Asus SDRW-08D1S-U im Test:
Der Klavierlack-Scheibenbrenner

Asus’ 8X USB-DVD-Brenner in glanzschwarz, SDRW-08D1S sieht gut aus, kommt ohne zusätzliche Stromversorgung aus und kriegt durch eine mitgelieferte Software Beine gemacht.

Im Jahre 1996 habe ich meine Freundin in New York besucht und zum sagenhaft tiefen Dollarkurs von 1.17 CHF (heute 1.02, zwischenzeitlich 1.85) bei CompUsa eine riiiiiesige Festplatte mit 500MB Speicherplatz für nur gerade 350 Dollar erstanden.

An der CES in Las Vegas vor zwei Wochen wurde jeder PR-Mensch schräg angeschaut, der auf die Frage nach Presseunterlagen eine DVD oder CD zückte. Was sollen wir damit? Wer was auf sich hält, verteilt Bilder und Infomaterial (meistens rund ein halbes Megabyte) auf mindestens einem vier-Gigabyte-USB-Stick. Und überhaupt: Die Netbooks der Herr- und Damschaften Journalisten haben doch alle keine CD-Laufwerk mehr.

Bloss findet sich leider der grösste Teil meiner Software, darunter teures Zeug wie Photoshop, Office etc, auf den Silberscheiben. Und so habe ich mir wenige Tage nach der Anschaffung eines Asus-13-Zoll-Notebooks UL30A (Affiliate-Link) bei Amazon doch noch ein externes Laufwerk bestellt – der Optik und des Preises wegen das von Asus und nicht eins von Toshiba.

Nun kauft man ja externe CD-Brenner nicht wirklich nach Aussehen, aber ehrlich gestanden:

Asus 8X DVD-Brenner SDRW-08D1S-U
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Ausser der Tatsache, dass das Ding auch Double-Layer schreibt und ich somit wenigstens 8GB auf eine DVD kriege, haben mich die technischen Daten nicht sonderlich interessiert (8X DVD+R, 8X DVD+RW, 6X DVD-R, 5X DVD-RAM, liest 8X DVD-ROM und 5X DVD-RAM).

Wichtiger war mir, dass der Klavierlack-Klotz kein eigenes Netzteil mitbringt und das Y-Kabel am andern Ende des Mini-USB-Kabels (ach, vergessen wir die Hoffnung auf Standards – Handys benutzen jetzt USB-”Micro”, womit wir vier USB-Stecker hätten) nur für ausgesprochene Notfälle dabei ist. Am Notebook direkt eingesteckt, reichte ein USB-Stecker jedenfalls problemlos für die Stromversorgung.

Lesen tut der Brenner fast alles, ausser BluRay, schreiben das meiste und die Geschwindigkeit ist 8fach Standard-DVD – das reicht. Später habe ich dann festgestellt, dass ich noch eine ganze Spindel Lightscribe-DVDs habe. Das sind die Rohlinge, auf die man mit entsprechenden Brennern ein Laserbild brennen kann, statt ein Papierlabel draufzupappen. Die habe ich angeschafft, nachdem ich den einen der beiden internen brenner meines Desktops ersetzt habe – keine Ahnung, wozu.

Seither habe ich kapiert, dass ich praktisch ebenso oft DVD brenne, wie ich etwas auf Papier drucke: Alle acht Wochen vielleicht. Filme kommen via Streaming von netflix, Musik sowieso aus dem Amazon-Shop und iTunes, für Backups kaufe ich gleich 500GB-Pocketharddrives. Die Silberscheiben sind nur um Weg, langsam und unhandlich.

Trotzdem war ich vom Asus SDRW-08D1S-U (Affiliate-Link) durchaus angetan. Das Gerät sieht gut aus und ist klein genug, um es in einer Tasche an Orte mitzuschleppen, wo man noch mit sowas veraltetem wie CDs rechnen muss – zum Beispiel an der CES. Und ja, gelegentlich will man doch auch eine DVD gucken.

Das ASUS-Laufwerk lässt sich legen oder dank einem Ständer hochkant stellen, der auf der Rückseite statt eines dort sitzenden Gummipropfens in einen Schlitz gesteckt wird.

Das Kabel ist den Spezifikationen entsprechend keinen Meter lang, was ärgerlich kurz ist. Das Laufwerk braucht keine Treiber, kommt aber mit einer Software-Suite auf CD fürs Brennen – und einem Lese-Beschleunigunsprogramm für Windows. Dazu gleich mehr.

Zunächst habe ich das Laufwerk einfach eingesteckt und benutzt – zum Lesen der Programm-CD reicht das allemal. Ein Umstecken an einen USB-HUB, obwohl stromversorgt, liess das Gerät dann plötzlich Surren, ohne etwas an den Rechner zu liefern. Windows blendete das Laufwerk ein, und aus, und ein…

Angenehmer wäre es, wenn sich der DVD-Brenner bei Strommangel gleich ganz ausschalten oder fiepen oder sowas tun würde, statt den Benutzer im Ungewissen zu lassen.

DVD lesen geht flott, das Brennen einer 8-GB-DL-DVD beanspruchte mit Windows 7-Bordmitteln ohne irgendwelche Zusatzsoftware zunächst eine halbe Stunde, was einer Schreibrate von knapp 4MB/s entspricht.

Schliesslich liess mich die Behauptung auf der Packung des Asus SDRW-08D1S-U – Brenners nicht los, dass die mitgelieferte Software die Lesegeschwindigkeit vervielfachen würde (oder so), und ich installierte die Softwaresuite. Danach machte ich, nur so zum Spass, einen Lese-Geschwindigkeitstest. Und siehe da:

Das Programm “ASUS Turbo Engine” sorgt tatsächlich für einen rund 10 Prozent höheren Datendurchsatz, offensichtlich durch eine Datenpufferung, wie man der Grafik des Diagnoseprogramms entnehmen kann.

Die beiliegende Brenner-Software von Cyberlink ist fürs Nötigste brauchbar, aber so eine von diesen “light”-Versionen, die einen eher überzeugen, das Produkt nicht zu kaufen und sich was besseres zu suchen.

Alles in allem: der DVD-Brenner tut, was er soll, ist angenehm schlank und kommt mit einem Kabel aus. Er sieht auch noch ganz gut aus und kostet nicht die Welt. Auch wenn ich grade mal wieder erschrocken bin zu sehen, dass der Asus SDRW-08D1S-U (Affiliate-Link) in deutschen Landen zwischen 65 bis zu 90 Euro kostet, während ich ihn bei Amazon.com für unter 50 Dollar gekauft habe.

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2 Kommentare

  1. Alexander
    schrieb am 4. April 2012 um 09:08 Uhr (#)

    Ni9chts für Ungut!

    Aber es mangelt gewaltig an objektivität:

    – Niemand interessiert sich dafür, wieviele LightScribe-DVDs oder -CDs Sie haben oder wie oft Sie was brennen oder letzlich wo sich der Großteil Ihrer Software befindet, sondern dafür ob das Laufwerk LightScribe-fähig ist und seine anderen Eigenschaften.

    - Die Absätze “Im Jahre 1996 habe ich…”, “An der CES in Las Vegas vor zwei Wochen…”, “Bloss findet sich leider der grösste Teil meiner Software…” sind völlig überflüssig und haben nicht im Geringsten mit dem Thema zu tun.

    L. G.

    Alexander

  2. Schreibt hier auf dem Blog Wolf-Dieter Roth
    schrieb am 7. April 2012 um 15:48 Uhr (#)

    Alexander, das ist ein Blog. Blogger dürfen auch mal ein bißchen abschweifen und Schwänke aus ihrem Leben erzählen. Manchen Leser reizt das gerade, wenns nicht so staubtrocken ist. Klar, mancher mag dann auch etwas irritiert sein, wenn solche Schilderungen so weit ab von seiner Welt sind. Da die persönlichen Anmerkungen aber jetzt nicht etwa in eine Punkte-Bewertung eingeflossen sind, sondern nur klar gesagt wird “brauch ich – brauch ich nicht” finde ichs aber ok. Ist transparenter als wenn bei einem vermeintlich objektiven Vergleichstest per “Order de Mufti” festgelegt wurde, daß bestimmte, dem Chef wichtige Kriterien hoch gewertet werden, die den meisten Lesern eher unwichtig sind. Klassisches Beispiel: Tonqualität des kleinen Not-Lautsprechers in einem Heim-Video-Beamer.

    Nur technische Daten wiederzugeben wär den meisten Lesern hier zu fad.

    Das nur zum Verständnis – ansonsten steht natürlich jedem eine persönliche Meinung zu und es darf schon gesagt werden, was einen stört :)

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