Samsung TL500:
Kleines Lichtwunder mit f/1.8
Die Kompaktkamera Samsung TL500 hat ein schwenkbares OLED-Display und ein Weitwinkel-Objektiv, das besonders lichtstark ist.
Eines der größten Probleme von kleinen Kompaktkameras ergibt sich aus ihrer Bauart. Die kleinen Sensoren vertragen eigentlich nicht viele Pixel, aber der Kunde hätte gerne die Möglichkeit, seine Bilder auf A4 Format auszudrucken. Eine hohe Anzahl Megapixel führt aber, wie schon öfter thematisiert, zwangsläufig zum bekannten Bildrauschen. Es gibt eigentlich nur einen Weg, das einigermaßen auszugleichen. Ein lichtstarkes Objektiv. Und das hat die Samsung TL500:
Das 22mm Weitwinkel-Objektiv mit einem dreifachen optischen Zoom glänzt mit einem 1.8F Objektiv, was für die Kompaktklasse schon ungewöhnlich ist. Damit hat man auch in lichtschwachen Situationen eine gute Kamera in der Hand. Der 1/1.7” CCD-Sensor liefert 3200 ISO, allerdings dürfte bei allem über 400 ISO das Bildrauschen wieder einsetzen. Wer seine Bilder gerne selber bearbeiten möchte, der wird sich freuen, dass die Kamera auch einen RAW-Modus anbietet.
Auf der Rückseite wartet ein schwenkbares OLED-Display. Diese Kombination hat es bei Digicams auch noch nicht gegeben. Aber so ein drehbarer Bildschirm hat auch den Nachteil, dass es die Kamera etwas dicker macht.
In Sachen Videos gibt es leider keine HD- sondern nur eine VGA Auflösung (640×480 / 30fps), was etwas enttäuschend ist. Aber auch hier hat man den Vorteil des lichtstarken Objektiv.
Die Kamera soll im ersten Quartal in den USA erscheinen und dort um die 450 Dollar kosten. Einen Termin für Deutschland gibt es noch nicht.
















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Ohne HD Video wird die Kamera leider ein Rohrkrepierer. Mit HD könnte es meine nächste Kamera sein.
HD kommt dann sicher im Nachfolgemodell. Gibt es schon etwas vergleichbares mit 1.8 Lichtstärke? Ist das vergleichbar mit der Lichstärke von DSLR Kameras oder gibts da einen Hasenfuß ?
zu wakila, nein die Lichtstärke ist nicht vergleichbar zu einer DSLR, denn die “Lichtstärke der Kamera” ist nicht nur abhängig von der Lichtstärke des Objektiv sondern auch von der Größe des Sensors. Zwar ist der Sensor der Neuen um einiges größer als das der normalen Taschenknipsen , (hat die Größe in einer G11 in etwa) aber ist doch zigmal kleiner als der in einer DSLR oder einer 4/3 oder Micro Four Third. So kann es also sein, dass ein 1.8 Objektiv bei einem 1/7 Sensor 3-4 Blendenstufen mindestens schlechter ist als bei einer DSLR oder 4/3. Näheres erfährst Du wenn Du bei Google “Sensorgröße Digitalkamera” eingibst.
Kommt ferner hinzu, dass die Schärfentiefe zwar unter anderem von der Blendenöffnung abhängig ist, sich aber mit Kompakten wegen der Sensorgrösse nicht die gleichen Effekte erzielen lassen wie mit einer DSLR: Die Schärfentiefe wird im Verhältnis des Sensors “mitminiaturisiert”.
1,8 – durch den gesamten Zoombereich?!
@Blancblue: Nein, Blende 1,8 über den gesamten Zoombereich ist physikalisch nicht machbar.
Das vergrößerte Produktfoto zeigt auf dem Objektiv die Angabe Blende 1,8 bis 2,4, was recht gut ist – die Canon S90 hat 2,0 bis 4,9. Dafür ist der Zoombereich bei der Canon S90 etwas größer, muss am Tele-Ende also schlechter sein als bei der Samsung.
Insgesamt aber erfreulich, dass es wieder brauchbare Kompaktkameras mit großer Anfangsblendenöffnung gibt und relativ großen Sensoren gibt. Habe früher mit verschiedenen Casio Exilim S-Modellen fotografiert, aber über 7 MP waren das nur noch Rausch-Schleudern mit sehr unausgewogenem Bild. Da bietet die S90 schönere Bilder, auch innen meist ohne Blitz.