Connect One Wi-Reach Classic:
Verwandelt UMTS in WLAN

Connect One verwandelt die persönliche UMTS-Verbindung in WLAN für mehrere Geräte.

In Zeiten von Twitter, Facebook und Konsorten ist es fast schon unhöflich offline zu sein und nicht zu lesen, was die Freunde der Welt gerade mitteilen müssen.

Leider besitzt nicht jedes Gerät einen UMTS-Zugang für unterwegs, und Smartphones wie iPhone und Android erlauben das sogenannte Tethering vielfach nur im gehackten Zustand (für Symbian allerdings gab’s schon seit ewigen Zeiten ein Progrämmchen, welches das Handy zum Hotspot macht).

Grund genug, eine neue Anschaffung zu rechtfertigen – allerdings keinen neuen MP3-Player oder PDA, sondern einen “MiFi-Hotspot”. Denn der Wi-Reach Classic von Connect One verwandelt das UMTS-Signal in WLAN für alle.

Das Zauberwort heißt MiFi – nein, kein Schreibfehler, denn es ist ja “mein WiFi”, also ein mobiler Internetzugang über WLAN.

Gerade ältere Netbooks haben noch kein UMTS-Modem, und auch neue liefern dies nur gegen einen satten Aufpreis, für diesen Zweck gibt es UMTS-Sticks beim Supermarkt an der Ecke um damit unterwegs das Netz zu erkunden. Dieser Stick ist aber nur auf ein Gerät beschränkt, und eine Playstation Portable oder den iPod Touch kann ich damit nicht aufrüsten.

Muß ich aber auch nicht: Das Wi-Reach Classic ist ein schwarzer Kasten in der Größe eines sperrigen Smartphones und bietet einen USB-Port für UMTS-Modems. Eingesteckt, wird bis zu 3G schnelles Internet per WLAN an maximal 10 verschiedene Endgeräte verteilt.

Damit unterscheidet sich Connect One Wi-Reach Classic vom bereits vorgestellten Novatel mit eingebautem Modem – es ist wirklich nur ein Wifi-Hotspot.

Laut Hersteller ist die Verbindung verschlüsselt, doch WEP64 bzw. seine Erweiterung WEP128 gelten längst nicht mehr als sicher, andererseits sind gerade ältere Geräte so in der Lage, sich zu verbinden. Die Playstation können wir jedoch gleich wieder streichen, denn anstatt sich als Access Point auszugeben, funkt das Wi-Reach classic nur im Ad-Hoc-Modus, mit allen damit verbundenen Nachteilen. Dazu sind die meisten Geräte zum Glück befähigt.

Vor dem Kauf sollte man den Hersteller des eigenen USB-Dongles mit der Kompatibilitäts-Liste vergleichen – nicht jeder Chipsatz wird unterstützt. Die weitverbreiteten Huawei-Module laufen größtenteils im Connect One Wi-Reach Classic.

Den kleinen Abmessungen und dem geringen Gewicht von 110g geschuldet, hält der MiFi-Hotspot nur 5 Stunden durch, bevor er über USB wieder geladen werden muss. Seinen Gemütszustand zeigt er dabei über eine rote LED an, die bei schwacher Batterie anfängt zu blinken; eine zweite LED zeigt den Status der Netzwerkverbindung (3G) an. Mehr Informationen bekommt man über eine Konfigurations-Seite im Browser, wie man sie auch von DSL-Modems und andern Routern her kennt. Dort stellt man die Verschlüsselung ein, kann sogar verschiedene Profile für unterschiedliche Anbieter hinterlegen oder die Anzahl der erlaubten Clients. Prinzipiell ist die Verbindung nur vom USB-Stick abhängig, es können also auch 4G-Module darin Verwendung finden – solange sie unterstützt werden.

So schön der Gedanke einer persönlichen WLAN-Wolke auch sein mag, wird man schnell wieder auf den Boden der Tatsachen herunter gerissen, denn WEP ist weder zeitgemäß noch sicher, 100 Dollar – ein ähnlicher Preis in Euro ist zu erwarten – dafür einfach zu viel, und einen kompatiblen USB-Surfstick muss man auch noch dazu kaufen. Zudem sind verschiedene WLAN-Handys in der Lage, ähnliches für einen Bruchteil des Geldes, bzw. kostenlos zu leisten, beispielsweise das erwähnte JoikuSpot für Symbian oder das ausgeklügelte Wifi-Tethering für (gerootete) Nexus-One und andere Android-2.1-Smartphones. Durch Connectify klappt es sogar bei Windows 7, jedoch nicht unter der Netbook Starter Edition. Und genau so eine hat man leider meist dabei, wenn man mobil unterwegs ist.

Nähere Informationen finden sich bei Connect One.

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