wenn überhaupt, nur lokal speichern soll. Als Fan von Software as a Service finde ich es super, meine Daten von überall her abrufen zu können, auch wenn es nur das eigene Gewicht ist.

Bequeme Sache: Am Morgen im Halbschlaf auf die Waage stehen, Blick nach unten überflüssig, und später im Zug schön das Gewicht ablesen.

Die Withings Waage (Affiliate-Link) ist allerdings mit 150 Euro kein preisliches Leichtgewicht.

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12 Kommentare

  1. Thorsten
    schrieb am 23. Februar 2010 um 10:26 Uhr (#)

    Hallo, ich find die Waage super. Wenn man wirklich vorhat abzunehmen dann sollte man sich sowieso mit seinem Gewicht konfrontieren und sich seiner selbst bewusst sein.
    Mit der Waage kann man sich selbst noch motivieren und stets überprüfen, ob man beim Abnehmen Fortschritte macht.
    Ich find das Gerät stark.

  2. Hansgerd Zappenduster
    schrieb am 23. Februar 2010 um 10:50 Uhr (#)

    @ Peter Hogenkamp: Wenn man das liest

    Bequeme Sache: Am Morgen im Halbschlaf auf die Waage stehen, Blick nach unten überflüssig, und später im Zug schön das Gewicht ablesen

    wird man sich in ein paar Jahren ganz was anderes fragen ;-) Nichts für ungut.

    @ Thorsten: Das stete und häufige überprüfen des Gewichtes ist beim Abnehmen eher kontraproduktiv. Wenn man vernünftig und langfristig an Gewicht verlieren will, sind die täglichen Fortschritte so klein, dass das nicht besonders motiviert.

  3. Florian
    schrieb am 23. Februar 2010 um 16:58 Uhr (#)

    Der Artikel ist doch schon alt. Den gab es letztes Jahr hier schon einmal. Aber immerhin hat sich der Preis geändert – um 20€ teurer geworden seit Oktober.

  4. Marc
    schrieb am 23. Februar 2010 um 19:08 Uhr (#)

    Bequeme Sache: Am Morgen im Halbschlaf auf die Waage stehen, und nach einem Jahr hat die Krankenkasse genug Hinweise, dass man zu fett ist, nichts daran ändert und passt die Beiträge dem Gewicht an. :-)

  5. paul
    schrieb am 24. Februar 2010 um 22:35 Uhr (#)

    Der Bericht im Oktober hatte mich so begeistert das ich mir die Waage direkt bestellt habe. Seit Mitte Oktober habe ich nun automatisch mein Gewicht dokumentiert, muss keine händischen Listen eintragen und habe (leider) auch eine gute Dokumentation von meinem Weihnachtsspeck ;)

    Preiswert ist sie sicherlich nicht,
    aber sie ist ihren Preis wert,
    denn sie bietet einen schönen Mehrwert. ;)

  6. Sebastian
    schrieb am 25. Februar 2010 um 09:22 Uhr (#)

    Wer Interresse an der ganzen “Gewichtskontrolle” hat – soll sich nen Stift und Block nehmen und das aufschreiben.
    Wer es lieber digital will nimmt sich Excel und hat auch noch schöne Grafiken.
    Wer das ins Netz stellen will nimmt Google Docs.

    War sonst noch was offen?

    Und wer zu Faul ist das alles zu machen und nur sein iphone bedient wenn er auf dem Klo sitzt, der sollte sich Gedanken machen warum er so ist wie er ist und Gewicht verlieren muss.

  7. paul
    schrieb am 25. Februar 2010 um 19:39 Uhr (#)

    @Sebastian

    Du bist mein Held!
    Wahnsinn welche Ideen Du hast!

    Ist ja irre das man mit einem Stift etwas aufschreiben kann was die Waage automatisch speichert. Ist ja irre das man sich auch noch die Mühe machen kann das ganze in Excel oder GoogleDocs einzutippen, obwohl das die Waage automatisch macht.

    Aber meinst Du es wirklich ernst das man mit dem Ausfüllen einer Tabelle Gewicht verlieren kann ? Dies wäre ja der Umkehrschluss Deiner Aussage: man ist dick weil man zu faul ist eine Tabelle auszufüllen.

  8. Daniel
    schrieb am 26. Februar 2010 um 11:03 Uhr (#)

    Habe die wage seit ca einen halben jahr.

    für mich ist sie Klasse.

    Ich bin sportler und muss mein Gewicht auch öfters kontrollieren was mich an der Wage überzeugt hat ist das sie nicht nur wie viele Wagen eben den BMI oder das Gewicht anzeigen sie zeigt vorallen das Körperfett an. Es bringt schließlich nix wenn man gewicht verliert und anstatt fett seine muskeln verliert.

    Zusätzlich ist es schön wenn man gerade über ein halbes jahr in einem Grafischen Diagramm auf einen blick sehen kann wie sein Körperfett zum Tatzächlichen Gewicht ab oder eben auch zugenommen hat.

    Für mich ein echter Mehrwert da wie bereits erwähnt abnehmen so etwas bringt da man vielleicht gleich viel wiegt aber weniger körperfett hat ! (und es geht darum das man am bauchumfang z.b abnimmt und nicht das Gewicht alleine Zählt. Wer was anderes behauptet hat einfach keine Ahnung sorry.

  9. Claudia
    schrieb am 26. Februar 2010 um 12:46 Uhr (#)

    Warum kauft man die Waage teuer bei Amazon, wenn man sie 20 Euro billiger bei danholt4mac bekommen kann?
    Und wer einen Apple Computer besitzt kann sich sogar eine geniale Software zur Erfassung von Ernährung, Sport und dem Gewicht dazu holen:
    http://tinyurl.com/y9uvgqs

  10. Sebastian
    schrieb am 26. Februar 2010 um 12:49 Uhr (#)

    @ Daniel: Schön das sie dir was bringt.
    Aber für 150 Ocken echt nur Spielzeug bzw für Leute die nicht wissen wohin mit dem Geld.
    Das sind die gleichen Leute, die für 3000 Euro sich nen Kühlschrank kaufen der die Lebensmittel auf einen Blick auf nem LCD darstellt und nachbestellt. Was man selber in 5sek mit Blick in Kühlschrank machen kann.

  11. Lost Angel
    schrieb am 27. März 2010 um 19:14 Uhr (#)

    Na inzwischen gibts noch Krasseres, als eine Waage, die verrät, dass Mutti wieder Fett angesetzt hat. Diese Unterhose twittert der ganzen Familie, wenn Opi…na seht selbst:

    http://bit.ly/a2ct5C

  12. arsawede
    schrieb am 15. Dezember 2011 um 13:59 Uhr (#)

    Die Glasplatte auf der Withings-Waage ist aus nicht bruchfestem Glas. Ich bin aus Versehen auf die Vorderkante dieser Glasplatte getreten und die Waage ist dadurch hinten nach oben gekippt und dann wieder zurück auf den Kachelboden. Ergebnis: die Glasplatte sprang in 1000 Scherben, die sich teilweise im Badezimmer verteilten. Ich hatte zum Glück Schuhe an, barfuß hätte ich mich mit Sicherheit verletzt.

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