Tablets von Asus, Nvidia, HP, Dell:
Es wird serviert
Auf der CES stellten gleich mehrere Firmen Ihre Tablet-Computer vor. Bei vielen ist es bereits die zweite oder weitergehende Generation, andere bringen völlig neue Geräte. Es scheint, viele Hersteller präsentieren noch schnell ihre eigene Lösung, bevor Apple mit seiner Version den Markt aufräumen dürfte.
Im Blätterwald und online überschlagen sich die Gerüchte, ob und wenn ja mit welchem Tabletcomputer Apple in Kürze an den Markt gehen wird. Tablets sind nichts neues, viele Jahre haben Microsoft und einige aufrechte Hersteller versucht, diese PC-Variante wie saures Bier an den Mann zu bringen. Aber erst jetzt scheinen die Anwender aus ihrem Dornröschenschlaf zu erwachen und zu merken, wie praktisch diese Geräte sind – und die Hersteller, dass es vor allem Masse und günstiger Preis sind, die eine solche Lösung attraktiv erscheinen lassen und weniger die eingängige Art der Benutzung.
Die Lösungen, die jetzt auf der CES 2010 gezeigt wurden, sind dabei so vielfältig wie die Firmen, die sie herstellen. Das Lenovo “Doppel-Notebook” Ideapad U1 mit herausnehmbarem Tablet haben wir ja bereits vorgestellt. Überhaupt geht der Trend vom PC mit drehbarem Display zum “Slate”, also zum tastaturlosen Tablet – wohl auch, weil die ganzen gerüchteweise gestreuten Fotos des ominösen Apple iSlate so aussehen. Microsoft jedenfalls stellte bereits auf der Eröffnungskeynote zur CES seine Variante vor, gebaut von HP und tastaturlos.
NVidia präsentierte zwar keine eigenen Geräte, dafür aber die Plattform Tegra, die auf Basis des ARM-Prozessors die Entwicklung leichter Geräte nach dem Tablet-Prinzip erlaubt. Der neue Tegra-Prozessor unterstützt Web-Browsing, das Streaming von 1080p-Video und 3D-Benutzeroberflächen. NVidia verspricht Akkulaufzeiten von 16 Stunden Akkulaufzeit bei der Wiedergabe von HD-Video bis zu 160 Stunden, wenn nur Audio abgespielt wird.
Der Tegra besteht aus acht unabhängigen Prozessoren, darunter ein Dualcore ARM Cortex A9 CPU mit 1 GHz Taktfrequenz. Die Prozessoren agieren zusammen oder unabhängig voneinander, um jederzeit die optimale Energieausnutzung zu erreichen. Auf der CES präsentierten Nvidia und Verizon Wireless eine Anwendung, bei der die Daten via LTE auf das Tablet kamen. Der Entwurf stammt von Innovative Converged Devices (ICD) und benutzt ein Motorola 4G Wireless Modem, mit dem das LTE-Netzwerk von Verizon in den USA benutzt werden kann. Alles ist noch im Prototypenstadium, Preise oder ein Veröffentlichungsdatum gibt es noch nicht (via Digitimes).
Dell zeigte auf der CES eine Studie eines kleineren Tablets mit 5-Zoll-Display, das wohl auf Android als Betriebssystem setzt (und ist damit noch ein Hersteller, der Windows Mobile den Rücken kehrt) und damit eher ein “Riesen-Smartphone” ist als ein Tablet-Computer. Dafür spricht auch, das auf der Rückseite eine Kamera zu finden ist.Die Grenzen verschwimmen in diesen Tagen aber sowieso, für diese Klasse ist sogar schon der Name “Smartbook” im Gespräch (aber die Rechte daran sind leider zurzeit nicht frei). Nähere Infos zum Dell-Tablet gibt es aber noch nicht.
HP hat eine lange Tradition in punkto Tablet-PCs. Neben dem oben gezeigten Slate gibt es auch noch weitere Geräte mit Touchscreen, den TouchSmart tm2 – ein Notebook-PC mit Aluminium-Gehäuse in der “klassischen” Convertible-Bauform (mit Tastatur und Dreh/Kipp-Display) und Nachfolger des tx2. HP verabschiedet sich mit dem tm2 von AMD als Chiplieferant, in dem tm2 werkelt ein Core2-Duo-Prozessor von Intel.
Auch der HP Mini 5102 im Netbook-Format erhält einen Touchscreen, Prozessor ist ein Intel Atom N450. Die Geräte bieten neben HD-Video-Abspielfähigkeit auch integriertes GPS sowie Breitband-Mobilfunksender/-Empfänger. Besonderheit: die integrierte Digitalkamera bietet eine Gesichtserkennung. Die Preise lauten: tm2 ca. 950 US-Dollar und 5102 ca. 400 US-Dollar – in den USA sind sie ab Mitte bis Ende Januar zu kaufen (Bildquelle: Gizmodo, da HP offenbar nicht in der Lage ist, Pressefotos auf der Website anzubieten). Die TouchSmart-Website hat zurzeit auch noch keine Infos, man muss sich mit der englischen Pressemeldung zufrieden geben.
Asus hat zwei Tastatur-Tablets im Netbook-Format im Programm, und das nicht erst seit gestern: Die ursprünglichen EeePC T91 und T101 präsentierte der Hersteller schon vor einem halben Jahr, jetzt folgt die “Vielfinger-Variante” mit Multitouch-Oberfläche und dem Zusatz MT. Außer der Gestenerkennung und einem zusätzlichen TV-Tuner bieten die “T-Modelle” jedoch keine großen Neuerungen. Der T91 kostet etwa 500 Euro, der Preis für den T101 mit 10 Zoll steht noch nicht fest.


























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